Mit erfolgreichem Abschluss ins Berufsleben

 

Im Kreise von Eltern, Freunden, Ausbildern, Vertretern der Lehrerschaft und zahlreichen Gästen haben am letzten Freitag mit strahlenden Gesichtern die Landwirtinnen und Landwirte sowie eine Tierwirten ihr Berufsabschlusszeugnis in Salzwedel bekommen.

 

Drei Jahre Ausbildung mit Praxis, Theorie, überbetrieblichen Lehrgängen und zahlreichen Herausforderungen liegen hinter den Absolventen.

„Der ländliche Raum braucht engagierte junge Menschen, die in der Landwirtschaft ihren beruflichen Weg gehen“, betonte Landrat Steve Kanitz bei der Eröffnung der Veranstaltung im Freizeitcenter Salzwedel.

Abteilungsleiter Dr. Andreas Tyrpe vom Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt lobte das Engagement der Ausbildungsbetriebe.

Stellvertretend für die landwirtschaftlichen Berufsverbände betonte Martin Dippe in seiner Festrede, dass die jungen Menschen mit Stolz auf ihren Abschluss ihren persönlichen Weg finden sollen.

„Trauen sie sich in ihrem Berufsleben Entscheidungen zu treffen“, so Dippe.

Sie sind gut ausgebildet und können Verantwortung übernehmen.

Nicht alles steht im Lehrbuch – denkt selbst nach und packt es an, so der Praktiker.

Mit Freude und guten Worten der Gratulanten wurden die Zeugnisse in Empfang genommen.

Vier Absolventen hatten neben der Berufsausbildung auch die Fachhochschulreife erworben und bekamen ihr Zeugnis überreicht.

Für den Abschluss mit dem Prädikat „sehr gut“ wurden die Landwirte Jean Luc Kosinski, (Ausbildungsbetrieb Bothe GbR im Harzkreis) und Ben Erik König (Ausbildungsbetrieb Landhof Klamroth GbR im Harzkreis) geehrt.

Constatin Stahl, dankte aus der Sicht der ehemaligen Azubis allen an der Ausbildung beteiligten Personen für Geduld und Verständnis.

Die Zeit hat uns geprägt, verändert und es sind viele Freundschaften entstanden.

„Drei Jahre und zwanzig Tage liegen hinter uns und jetzt dürfen wir Berufskollegen genannt werden“, so Stahl.

Wie wichtig es ist aus Fehlern zu lernen, stellte Christian Trosien, Ausbildungsbetrieb Agrargenossenschaft Vorharz e.G. Silstedt, in den Mittelpunkt seiner Rede.

In seinem Betrieb hatten die beiden geehrten besten Landwirte den Teil Tierhaltung innerhalb der Ausbildung absolviert.

Mit der Freisprechung war der offizielle Teil beendet.

Herzliche Umarmungen, gute Gespräche und viele Fotos ließen bei einem kleinen Buffet den Nachmittag ausklingen.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

Landwirtschaftliche Wahlprüfsteine zur Landtagswahl 2026 in Sachsen – Anhalt

Die Landtagswahl am 6. September gibt uns Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, Einfluss darauf zu nehmen, welche Themen in den kommenden Jahren im Landesparlament gestaltet werden sollen.

Wir wählen Volksvertreter aus den Parteien mit verschiedensten Wahlprogrammen.

Der Blick in die Wahlprogramme offenbart die Sichtweise der Parteien auf vielschichtige gesellschaftliche Themen, wie Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Energie, Gesundheitswesen, Bildung, Infrastruktur, Verkehr, Polizei, Justiz, Vorsorge, Integration, Verwaltung und Finanzierung.

 

Der Bauernverband Sachsen-Anhalt e.V. hat im Vorfeld des Wahlereignisses die derzeit im Landtag vertretenen Parteien sowie das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) gebeten, zu folgenden agrarpolitischen Wahlprüfsteinen des Verbandes Stellung zu nehmen:

  • EU-Agrarbudget und verlässliche Rahmenbedingungen
  • Landeshaushalt und Mittelabruf
  • Bürokratieabbau und Digitalisierung
  • Schutz landwirtschaftlicher Flächen und Eigentum
  • Erneuerbare Energien in der Landwirtschaft
  • Vielfalt der Betriebsstrukturen
  • Zusätzliche Leistungen und faire Honorierung
  • Generationswechsel: Nachfolge und Neugründung ermöglichen
  • Fachkräfte, Saisonarbeitskräfte und Ausbildung
  • Düngerecht und Gebietsausweisung
  • Zukunft der Nutztierhaltung und regionale Wertschöpfung
  • Ökolandbau, Marktbezug und Vielfalt der Betriebsformen

Alle angefragten Parteien haben ihre Positionen dargelegt.

Die Übersicht soll den Mitgliedern sowie allen Interessierten einen transparenten Vergleich der Positionen zu den für die Land- und Forstwirtschaft sowie den ländlichen Raum relevanten Themen ermöglichen.

Hier sind die Antworten der Parteien zu finden.

Bild  und Text: Bauernverband Sachsen-Anhalt e. V. und A. Jacobs

Europaabgeordnete informiert sich in der Landwirtschaft vor Ort

Auf Einladung des Bauernverbandes Altmarkkreis Salzwedel besuchte MdEP Sabrina Repp die Wallstawe eGbR.

Die SPD Politikerin sitzt für Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt im Europäischen Parlament.

Sie ist Mitglied im Ausschuss für Regionale Entwicklung und im Ausschuss für Kultur und Bildung.

Da es ein Regionalbüro in Salzwedel gibt, lag es nahe, mit der Landwirtschaft ins Gespräch zu kommen.

Die Wallstawe eGbR war Gastgeber für eine Gesprächsrunde und einen Betriebsrundgang.

Die anwesenden Gesellschafter des Betriebes, die Bauernverbandsvertreter und die Politikerin sprachen über die Verhandlungen für den künftigen mehrjährigen Finanzrahmen der EU, die Ausgestaltung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik und die Einflussmöglichkeiten durch das Europäische Parlament.

Die Landwirte umrissen ihre gegenwärtige Situation zwischen gestiegenen Kosten, insbesondere bei Energie und Düngemitteln, sowie den nicht auskömmlichen Erlösen bei ihren Marktprodukten.

Der Betrieb stellte sein breites Produktionsspektrum und sein neuestes Investitionsvorhaben im Bereich der erneuerbaren Energien vor.

„Es ist wichtig, den Fortbestand der Landwirtschaftsbetriebe vor Ort durch eine verlässliche und ausreichend finanzierte europäische Agrarpolitik zu sichern“, so der Gesellschafter Fred Neuling mit Blick auf den Erhalt von Arbeitsplätzen vor Ort.

Die Gesprächspartner waren sich einig, dass die Maßnahmen in der GAP ab 2028 für alle Betriebe, unabhängig von Größe und Rechtsform, eine einkommenswirksame und verlässliche Basiszahlung sein müssen.

Es wurde über die aktuellen Entscheidungen der EU zum Hilfspaket für Düngemittel, den Regelungen für den Umgang mit verschiedenen Methoden der Gentechnik und den Patenten auf Saatgut gesprochen.

Im Stall der rund tausend Milchrinder des Betriebes konnte sich die Politikerin von den Haltungsbedingungen und der Ruhe im Stall selbst ein Bild machen.

Einen konstruktiven Austausch gab es beim Rundgang zu den betrieblichen Arbeitsplätzen, zur Nachwuchsgewinnung und Ausbildung, den Investitionskosten, den Zukunftsaussichten und zur ausufernden Bürokratie.

Foto: Max Schubert      Text: A. Jacobs