Ein Festival mit vielen Kontakten

Das Altmark-Macher-Festival auf dem Gelände der Berufsschule in Salzwedel bot unter dem Motto „selbst.bewusst.gestalten“ viele Möglichkeiten für Schülerinnen und Schüler sich über die Perspektiven in der Altmark zu informieren.

Unter den rund siebzig Unternehmen, die sich auf dem Festival präsentierten, war auch die Landwirtschaft vertreten.

Hautgesprächsthema war die Ausbildungsberufe in der Landwirtschaft und im Landmaschinenbereich.

Die Firma Agravis Technik Heide-Altmark GmbH aus Winterfeld hatte einen modernen Schlepper präsent, der die Grundlage für viele Gespräche war.

Beim Milchkontrollverband Klötze konnte das Melken ausprobiert werden.

Der Kreisbauernverband hatte eine Milchverkostung vorbereitet.

Die zu absolvierenden Schüleraktivitäten mit Schnitzeljagd und Bingo führten schnell dazu, dass an den Ständen interessante Gespräche rund um die Landwirtschaft zu Stande kamen.

Im Jugendfimwettbewerb “Und was machst du morgen…?!“ holte sich die Dährer Sekundarschule mit ihrem Beitrag zur beruflichen Zukunft in der Landwirtschaft den zweiten Platz.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Vorstand im Gespräch mit Landrat Ziche

Der Vorstand des Kreisbauernverbandes und Landrat Michael Ziche trafen sich in der vorigen Woche in der Landwirtschaftsprodukte e.G. in Bandau.

Der Betrieb hatte sich entschlossen, die Milchviehhaltung aufzugeben und ist in die Mast von Färsen umgestiegen.

Am Standort in Peertz erläuterte Geschäftsführer Harald Könnig den Ansatz, weiterhin Rinder im Betrieb zu halten.

Beim Zukauf von weiblichen Mastrindern ist der Betrieb dabei Handelsbeziehungen, auch zu Mutterkuhhaltern aus dem Landkreis, aufzubauen. Fütterung und Haltung spielen eine Rolle bei zahlreichen Zertifizierungsverfahren, die wiederum die Grundlage für Verkauf und Vermarktung sind.

Eigentlich wollte der Landwirtschaftsbetrieb mehr Wert auf Regionalität legen und hat Probeschlachtungen bei ansässigen Schlachtunternehmen durchgeführt.

Leider hatte sich die Idee nicht verwirklichen lassen und so gehen die Tiere an ferne Schlachthöfe und das wertvolle Fleisch in andere Länder der EU.

Im Gespräch mit dem Landrat war ein Faden schnell gefunden, denn die Landwirtschaft ist häufig Thema in der Presse.

Die Bauern sind sehr sensibel, wenn es um pauschale Darstellungen zum Umgang mit Wasser, zu Forderungen zur Düngeverordnung, zur Ausbringung von organischem Dünger oder beispielsweise zur Agrarstruktur geht.

Die Praktiker berichteten von der Ernte der Feldfrüchte, die bedingt durch den Wassermangel des Vorjahres auch in diesem Jahr nicht zufriedenstellend ist und die finanzielle Lage in den Betrieben sehr anspannt.

Die Tendenz der Auszahlungspreise für die Milch verschärfen die Situation noch.

Wiederkehrendes Thema war der Auswuchs der Bürokratie.

Die Betriebe empfinden die Zunahme der Regelungswut in Deutschland, oft unter dem Deckmäntelchen der EU, als riesigen Belastungsfaktor.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Ehrung von Dr. Gerd Heckenberger und Udo Schulze

Die diesjährige Veranstaltung zur Übergabe der Berufsschulzeugnisse und zur Freisprechung der Jungfacharbeiter wurde als Rahmen genutzt, um Personen zu ehren, die sich besonders bei der Ausbildung in den Berufen Landwirt, Tierwirt und Fachkraft Agrarservice engagieren.

Moderator Frank Wiese, Vorsitzender des Fachausschusses Berufsbildung und Bildungspolitik des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e. V., betonte, dass der Erfolg der dualen Ausbildung durch viele Personen geprägt ist.

„Wir haben uns in diesem Jahr auf zwei Personen festgelegt, die maßgeblich an der überbetrieblichen Ausbildung am Zentrum für Tierhaltung und Technik in Iden die Qualität im Focus haben bzw. hatten“, so Wiese, der Dr. Gerd Heckenberger und Udo Schulze nach vorn auf die Bühne bat.

Ihnen wurde für ihr Engagement rund um die Ausbildung, die das Fundament für den weiteren Lebensweg der heutigen Absolventinnen und Absolventen ist, gedankt.

In seiner Laudatio betonte Frank Wiese den persönlichen Einsatz von Dr. Gerd Heckenberger, der Abteilungsleiter bei der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau und somit Leiter des Zentrums für Tierhaltung und Technik in Iden.

Heckenberger ist langjähriges Mitglied im Berufsbildungsausschuss für die Berufe der Landwirtschaft und Hauswirtschaft Sachsen-Anhalts und wirkt stets auf den verschiedensten Ebenen auf die Entwicklung der Qualität der beruflichen Bildung hin.

Udo Schulze hatte sämtliche Auszubildenden im Bereich der Schweinehaltung aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in irgendeiner Art unter seinen persönlichen Fittichen.

Ihm ist es zu verdanken, dass die zuständigen Stellen der drei Bundesländer ordnungsgemäß und Jahr für Jahr die Zwischen-, Abschluss- und Wiederholungsprüfungen in der Schweinehaltung durchführen konnten.

Wiese bedankte sich bei den Beiden und wünschte Dr. Heckenberger viel Erfolg bei der weiteren Gestaltung des Zentrums in Iden und Udo Schulze alles Gute für den verdienten Ruhestand.

Foto: K.Ramminger BV Stendal e. V., Text: A.Jacobs, BV AMK SAW e. V.

 

 

Übergabe der Berufsabschlusszeugnisse: Sicht eines Ausbildungsbetriebes

Die Sicht der Ausbildungsbetriebe legte in diesem Jahr Raimund Punke, Geschäftsführer der Milcherzeugergenossenschaft Klötze e. G., dar.

Der Betrieb bildet seit 1990 in den Berufen Landwirt, Tierwirt und Fachkraft Agrarservice aus.

Bis dato haben vierzig junge Menschen eine Ausbildung in diesem Betrieb absolviert.

„Sie verlassen jetzt unsere Obhut und wir hoffen, dass es uns gut gelungen ist, ihnen das

nötige Rüstzeug mit auf den Weg zu geben“ so Punke auf der feierlichen Veranstaltung zur Zeugnisübergabe und Freisprechung.

Er legte dar, dass auch die Ausbilder den heutigen Tag etwas wehmütig aber trotzdem mit Stolz erleben.

In den Ausbildungsbetrieben wurde die Entwicklung der jungen Menschen über drei Jahre hinweg begleitet.

Die Ausbilder haben die zum Teil noch sehr jungen Menschen motiviert, unterstützt und mit den Arbeiten in der Landwirtschaft vertraut gemacht.

Auch für die Ausbilder ist Ausbildung ein hartes Stück Arbeit.

„Wir müssen ganz individuell auf die gerade aus dem Elternhaus flügge werdenden Azubis eingehen und diese fordern, fördern, anschieben und manchmal auch bremsen“, so Raimund Punke.

Die Anstrengung wird belohnt, wenn wir Ausbilder sehen, wie sich die Azubis entwickeln und mit Fachwissen und Verantwortung in ihren Beruf hineinwachsen.

Er danke allen an der dualen Ausbildung beteiligten Personen, denn der Erfolg hat viele Väter.

Den Absolventen wünschte er Freude an ihrem Beruf und Wertschätzung ihrer Arbeit durch die Gesellschaft.

Text :  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V., Fpto: BV AMK SAW e. V.

Zeugnisübergabe und Freisprechung in der Landwirtschaft

„Sie werden es heute noch nicht so spüren, aber die Frage: Was hast du gelernt? wird sie ihr Leben lang begleiten, so Raimund Punke, der stellvertretend für die Ausbildungsbetriebe bei der feierlichen Übergabe der Berufsabschlusszeugnisse sprach.

Und ich hoffe, dass sie dann mit Stolz sagen: ich habe in der Landwirtschaft gelernt, so Punke.

Zum fünften Mal in Folge fand in der Sporthalle der Berufsschule eine zentrale Veranstaltung zur Zeugnisübergabe und zur Freisprechung der jungen Landwirte statt, die gemeinsam vom den sachsen-anhaltinischen Agrarverbänden organisiert wurde.

Erstmalig war auch ein Fischwirt und drei Landwirte mit einer Fachpraktiker-Ausbildung unter ihnen.

Von den Absolventen, die während ihrer dreijährigen dualen Ausbildung die berufsbildende Schule in Salzwedel besuchten, haben dreiundvierzig von ihnen am 23. August die Gelegenheit genutzt, um mit ihren Eltern und Freunden sowie den Ausbildungsbetrieben einen würdigen Abschluss zu begehen.

Sie kamen nicht nur aus dem Altmarkkreis Salzwedel, sondern auch aus den Landkreisen Stendal, Jerichower Land, Börde sowie Harz.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Wirtschaftspreis Altmark 2019 Bewerbung bis 03. September möglich

Unternehmen aus den Bereichen Verarbeitendes Gewerbe, Handwerk, Dienstleistungen und Landwirtschaft sind aufgerufen sich noch bis zum 3. September, um den Wirtschaftspreis zu bewerben.

Die erforderlichen Unterlagen sind unter www.wirtschaftspreis-altmark.de zu finden.

Aus unserem Kreisbauernverband sind bisher das Landwirtschaftliche Unternehmen Tangeln e. G., die Milcherzeugergenossenschaft Klötze e. G. sowie im letzten Jahr die Produktivgenossenschaft Neuferchau e. G. ausgezeichnet worden.

Mit dem Preis sollen solche Unternehmen gewürdigt werden, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen, mit ihrem regionalen Engagement entscheidend zum guten Ruf und zur weiteren Stärkung des Wirtschaftsstandortes Altmark beitragen, die mit Kompetenz, Kreativität und Ideenreichtum dafür sorgen, dass sich die Altmark auch in Zukunft als ein wettbewerbsfähiger und attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum weiterentwickelt.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Oldtimer Preispflügen am 25. August in Winterfeld

Die Vorbereitungen für das 18. Oldtimer- Preispflügen am kommenden Sonntag, 25. August 2019, in Winterfeld laufen. Am Straßenrand haben die Mitstreiter der Treckerfreunde Winterfeld wieder einen Strohtraktor aufgestellt, um auf das Event aufmerksam zu machen.

Gestartet wird am Sonntag um 9 Uhr auf dem Acker „Hinter den Höfen“ westlich der Winterfelder Lindenstraße. Für die zahlreich erwarteten Gäste sind genügend Parkplätze vorhanden.

Ein Teilemarkt, Eigenbautraktoren, das Traktorpulling und eine Sonderausstellung Simson sind Programmpunkte, die das Preispflügen in mehreren Kategorien umrahmen.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Für nähere Information haben die Treckerfreunde Winterfeld eine Homepage.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Blick auf das Regenradar macht süchtig

Heute geht nichts mehr ohne Handy. So auch in der Landwirtschaft.

„Der Blick auf das Regenradar macht süchtig“, so jüngst der Tenor auf der Vorstandssitzung des Kreisbauernverbandes.

Viele Entscheidungen hängen von der Wetterlage ab. Auch wenn letztendlich alle Arbeiten erledigt werden müssen, so möchten die Bauern doch den optimalen Zeitpunkt treffen und die Vorbereitungen dazu einrichten.

Den bangen Blick zum Himmel kann man am Frühstückstisch oder am späten Abend zu Hause durch einen Blick auf das Handy ersetzten. Die Familienangehörigen ertragen es meist geduldig.

Zwischendurch ist auch jederzeit ein mobiler Abruf möglich. Dabei sind in diesem Jahr die auf dem Radar im Anflug zu sehenden Wolken selten zum Zuge gekommen, um das wertvolle Nass auf die Felder zu schicken.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Pressegespräch des Kreisvorstandes zur laufenden Mähdruschernte

„Zwar hat sich das Ertragsniveau  im Vergleich zur Ernte des vergangenen Dürre-Jahres verbessert, dennoch müssen die Betriebe erneut mit Ertragseinbußen umgehen“, so der Kreisvorsitzende Raimund Punke im Pressegespräch des Vorstandes, die sich passend zum „Tag des Bieres“ ein Sommergerstenfeld als Fotomotiv gewählt hatten.

Das Niederschlagsdefizit des letzten Jahres, die trockenen Aussaatbedingungen für die Winterkulturen, die Hitzetage und die bisherigen Niederschläge mit langen Trockenphasen Ende Mai und Ende Juni wurden als Ursachen von den Landwirten angeführt.

Die bisherigen Ernteergebnisse variieren in diesem Jahr sehr stark, da die Niederschlagsverteilung sehr kleinräumig war.

Der Aufbau von Winterfutterreserven für Wiederkäuer wurde als sehr schwierig eingeschätzt. Auf dem Grünland gibt es nach zwei knappen Schnitten kaum noch Zuwachs.

Auch die Maisbestände zeigen sich sehr differenziert und sind auf den leichten Standorten bereits vertrocknet.

Die Zuckerrüben stehen immer wieder in der Entwicklung und erste Trockenschäden sind sichtbar.

Kartoffeln ohne Beregnung reduzieren den Knollenansatz.

Im Altmarkkreis Salzwedel werden auf rund 50 Prozent des Ackerlandes Druschfrüchte angebaut. In diesem Jahr hatte sich der Rapsanbau mehr als halbiert.

Die Erntearbeiten bei Winterroggen, Sommergeste und Raps stehen derzeit an, wenn die Wetterlage wieder passt.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Sommerzeit- Erntezeit

Die Mähdrescher sind bei strahlendem Himmel und heißen Temperaturen an den Staubwolken schon von weitem zu erkennen.

Nach dem im letzten Jahr die Ernte vertrocknet ist, hoffen die Bauern auf bessere Erträge.

Die Natur hat sich angestrengt und mehr Niederschlag ins Land geschickt als im Vorjahreszeitraum.

Aber das Defizit von über 250 Litern pro Quadratmeter aus dem Jahr 2018 zeigt seine Auswirkung bis heute.

Ernteergebnisse bei Wintergerste, Erbsen, Lupine, Winterweizen und Winterraps sind deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt.

Die derzeitige Wetterlage lässt die Bestände abreifen und sorgt dafür, dass alle Bauern zu tun haben.

Vom Dreschen, Abfahren, Einlagern, Stroh pressen und Feld räumen bis hin zum Stoppelsturz, denn nach der Ernte ist vor der Aussaat.

Auch wenn die Druschfrüchte für die Ernte trocken sein müssen, besteht weiterhin ein sehr hoher Bedarf an Niederschlägen.

Grünland und die Sommerkulturen, wie Zuckerrüben, Mais oder Kartoffeln, sind für ihre Entwicklung auf weitere ergiebige Regenfälle angewiesen.

Die Lage für die Versorgung der Tierbestände mit Rauhfutter wird von den Landwirten sehr kritisch gesehen.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

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