Wochenbrief 36 / 2026

des Bauernverband Sachsen-Anhalt e. V.

unter anderem mit den Themen:

  • DBV fordert Sofortprogramm für die Landwirtschaft
  • DBV – Präsident Rukwied fordert mehr Mut zu Reformen
  • Flächenmonitoring und Antragsänderungen

Unseren Mitgliedern stehen alle Beiträge des aktuelles Wochenbriefes im

Mitgliederbereich des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e. V.

zur Verfügung.

Bild : PM Deutscher Bauernverband e. V.

Pressegespräch des Vorstandes zur Ernte: Die schwächste Kultur war der Raps

In dieser Woche hatte der Vorstand die Lokalpresse geladen, um über die bisherigen Ernteergebnisse im Landkreis zu informieren.

Daniel Paul, Vorstandsvorsitzender des Kreisverbandes, fasste die Gesamtsituation zusammen: Die Betriebe mussten in diesem Erntejahr mit sehr hohen Kosten für Kraftstoff und Düngemittel umgehen.

Die Ergebnisse der Ernte sind unterdurchschnittlich, wobei der Raps mit den schwächsten Ergebnissen abgeschlossen hat. In Kombination mit den geringen Erzeugerpreisen ergibt sich insgesamt eine angespannte wirtschaftliche Situation.

Neben der allgemeinen Tendenz ist eine Erntebilanz auch immer betriebsindividuell zu betrachten.

Die Berufskollegen ergänzten, dass die Ernte der Wintergerste mit guten Ergebnissen zu Buche steht.

Die Startbedingungen der Kulturen im Frühjahr waren gut.

In der Hitzeperiode im Juni, die in eine regelrechte Hitzewelle mit mehreren Tagen Richtung 40 Grad Celsius umschlug, sahen die Landwirte die Ursache der schwachen Ertragsleistungen.

Die Gerste war zu diesem Zeitpunkt ausgreift.

Alle anderen Druschkulturen gingen teilweise in die Notreife über.

Die Zunahme von Wetterextremen, die kleinteilige Verteilung von Regen und insgesamt zu wenig Niederschlag, sind eben ein unkalkulierbares Risiko, so die Landwirte, die bereits wieder mit der Aussaat der Folgekulturen beschäftigt sind.

Die Landwirtschaft ist ein Prozess, der nicht einfach angehalten werden kann.

Anbauentscheidungen müssen getroffen werden, dessen Erfolg oder Nichterfolg erst Mitte nächsten Jahres zu sehen sind.

Ohne Optimismus geht es nicht, so waren sich die Landwirte einig.

Daniel Paul hatte von seinem Feldern Rüben- und Maispflanzen, jeweils mit und ohne Feldberegnung, zur Anschauung mitgebracht.

Die Unterschiede waren deutlich zu sehen.

Bild und Text: A. Jacobs – Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

Blumen für die Impulsgeber

Seit Sommer 2006 kann im Agrarbereich der Berufsbildenden Schulen des Altmarkkreises Salzwedel als Zusatzangebot die Fachhochschulreife erworben werden.

Anette Meyer und Frank Wiese wurden für ihren besonderen Einsatz, diesen Bildungsgang vor zwanzig Jahren initiiert zu haben, geehrt.

Sie haben damit die Basis der Ausbildung für künftige Führungskräfte in der Landwirtschaft geschaffen.

Gemeinsam mit dem damaligen Schulleiter Peter Lahmann haben sie sich für die Auslegung der rechtlichen Rahmenbedingungen und die Gestaltung des Zusatzunterrichts stark gemacht.

Vor dem Start wurde kräftig die Werbetrommel gerührt, um junge Menschen zu motivieren, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Im Schuljahr 2006/2007 haben dann erstmalig zwölf junge Menschen diesen Bildungsgang gewählt.

Für den Erwerb des schulischen Teiles der Fachhochschulreife wird in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Physik Zusatzunterricht angeboten.

Der schulische Teil der Fachhochschulreife wird erteilt, wenn die Zusatzprüfung erfolgreich absolviert wurde. Mit Bestehen der Gesellenprüfung wird die Allgemeine Fachhochschulreife erworben und berechtigt zur Aufnahme eines Studiums an einer Fachhochschule.

In ihrer Laudatio dankte Schulleiterin Antje Tepper, der langjährig engagierten ehemaligen Berufsschullehrerin Anette Meyer und dem Lückstedter Betriebsleiter Frank Wiese für den hohen persönlichen Einsatz.

Inzwischen kann in weiteren Berufsbereichen, wie beispielsweise Metalltechnik und Holztechnik das Zusatzangebot in Salzwedel genutzt werden.

Mit dem Start vor zwanzig Jahren und der Vollendung des Abschlusses in bisher 18 Jahren haben 155 junge Leute eine Studienberechtigung erhalten, mit der sie ihren individuellen Lebensweg nach der Berufsausbildung gestalten können.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.