Ausbildungsbetrieb des Jahres 2019 gesucht

Der Kreisbauernverband hat den Wettbewerb „Ausbildungsbetriebes des Jahres 2019“ gestartet.

Mitgliedsbetriebe, die derzeit aktiv die Berufe Landwirt, Tierwirt oder Fachkraft Agrarservice ausbilden, können sich am Wettbewerb beteiligen.

Ausbildung ist Zukunftssicherung für die Branche.

Azubis zu finden ist angesichts der Vielfalt der Angebote keine leichte Aufgabe.

Die Landwirtschaft hat ihre Nachwuchsgewinnung in den letzten Jahren aktiviert.

Ausbildungsbetriebe sind auf Online Portalen und in den Print- Medien unterwegs.

Gezielt werden aber auch bewährte Strukturen wie Betriebspraktika für Schüler, Betriebsvorstellungen, Messebesuche oder die Elternansprache genutzt.

Eine Ausbildung ist für die jungen Menschen die erste Stufe auf dem Weg ins Berufsleben.

Den Ausbildungsbetrieben mit ihren Ausbildern stehen in der Verantwortung, mit den jeweiligen individuellen Voraussetzungen des Azubis über alle Klippen der Lehre zu gelangen.

Sie müssen die jungen Menschen motivieren und mit berufsspezifischen Fähigkeiten ausstatten, so dass sie zu selbstständigen und eigenverantwortlichen Fachkräften für den Betrieb oder auch für die Landwirtschaftsbranche werden.

Auch in diesem Jahr soll der beste Ausbildungsbetrieb auf dem Kreisbauerntag mit einem Hofschild geehrt werden.

Antragsunterlagen können beim Kreisbauernverband abgefordert werden und sind bis zum 15. Februar 2019 dort einzureichen.

Der Gewinner wird nominiert für den Wettbewerb auf Landesebene im Herbst 2019.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband

 

Verwaltungsmonster vor der Staatskanzlei in Magdeburg angeprangert

Die seit dem 01.01.2019 in Kraft getretene Natura 2000 Landesverordnung war der Anlass des heutigen Protestes vor der Staatskanzlei in Magdeburg.

Während im Gebäude das Kabinett tagte, machten die von der Landesverordnung betroffenen Menschen aus dem ländlichen Raum ihrem Unmut Luft.

Nicht mal das wackeln einer Gardine in der Staatskanzlei verriet, dass Botschaften der Landwirte, Waldbesitzer, Jäger und Angler in das Haus drangen.

Dabei war es den Menschen auf der Straße wichtig zum Ausdruck zu bringen, was ihnen im jahrelangen Prozess der Verordnungsgestaltung, die zu einem wahren Verwalungsmonster aufgebläht ist, nicht gelungen war:

Schutz des Eigentums, Folgenabschätzungen für Einschränkungen, Erhalt von produktiven Flächen, Vermeidung von bürokratischen Vorschriften.

„Wir wollen und können die Landesverordnung nicht einfach so geschehen lassen“, rief Bauernpräsident Olaf Feuerborn. Naturschutz gegen die betroffenen Bürger und Nutzer der Landschaft vor Ort kann mit der fast 800 Seiten starken Landesverordnung nicht gelingen.

Von den Verboten weg und hin zu echten Kooperationen im Naturschutz muss das Gebot der Stunde lauten, wenn wir natürliche Lebensräume auf Dauer schützen wollen, so Feuerborn.

Von der Natura 2000 Landesverordnung betroffene Landwirte aus dem Altmarkkreis Salzwedel waren auch unter den Demonstranten zu finden.

Wir sind nicht gegen den Naturschutz, war von ihnen zu hören, aber von zusätzlichen Verwaltungsvorschriften, Bewirtschaftungseinschränkungen, Kontrollen und Sanktionen auf gepachteten oder Eigentumsflächen haben wir die Nase voll.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Landwirte informieren sich zum Ausweisungsverfahren am Grünen Band

Da vorgesehen ist, das Grüne Band Sachsen-Anhalt bis zum Jahrestag der Öffnung der innerdeutschen Grenze 2019 als „Nationales Naturmonument“ gemäß § 24 Bundesnaturschutzgesetz auszuweisen, hatte der  Kreisbauernverband Dr. Ekkehard Wallbaum, Abteilungsleiter Wasserwirtschaft und Naturschutz im MULE, geladen, um sich über das Vorhaben zu informieren.

Die Unterschutzstellung soll per Gesetz erfolgen.

Das Einbringen eines Gesetzentwurfs in den Landtag ist für das 1. Halbjahr 2019 vorgesehen.

Im Altmarkkreis Salzwedel stehen 133 Kilometer Länge in unterschiedlicher Ausprägung zwischen Landesgrenze und Kolonnenweg in 27 Gemarkungen zur Ausweisung an.

Insgesamt ergibt sich eine Fläche von über 850 Hektar, erfuhren die Landwirte.

Zurzeit wird über ein beauftragtes Büro flurstücksscharf erfasst, wie die Grundstücke genutzt werden. Langfristig soll privates Eigentum in öffentliches Eigentum bzw. Eigentum grüner Verbände überführt werden.

Obwohl die naturschutzfachlichen und landeskundlichen Aspekte nachvollziehbar sind, steckt für die Landwirte der Teufel im Detail.

Für Unsicherheit sorgt ein zu erstellendes Rahmenkonzept für Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen.

Für die Landnutzer spielt die Bewirtschaftung und Beweidung sowie die Teilnahme an AUKM Maßnahmen eine entscheidende Rolle.

Die bisherigen Pachtverträge sind oftmals nur Jahresverträge, bei denen die Nutzung mit der Einschränkung der Landbewirtschaftung verknüpft sein kann und die dennoch der Pachterhöhung unterliegen.

Es wird gefordert, diese Aspekte mit in die weitere Betrachtung einzubeziehen.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Verabschiedung des Vorsitzenden des DBV Fachausschusses Ökologischer Landbau

Seit zwanzig Jahren hat sich Dr. Heinrich Graf von Bassewitz für die Integration des Ökolandbaus bei der Arbeit des Deutschen Bauernverbandes stark gemacht.

Auf der Dezembersitzung verabschiedete sich der DBV Fachausschuss von ihm.

Von Bassewitz bleibt zunächst in Brüssel DBV Bauernvertreter für den Ökolandbau.

Er strebt für April 2019 für weitere 2 Jahre die Stellvertreterposition in der COPA AG Ökolandbau an.

Zur Würdigung seiner Arbeit beschrieb Carsten Niemann, langjähriger und künftiger Stellvertreter von Dr. von Bassewitz, die Anfänge der Zusammenarbeit und den Weg von einer Arbeitsgruppe in Bonn bis zum fest etablierten Fachausschuss in Berlin.

Von Bassewitz war angetreten, um die Gräben zwischen ökologischer und konventioneller Landwirtschaft zu überwinden.

„Das wurde zum Anfang gar nicht gern gesehen und war wie in einer Löwengrube“, beschrieb Heinrich von Bassewirt in seinem persönlichen Fazit.

Er wünschte seinem Nachfolger, dem Brandenburger Bauernpräsidenten Henrik Wendorff, bei der Vertretung der Öko-Interessen im DBV ein gutes Händchen, denn Aufgaben gäbe es genug.

Der Fortgang bei der neuen EU Ökoverordnung, die Gentechnikdebatte, die Begleitung der Strategie von zwanzig Prozent Ökolandbau sind nur einige Aspekte auf dem Weg zu einem großen Ziel, dass Dr. Heinrich Graf von Bassewitz so beschrieb: Ein gemeinsamer, nachhaltiger Landbau für alle Bauern.

Es wird ist vorgesehen, dass Carsten Niemann den DBV FA Ökolandbau im BÖLN Beirat vertreten soll.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Erfahren, wo unsere Nahrung ihren Ursprung hat – Landwirte stehen Rede und Antwort

Das Interesse der Schülerinnen und Schüler verschiedenster Schulformen an der Landwirtschaft im Landkreis war auch 2018 wieder sehr hoch.

Mädchen und Jungen verschiedenster Altersklassen aus 62 Schulklassen haben sich live in Landwirtschaftsbetrieben vor Ort informiert.

Neun Klassen sind zur Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau nach Iden gefahren, um sich dort in der Tierhaltung und bei den Ausbildungsmöglichkeiten umzusehen.

Erstmalig konnten die Besichtigung der Milchverarbeitung in der Altmarkkäserei Uelzena GmbH in Bismark sowie die Verarbeitung der Zuckerrüben in Uelzen mit angeboten werden.

Um einen Einblick in die Betriebsabläufe und in die Ställe der hiesigen Agrarbetriebe zu gewährleisten haben sich 15 Betriebe am Projekt “Bauernhof als Klassenzimmer“ mit viel Kompetenz und persönlichem Einsatz beteiligt.

Die Unternehmer und Mitarbeiter dieser Betriebe haben stellvertretend für alle anderen Landwirte die Verantwortung wahrgenommen, um den Dialog zwischen der Landwirtschaft und der Gesellschaft zu fördern.

Für das kommende Jahr haben siebzig Klassen signalisiert, dass sie einen Blick hinter die Hoftore werfen wollen.

Ob als Ergänzung zum Schulstoff oder im Rahmen von Projekttagen – in der hiesigen Landwirtschaft gibt es jede Menge zu erfahren und zu erkunden.

Der persönliche Kontakt zu den Landwirten ermöglicht es, dass zur Ackerbewirtschaftung und zum Umgang mit landwirtschaftlichen Nutztieren nachgefragt werden kann und fördert das Verständnis zum Ursprung unserer Nahrungsmittel.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Landwirte beim Erfahrungsaustausch für das Projekt TIP – „Tage in der Praxis“

TIP -Tage in der Praxis – ist ein Angebot zur vertieften Berufsorientierung für Schüler und Schülerinnen der Klassenstufe 9 an den Sekundar- sowie Förderschulen des Altmarkkreises Salzwedel.

Über 170 Arbeitgeber beteiligen sich am Projekt. Unter ihnen 21 Landwirtschaftsbetriebe.

Im 1. Schulhalbjahr hat der Bauernverband, neben der IHK, der Kreishandwerkerschaft und weiteren Institutionen die Chance genutzt, um die Ausbildungsberufe in der Landwirtschaft vorzustellen.

Im nächsten Schritt erhalten die Schüler die Gelegenheit, mindestens zwei Berufsgruppen vertiefend kennenzulernen. Es werden berufstheoretische und berufspraktische Kenntnisse vermittelt und jeder Schüler wird individuell auf die folgenden Praxistage vorbereitet.

Im 2. Schulhalbjahr wird jeder Schüler dann alle 14 Tage für einen Unterrichtstag in die betrieblichen Abläufe des Praktikumsbetriebes eingebunden und während dieser Phase von einem Jobcoach betreut.

Ziel ist es, dass die jungen Menschen das Berufsfeld und die betrieblichen Gegebenheiten in der Praxis ausprobieren können, um letztendlich die richtige Berufswahl zu treffen.

Der Idealfall ist dabei eine Ausbildungszusage.

Wie kann das Projekt „Tage in der Praxis“ dauerhaft für die Berufsorientierung etabliert werden war Inhalt eines Erfahrungsaustausches im November in Kuhfelde.

Das Projektteam des Vereins zur Förderung der beruflichen Bildung, die Rümsa-Koordinierungsstelle , Schüler, Eltern und Lehrer aus den teilnehmenden Schulen und beteiligte Arbeitgeber kamen in verschiedenen Workshops ins Gespräch, um letztendlich den bestmöglichen Berufsfindungsprozess für die jungen Leute hier in der Region zu begleiten.

Bisher konnten 235 Schüler aus 249 Praktikumsplätzen aussuchen.

Die meisten Schüler (72) haben sich für Praxistage in einem Bau- oder Handwerksbetrieb entschieden, gefolgt vom Bereich Gesundheit/Pflege/Soziales (55). 47 Schüler orientieren sich im Bereich Verwaltung/Handel.

Für einen Blick in die Grünen Berufe entschieden sich 38 jungen Menschen.

Berufsorientierung ist ein Dauerthema und es bleibt zu hoffen, dass sich aus dem Projekt Beständigkeit entwickelt.

Text:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V., Foto: Projektteam VfB Salzwedel

Ministerpräsident brachte auf dem Bauerntag seine Wertschätzung für den Berufsstand zum Ausdruck

Auf dem 30. Landesbauernverbandstag in Ebendorf brachte Dr. Rainer Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, seine Wertschätzung für den landwirtschaftlichen Berufsstand zum Ausdruck. Unmittelbar nach der Einführungsrede von Bauernpräsident Olaf Feuerborn betonte er, dass die heutige Landwirtschaft die umweltfreundlichste ist, die es je gegeben hat.

Der Beschäftigungseffekt der Landwirtschaft und die getätigten Investitionen seinen aus seiner Sicht ein wichtiges Element für den ländlichen Raum.

Mit Blick auf die Dürresituation dieses Jahres zog er einen Rückblick auf vergangene Jahrhunderte, wo Dürrejahre katastrophale Auswirkungen hatten.

Obwohl eine Dürrehilfsprogramm da ist, sei er auch nicht froh, dass so ein kompliziertes Regelwerk damit verknüpft ist.

Es sei aber sein Ansatz gewesen, dass alle Ressorts schauen, welches Geld in das Programm gegeben werden kann. Die Bauernschaft gab ihm mit auf den Weg, dass die Gelder nun auch ausgereicht werden müssen.

Bei der Umsetzung der Natura 2000 Landesverordnung sieht der Ministerpräsident den Vorrang von Nutzung unter Beachtung von Naturschutzaspekten.

Im Dezember werde sich das Kabinett und auch die Arbeitsgruppe Umwelt des Landtages mit einer Anhörung damit befassen.

Weitere Themen im Redebeitrag wie auch in der Diskussion waren die Schafhaltung und der Umgang mit dem Wolf, die Kontrollen in der Tierhaltung und die Agrarstruktur.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

 

Präsident Feuerborn umriss die Interessen des Berufsstandes im Beisein des Ministerpräsidenten

In seiner Rede auf dem 30. Landesbauernverbandstag am 21.11.2018 in Ebendorf betonte Präsident Olaf Feuerborn im Beisein von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff: „Für uns Landwirte war es ein Jahr mit deutlichen Ertragseinbußen und Niederschlägen, auf die wir bis heute warten.“

Die Winterkulturen mussten ohne nennenswerten Bodenwasservorrat einen schwierigen Start hinlegen und die Futterversorgung ist sehr ernst zu nehmen.

Die finanzielle Situation ist angespannt.

Der Bauernverband habe sich sehr bemüht, ein Dürrehilfsprogramm anzuschieben.

„Mit dem Verfahren der Antragstellung sind wir nicht zufrieden, das haben wir auch so kommuniziert“, berichtete er mit Blick auf die Mitglieder und den Ministerpräsidenten des Landes.

„Wir sind im ländlichen Raum Arbeitgeber und Auftraggeber und wir können diese Funktionen nur erfüllen, wenn wir finanzielle Stabilität in den Betrieben haben“, so der Präsident.

Jeden Tag ausreichend Essen sei eine Selbstverständlichkeit, aber das Vorhandensein von Landwirtschaftsbetrieben im Ländlichen Raum wird aus Bauernsicht nicht genug wertgeschätzt.

Im Land werden keine Impulse gesetzt, um in die Tierhaltung zu investieren, die aus seiner Sicht für eine Kreislaufwirtschaft unerlässlich ist.

Die Förderung des ökologischen Landbaus sein ein Politikversprechen, welches auch eingehalten werden muss, ohne die konventionelle Landwirtschaft bei ihren Umweltprogrammen zu beschneiden.

Mit Blick auf die GAP 2020 betonte er die Stabilität der ersten Säule.

Er wies eindrücklich darauf hin, dass eine Weidetierhaltung, wie von der Gesellschaft im Sinne von Tierwohl und Biotoppflege gefordert, auf Dauer nicht möglich sein wird, ohne Regulierung der wachsenden Wolfspopulation.

Eine Politik für die Landwirtschaft stärkt den ländlichen Raum, so Präsident Feuerborn.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Mitteldeutschen Bio-Branchentreffen in Erfurt

Das diesjährige Mitteldeutsche Bio-Branchentreffen fand im thüringischen Erfurt statt. Das 11. Treffen der Akteure der Ökobranche war gut besucht und stand unter dem Motto: „Regionale Bio-Produkte in die Kantine“. Die Veranstaltung, angelegt als Erfahrungsplattform, Wissensvermittler und Vernetzungsinstrument, wurde von Ökolandwirt Carsten Niemann aus Ritzleben, moderiert.

In seiner Begrüßung erklärte Stefan Simon, Vorstandsvorsitzender des Vereins Thüringer Ökoherz e. V., dass in immer mehr Supermarktregalen die Bio-Erzeugnisse ihren Platz finden aber in der Außer-Haus-Verpflegung noch Nachholbedarf besteht.

Der Präsident des Thüringer Bauernverbandes, Dr. Klaus Wagner, sieht das Land auf einem guten Wege. Von rund 15.000 Hektar im Jahr 1996 hat sich der Ökolandbau auf 41.000 Hektar in Thüringen entwickelt. Der Bauernverband betrachte konventionell und ökologisch arbeitende Betriebe als gleichberechtigt. „Am Ende entscheidet für jedes Unternehmen die Wirtschaftlichkeit“, so Wagner.

Die Entwicklung der Außer-Haus Verpflegung mit Bioprodukten kann ein stabiler Absatzweg für die Bio-Produktion werden, betonte er.

Die Thüringer Agrarministerin Birgit Keller sah im regionalen Ökolandbau eine gute Antwort auf die sich langsam wiedereinstellenden Fragen der Bürger nach der Herkunft ihrer Lebensmittel.

Die Erhöhung des Bioangebot in Kantinen sei ein wichtiger Beitrag für die regionale Wertschöpfung, so Keller.

Der erste Fachvortrag wurde per Video- Übertragung gehalten, was der Aussagekraft des Inhaltes aber keinen Abbruch tat.

Thomas Voß, Stellvertretender Kaufmännischer Direktor der LWL-Kliniken Münster und Lengerich sowie Mitglied im Netzwerk der Biomentoren, stellte die Aktivitäten der Kliniken hinsichtlich der Verbesserung der Umweltwirkungen und der Essenversorgung dar.

Er beschrieb die schrittweise Umstellung der Speisekarte der Kliniken unter den Aspekten des Einbezugs von regionalen Bioprodukten, regionalen konventionell verfügbaren Produkten und der saisonal verfügbaren Ware. Er machte deutlich, dass auch mit einem für die Verpflegung zur Verfügung stehenden Anteil an einem Krankenhausbudget regionales und nachhaltiges Essen möglich ist.

Während der Anteil der Außer-Haus -Verpflegung in Mitteldeutschland noch gering ist, sieht es in Dänemark ganz anders aus.

Kenneth HØjgaard, Ernährungshaus Kopenhagen, erläuterte, dass es in der Stadt Kopenhagen eine politische Vorgabe der Oberbürgermeisterin gewesen sei, gesünderes und besseres Essen in Kantinen anzubieten.

„Wir wollten Schluss machen mit „dem Schema F beim Abfüttern in öffentlichen Kantinen“ und haben uns der Mission einer nachhaltigen, gesunden und lebensfrohen Esskultur verpflichtet“, so der Däne.

Mit den regionalen Erzeugnissen, die frisch gekocht werden, habe man auch die Köche begeistern können und so den Bio-Anteil in der dänischen Gemeinschaftsverpflegung kontinuierlich erhöht.

Ökoumstellung in den Köpfen und in den Töpfen hat dazu geführt, dass viele dänische Küchen ein Bio-Zertifikat – in Gold, Silber oder Bronze haben, je nachdem wie hoch der Anteil an Bioprodukten ist. Ein Wettbewerb, die sich selbst treibt.

Bio-Anteile von 60 oder gar 90 % sind laut Aussage von Kenneth HØjgaard heute in Dänemark zu finden.

Beide Vorträge gaben den nötigen Schwung die thematischen Podiumsgespräche und den Ausblick auf die Wachstumsperspektiven des Ökolandbaus.

Das 12. Mitteldeutsche Biobranchentreffen wird im kommenden Jahr in Sachsen-Anhalt stattfinden.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

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