Notizen vom Lande: Zuckerrübensaat kommt in die Erde

Der Zuckerrübenanbau ist ein kleiner Teil der Landwirtschaft im Altmarkkreis Salzwedel.

Im letzten Jahr wurden rund 2.700 Hektar Ackerland mit Zuckerrüben bestellt.

Die Rübe hat als Sommerung einen festen Platz in der Fruchtfolge.

In diesem Jahr kommt in einigen Betrieben das Saatgut rund 4 Wochen früher in die Erde als im Durchschnitt der Jahre.

Der ausgebliebene Regen und das offene Wetter mit einer höheren Durchschnittstemperatur sowie die gute Bodengare haben den Ausschlag für den frühen Start gegeben.

Mit einer dem Rübenanbau entsprechenden Bodenbearbeitung wurde das Saatbett vorbereitet und die Grundlage geschaffen, für einen gleichmäßigen Feldaufgang und eine gute Bestandsentwicklung.

Auf dem Foto ist zu sehen, wie das Saatgut der Sorte Strauss mit moderner Saattechnik im abgelegt wird.

Von der Aussaat bis zur Ente liegt noch eine lange Vegetationsperiode vor den Rüben, ehe sie dann ihren Weg in die Zuckerfabrik Uelzen antreten.

Der Masseertrag pro Hektar und der prozentuale Gehalt an Zucker werden im Herbst entscheidend für das betriebswirtschaftliche Ergebnis sein.

Foto: Philipp Fölsch, Text: A. Jacobs, Bauernverband

 

 

Aufruf zur Beteiligung am Tag des offenen Hofes – Vorbereitungen in Neuferchau laufen bereits

Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft beginnt vor Ort.

Der Dialog mit der Bevölkerung ist wichtig – nicht nur für die Branche insgesamt, sondern auch für jeden Betrieb vor Ort.

Die Landwirtschaftsbetriebe werden aufgerufen, um sich an der Aktion „Tag des offene Hofes“ zu beteiligen.

Im direkten Gespräch mit den Menschen aus der Region, die mit Landwirtschaft im Alltag wenig zu tun haben, können Vorurteile beseitigt, Fragen geklärt und der differenzierte Blick auf die Landwirtschaft geschärft werden.

Für den „Tag des offenen Hofes“ wurde der Juni als Aktionszeitraum ausgewählt, genauer das Wochenende des 15. Juni.

Weitere Informationen für einen eigenen Hoftag für Landwirtschaftsbetriebe sind beim Bauernverband Sachsen-Anhalt e. V. oder bei der Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH zu bekommen.

In der Produktivgenossenschaft Neuferchau eG laufen die Vorbereitungen für die Zentrale Eröffnungsveranstaltung in Sachsen-Anhalt.

Bei der letzten Absprache vor Ort wurde der Standort des Event-Zeltes und der Einbezug der Schweinehaltung in den Rundgang als Schwerpunkte besprochen.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Betriebe werden von den Jugendlichen ausgewählt

„Nicht wir suchen die Azubis aus, sondern die Betriebe werden von den Jugendlichen ausgewählt“, so Vorstandsmitglied Silke Johansen-Rötz auf dem Kreisbauerntag.

Johansen-Rötz, die in der Agrargenossenschaft Jeggeleben Ansprechpartner für die Berufsausbildung ist, moderiete die Auszeichnung des Wettbewerbes „Ausbildungsbetrieb des Jahres“.

Die jungen Leute müssen umworben werden, führte sie aus.

Vor einigen Jahren konnten wir unsere Auszubildenden aus einer Anzahl von Bewerbungen aussuchen, heute sind wir froh über jede Bewerbung.

Es erfordert viel Fingerspitzengefühl, die unterschiedlichsten betrieblichen Belange mit den geforderten Ausbildungsinhalten in Einklang zu bringen, so die Fachfrau.

Sie legte dar, dass auf der 12. Ausbildungsmesse in Salzwedel über 80 Betriebe und Einrichtungen für die Ausbildung hier bei uns in der Region werben.

„Wir stehen in harter Konkurrenz“, führte sie aus und ermutigte die Betriebe sich aktiv an der Gewinnung von Nachwuchs für die Branche zu beteiligen.

Mit der Ehrung zum „Ausbildungsbetrieb des Jahres“ möchte der Kreisbauernverband ein Signal für eine positive Wahrnehmung der Agrarbranche in der Öffentlichkeit setzen.

Der Sieger des Kreiswettbewerbes wurde die Agrarerzeugergemeinschaft eG Pretzier.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Agrarerzeugergemeinschaft eG Pretzier als Ausbildungsbetrieb des Jahres 2019 geehrt

Bereits zum vierten Mal wurde auf dem Kreisbauerntag der Ausbildungsbetrieb des Jahres ausgezeichnet.

In ihrer Laudation dankte Vorstandsmitglied Silke Johansen-Rötz, zunächst allen Unternehmen, die sich in der Ausbildung engagieren und dafür sorgen, dass in den landwirtschaftlichen Unternehmen qualifizierter Nachwuchs heranwächst.

Sieger des Kreiswettbewerbes wurde die Agrarerzeugergemeinschaft eG Pretzier.

„Wir haben uns als Vorstand für einen Betrieb entschieden, der seit 1995 in der Ausbildung aktiv ist und 24 junge Facharbeiter erfolgreich zum Abschluss begleitet hat“, so Johansen-Rötz.

Sie stellte einige Fakten zur Ausbildung in der Pretzierer Genossenschaft vor:

Von den jungen Facharbeitern haben mittlerweile zehn erfolgreich die Fachschule in Haldensleben absolviert.

Zurzeit gibt es in diesem Betrieb drei Auszubildende, einen Landwirt im ersten Jahr und zwei im dritten Lehrjahr, davon einen Landwirt und einen Fachpraktiker.

Für die Ausbildung eines Fachpraktikers in der Landwirtschaft, nahm der Betrieb eine große Menge bürokratischer Hindernisse in Kauf, um die Lehre durchzuführen.

Aber nicht nur in der Ausbildung ist die Agrarerzeugergemeinschaft eG Pretzier besonders aktiv, sondern auch bei der zielgerichteten Berufswerbung.

So konnte die Laudatorin von der aktiven Teilnahme des Betriebes am Projekt, „Bauernhof als Klassenzimmer“, „Tage in der Produktion“, „Tag der Berufe“ oder dem Girls Day berichten.

Während der Ausbildung legt der Betrieb viel Wert auf selbständiges Arbeiten und fördert die Übernahme von Verantwortung.

Durch die Teilnahme an Tierschauen und anderen außerbetrieblichen Veranstaltungen, wird den jungen Auszubildenden die Möglichkeit gegeben sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln.

Auch für die Ausrichtung der praktischen Prüfungen der Auszubildenden erklärte sich der Betrieb schon mehrfach bereit und stellt seit vielen Jahren einen Prüfer für den Prüfungsausschuss.

Margret Pieper und Henry Rötz, die im Pretzierer Betrieb als Ausbilder tätig sind, konnten ein Hofschild in Empfang nehmen.

Der Agrarbetrieb ist als Teilnehmer für den Landeswettbewerb gesetzt.

Foto: Volksstimme – Uta Elste + Text:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Kreisbauerntag: Landwirtschaft bleibt unverzichtbarer Teil der Gesellschaft

Im öffentlichen Teil des Kreisbauernverbandes nutzte der Vorsitzende die Gelegenheit, um einige Standpunkte des Verbandes darzulegen.

„Das vergangene Jahr ist aus der Sicht der Landwirtschaft schon an vielen Stellen umrissen worden: Wir sind vom Regen in die Dürre gekommen“, umriss Raimund Punke die Lage.

Er legte dar, dass es im vorigen Jahr zum langjährigen Durchschnitt nur knapp die Hälfte des üblichen Niederschlages gegeben hat und die Situation sich bis dato noch nicht entspannt hat.

Leider haben die bürokratischen Hürden in einem Dürrehilfsprogramm nicht allen betroffenen Betrieben einen Zugang gewährt.

Da das Wetter ein entscheidender Faktor für die landwirtschaftliche Produktion ist und bleibt, fordert der Bauernverband, dass die Rahmenbedingungen in Deutschland so gestaltet werden müssen, dass die Unternehmer selbst eine effektive Risikovorsorge vornehmen können.

Ein ebenfalls beherrschendes Thema des Sommers waren Feldbrände.

Deutlich stand den Landwirten vor Augen, wie schnell das wenige Erntegut Opfer der Flammen werden kann und wie wichtig es ist, die freiwillige Feuerwehr vor Ort zu haben, so Punke.

Wichtig aus der Sicht der Bauern ist ein intaktes Wegenetz.

Landwirtschaftsbetriebe brauchen ein leistungsfähiges und flächendeckendes Breitbandnetz sowie einen zuverlässigen Mobilfunkstandard.

„Manchmal erscheint mir dabei der Mix von Landesförderung, ELER-Mitteln, Bundesförderung aus verschiedenen Initiativen und Ministerien als wenig kompatibel, um letztendlich dieses Ziel auch zu erreichen“, so der Vorsitzende.

Viele Dinge bewegen die Bauernschaft: der Strukturwandel in der Schweinebranche, die unkalkulierbare Afrikanische Schweinepest, der Umgang mit dem Wolf oder die schon wieder nahenden Änderungen bei den Düngevorschriften.

Bei den fortschreitenden Planungen im Bereich des Naturschutzes, müssen aus seiner Sicht die Landeigentümer und Landnutzer besser mit einbezogen werden.

Die Natur und die Artenvielfalt ist auch aus Bauernsicht ein hohes Gut.

„Dieses Gut ist auf betonierten Flächen nicht zu finden“, so der Vorstandsvorsitzende.

Er zeigte auf, dass das Angebot an Ausbildungsstellen in der Altmark enorm gewachsen ist.

Wir müssen uns als attraktive Arbeitgeber aufstellen, ermunterte er die Berufskollegen.

Der Kreisbauernverband engagiert sich dafür auf vielen Ebenen im Landkreis.

Jeder von ihnen weiß, dass es dazu kein Patentrezept gibt und wie schnell wir von Fernsehbeiträgen in den Abendstunden oder mitreißenden Überschriften in der Tagespresse aufgebracht sind, führte er aus.

Im Vergleich schenken wir guten Ansätzen zu wenig Bedeutung.

Wer kennt den über drei Minuten langen Beitrag beim „Denkanstoß Agrar“ oder die Beiträge junger Landwirte im Netz zu ihrem Berufsstand?

Auch im letzten Jahr haben Mitgliedsbetriebe ihren Hof für die Bürger geöffnet.

In diesem Jahr wird am 15. Juni in der Produktivgenossenschaft Neuferchau die landesweite Eröffnung der berufsständischen Initiative „Tag des offene Hofes“ stattfinden.

Punke verwies darauf, dass die Landwirtschaftsbetriebe die Grundlagen für hochwertige Nahrungsmittel schaffen, für Beschäftigung und Einkommen im ländlichen Raum sorgen und jungen Menschen eine Chance zur Berufsausbildung bieten.

 

„Die Landwirtschaft ist und bleibt ein unverzichtbarer Teil der Gesellschaft“, so der Kreisvorsitzende.

Text :  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V., Foto: BV SA e. V.

Mitgliederversammlung in Winterfeld: Sachlichkeit und Wertschätzung als Grundeinstellung

In diesem Jahr wurde der Kreisbauerntag in einen internen und in einen öffentlichen Teil getrennt. Im internen Teil zog der Vorstandsvorsitzende Raimund Punke eine Bilanz über die Arbeit des Kreisvorstandes, der in der jetzigen Zusammensetzung seit einem Jahr gemeinsam tätig ist.

In sieben Vorstandssitzungen wurden Themen aufgegriffen, die für die Landwirte im Landkreis relevant waren oder in weitere Ebenen des Verbandes geschickt werden mussten. Der Vorstand hat aus den Reihen der Mitgliedschaft geeignete Personen für die Arbeit der Fachausschüsse beim Landesbauernverband benannt.

Punke zeigte auf, dass die berufsständische Arbeit eines Kreisverbandes mit den Aktivitäten des Landesbauernverbandes sowie des Deutschen Bauernverbandes gekoppelt ist.

Beispielgebend für das letzte Jahr sind die Vereinfachungen beim Güterkraftverkehrsgesetz und dem Bundesfernstraßenmautgesetz für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge.

Im Sinne des Berufsstandes ist der Kreisverband u.a. beim Grundstücksverkehrsgesetz, bei den Flurbereinigungsverfahren oder bei Schutzgebietsausweisungen tätig.

Er zeigte auf, dass der Verein Veranstaltungen organisiert oder begleitet, wie beispielsweise zur Düngeverordnung, zum Wegebau, zu den Bohrschlammguben, zum Dürrehilfsprogramm, die Altmärkische Tierschau und die Zeugnisübergabe.

Im vergangenen Jahr gab konstruktive Gespräche mit den Landtagsabgeordneten, dem Landrat, dem Veterinäramt, dem ALFF, der Berufsbildenden Schule sowie der Agentur für Arbeit.

„Nicht immer sind wir dabei einer Meinung, aber Sachlichkeit und Wertschätzung sind aus unserer Sicht eine Grundeinstellung bei Verbandsgesprächen“, so der Vorstandsvorsitzende.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Gut besuchte und vielfältige Ausbildungsmesse in Salzwedel

Die Suche nach geeignetem Nachwuchs ist in allen Branchen ein präsentes Thema.

Die Firmen müssen sich als attraktive Arbeitgeber präsentieren und tun es auch.

Geschätzte tausend Besucher haben sich am Samstag auf der 12. Ausbildungsmesse in der Sporthalle der Berufsbildenden Schule in Salzwedel und auf dem „Tag der offenen Tür“ der Schule umgesehen.

Eltern und Schüler nutzen ausgiebig die Möglichkeit, um  sich bei rund achtzig Unternehmen und Institutionen über die zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.

Die Standbetreuer hatten viele Fragen zu beantworten: Was sind wichtige Ausbildungsinhalte?, welche Ausbildungsvergütung wird bezahlt?, wie sind die Arbeitszeiten?, wo ist die zuständige Berufsschule?, wie sehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt aus?

An vielen Ständen waren junge Leute zu finden, die Auskunft über ihre Berufsausbildung und ihren persönlichen Werdegang gaben.

Ein kurzes Fazit:

Wer auf der Suche nach einer Ausbildung ist, der hat in der Altmark die vielfältigsten Chancen.

Nach der Ausbildung bestehen viele Möglichkeiten als Fachkräfte in den Unternehmen zu arbeiten oder nach einer weiteren Qualifizierung in die Betriebe zurück zu finden.

„Die Heimat wird immer mit offenen Armen da sein“, wie es bereits im Songtext bei der offiziellen Eröffnung von der Stendaler Band tick2loud zu hören war.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Bauernverband auf der 12. Ausbildungsmesse am 23.Februar 2019 in Salzwedel

Der Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V. wird am Samstag gemeinsam mit dem ALFF Altmark für die Berufe in der Landwirtschaft und ganz speziell für den Landwirt, den Tierwirt und die Fachkraft Agrarservice einen Stand auf der diesjährigen Ausbildungsmesse haben.

Unterstützt werden wir in diesem Jahr von zwei Landwirt – Lehrlingen der Milcherzeugergenossenschaft Klötze e. G..

 

 

Von 9.00 bis 13.00 Uhr stellen ca. 80 Unternehmen im Gebäude und der Sporthalle der Berufsbildenden Schulen in Salzwedel ihre Ausbildungsangebote vor.

Die Ausbildungsmesse ist eine gute Gelegenheit, sich gezielt über die regionalen Angebote, die Ausbildungsmöglichkeiten, Ausbildungsvoraussetzungen, Berufswege, Verdienstmöglichkeiten und Chancen auf einen Arbeitsplatz zu informieren.

Die Landwirtschaft konkurriert dabei mit zahlreichen anderen Berufsbranchen um die potentiellen Auszubildenden. Dabei haben die ca. 80 Ausbildungsbetriebe, die über den ganzen Altmarkkreis verteilt sind, in denen hauptsächlich Landwirte, Tierwirte und Fachkräfte für Agrarservice ausgebildet werden, einiges zu bieten.

Text: Katy Kühn – BV AMK SAW e. V. und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Landesweite Eröffnung zum „Tag des offenen Hofes 2019“ in Neuferchau geplant

Bei der Produktivgenossenschaft „Altmark“ eG in Neuferchau laufen derzeit die Vorbereitungen zum „Tag des offenen Hofes 2019“.

Es ist geplant ist, dass die landesweite zentrale Eröffnung der berufsständischen Kampagne   am 15. Juni 2019 in dem kleinen altmärkischen Dorf stattfinden wird.

In einer gemeinsamen Kooperation von Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt, EDEKA, dem MDR und dem Bauernverband Sachsen-Anhalt wird sich der Betrieb der Herausforderung stellen, die Landwirtschaft live zu präsentieren. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus dem Ort, Vereinen und Verbänden laufen derzeit die Vorabsprachen.

Die Produktivgenossenschaft hatte sich beim Bauernverband Sachsen-Anhalt um die Ausrichtung beworben und den Zuschlag bekommen.

Die Genossenschaft ist mit Ackerbau, Grünlandwirtschaft, Aufzucht von Milchviehfärsen sowie Aufzucht und Mast von Schweinen breit aufgestellt. Die Nutzung der Abwärme bei der Biogasherstellung in siebzig Haushalten des Ortes, die eigenen Vermarktung von Schweinen und der Anbau von speziellen Energiepflanzen zeugen davon, dass es Potenzial gibt, Ideen in die Tat umzusetzen.

Im Oktober vorigen Jahres ist der Betrieb mit dem Wirtschaftspreis Altmark ausgezeichnet worden.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Bauernpräsident Rukwied: Fragwürdige Diskussion um Feinstaub

Zur Eröffnung des gut besuchten Milchforums des DBV auf der Grünen Woche in Berlin nutzte Bauernpräsident Joachim Rukwied die Gelegenheit und kritisiert den Umgang mit einer bisher unveröffentlichten Studie des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie, die die Landwirtschaft als Hauptverursacher von Feinstaubemissionen darstellt. Der präsentierte Zusammenhang zwischen Feinstaub und vorzeitigen Todesfällen beruht auf Modellrechnungen, die in der Fachwelt auf erhebliche Zweifel stoßen, so Rukwied. Beanstandet wird insbesondere der Eindruck monokausaler Zusammenhänge zwischen Feinstaub und vorzeitigen Todesfällen.

„Solche spekulativen Hochrechnungen sind hochgradig unseriös“, betont DBV-Präsident Joachim Rukwied. Gleichzeitig verurteilte er die mediale Verwertung der unfertigen Studie als Effekthascherei und Affront gegen die Landwirtschaft.

Damit sprach er den Landwirten aus dem Herzen, deren Emotionen mit besagtem Fernsehbeitrag derzeit kochen.

Ziel des DBV-Fachforums Milch war es den Prozess für eine langfristig angelegte Strategie für den Milchsektor zu beginnen.

Jeder vierte Landwirt in Deutschland ist Milchbauer. Die Branche ist also von herausgehobener Bedeutung für die gesamte Landwirtschaft und die Wirtschaftskraft im ländlichen Raum. Dieser Sektor muss sich mit gemeinsamen Anstrengungen den aktuellen und kommenden Herausforderungen stellen.

Milchbauernpräsident Karsten Schmal erläuterte beim Fachforum wesentliche Anliegen des DBV: „Es muss uns gelingen, die Wettbewerbsfähigkeit der Milcherzeugung im zunehmend liberalen Marktumfeld zu erhalten, Produktionsrisiken – hierbei vor allem die zunehmend stark schwankenden Erzeugerpreise – zu meistern und die gesellschaftliche Akzeptanz einer modernen Milchproduktion langfristig zu erhalten.“

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V. sowie PM DBV

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