Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel

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Vorstandsmitglieder bei Präsidiumssitzung und Polit – Talk in Halberstadt

Auf der Präsidiumssitzung des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt in Halberstadt stellte sich die Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes, Stefanie Sabet, erstmalig bei den Mitgliedern aus Sachsen Anhalt vor.

In ihren Ausführungen zur aktuellen Lage der Landwirtschaft mit hohen Kosten und niedrigen Preisen betonte sie die Notwendigkeit für dauerhafte Steuererleichterungen und die Aussetzung des CO₂-Grenzausgleichs für Dünger.

Eine stabile Lebensmittelversorgung ist die Leistung einer gesamten Kette vom Feld bis auf den Teller.

Dem entsprechend müssen die hohen Kosten auch von der gesamten Kette getragen werden und nicht nur von den Landwirten, so Sabet.

Ihre Bilanz für ein Jahr nach Amtsantritt der Bundesregierung fiel verhalten aus.

Der zur Wahl angekündigte Politikwechsel ist wenig zu erkennen.

Es fehlt das Vertrauen in die Wirtschaft, um endlich wirksam den Bürokratieabbau anzugehen und unnötige Reglungen abzubauen.

Staatssekretär Gerd Zender legte mit Blick auf die GAP 2028 dar, dass wir derzeit noch keine verlässlichen Rahmenbedingungen für die Landwirte haben.

Seine Ausführungen zur Wiederherstellungsverordnung, zum Tierhaltungskennzeichnungsgesetz und zum Düngerecht machten deutlich, wie wichtig ein fachlicher und politischer Austausch ist.

Björn Fromm, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmitteleinzelhandels, beleuchtete die Aspekte zwischen den Erzeugern, den Verarbeitern, den Händlern bis hin zu den Kaufentscheidungen der Verbraucher.

Es gilt die Lebensmittelkette im Interesse aller, auch unter harten Wettbewerbsbedingungen, in Balance zu halten, so Fromm.

Im Polit-Talk diskutierten Vertreter der zur Landtagswahl aufgestellten Parteien zur Zukunft der Landwirtschaft und des Ländlichen Raumes.

Hauptgeschäftsführer Macus Rothbart moderierte die rund 90 minütige Veranstaltung mit den sieben Politikerinnen und Politikern und einem aufmerksamen Publikum aus der Bauernschaft und nahestehenden Organisationen.

Fragen zu den aktuellen wirtschaftlichen Situationen in den Betrieben, den kommenden Entwicklungen von Betriebsstrukturen und der Tierhaltung waren der Rahmen für eine muntere Diskussion verschiedenster Sichtweisen.

Als Fazit ist und bleibt die Landwirtschaft das Rückgrat im ländlichen Raum.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

Traktoren mit Forderungen in der Kreisstadt anlässlich des Kanzlerbesuchs

Auf Einladung regionaler Lokalzeitungen und Medienhäusern kam am letzten Apriltag der Bundeskanzler Friedrich Merz nach Salzwedel in die Altmark.

In einer moderierten Veranstaltung im Kulturhaus stellte sich der Kanzler den Fragen der Journalisten und dem angemeldetem Publikum.

Hintergrund der Veranstaltung war der Tag des Lokaljournalismus, der die Aufmerksamkeit darauf lenken soll, dass Themen vor Ort von echten Menschen gesetzt werden.

Die Arbeit der lokalen Redaktionen ist ein wichtiger Baustein, um Themen vor Ort zu erfassen, einzuordnen und darüber zu berichten.

Die Landwirtschaft ist für die Altmark ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Wenn schon der Bundeskanzler bis in die Altmark kommt, so wollten die Landwirte die Gelegenheit ergreifen, um ihre Präsenz zu zeigen und Probleme zu benennen.

Rund ein Dutzend Traktoren, mit sichtbaren Forderungen bestückt, säumten den Kulturhausvorplatz.

Medienvertreter nutzten die Gelegenheit, um mit den Landwirten ins Gespräch zu kommen.

„Trotz erheblicher Kostensteigerung bei Treibstoffen und Mineraldünger müssen wir die notwendigen Arbeiten im Ackerbau durchführen und die Pflanzen bedarfsgerecht ernähren, sonst haben wir zum Schluss keine Ernte“, beschrieb der Kreisbauernverbandsvorsitzende Daniel Paul die Lage.

Die hohen Produktionskosten schnüren den Landwirten die Luft ab.

Schlechte Aussichten für die Erlöse bei den Marktfrüchten und den meisten tierischen Erzeugnissen trüben die Aussicht, die hohen Kosten wieder einzuspielen.

„Politik mit Weitblick- Fehlanzeige“ stand symbolisch dafür, dass anscheinend bei der Bundesregierung die Arbeit des Berufsstandes und letztendlich die Ernährungssicherung im eigenen Land nicht so wichtig ist.

Die politische Entscheidung die Energiesteuer zeitweise auf Diesel und Benzin zu senken, wurde zwar begrüßt, aber die Höhe und der Zweimonatszeitraum wird nicht reichen, um Liquiditätsengpässen entgegenzusteuern.

Die Landwirte forderten weitere Steuerentlastungen, das Aussetzen der CO 2 Abgabe und eine bezahlbare Düngemittelversorgung.

Landwirtschaft vor Ort stark machen ist eine Kernforderung des Berufsstandes.

 

Foto und Text: A. Jacobs

 

Fachbeirat Grünes Band tagte in Salzwedel

Die 5. Sitzung des Fachbeirates „Grünes Band“ fand in Salzwedel statt.

Der Fachbeirat begleitet die Erstellung, Umsetzung und Fortschreibung des Pflege-, Entwicklungs- und Informationsplans (PEIP).

Der PEIP ist bis Ende Februar 2026 digital im „Beteiligungsportal“ des Landes Sachsen-Anhalt verfügbar.

Bis zum 14. März 2026 können Stellungnahmen zu dem umfangreichen Werk abgegeben werden.

Das „Grüne Band“ entlang des ehemaligen DDR-Grenzstreifens ist heute ein wertvoller Biotopverbund und Zeitzeuge der Deutschen Geschichte.

Mit Naturschutzmaßnahmen, wie extensive Grünlandbewirtschaftung, Mahd- und Beweidungsmanagement, sowie dem Erhalt historischer Grenzobjekte, wie Kolonnenweg oder baulichen Fragmenten, soll ein Natur -und Gedenkort erlebbar gemacht werden.

Das Schutzgebiet verläuft auf rund 343 Kilometern durch Sachsen-Anhalt, umfasst eine Fläche von 4.754 Hektar und ist seit November 2019 per Gesetz als „Nationales Naturmonument“ ausgewiesen.

Auf der Sitzung in Salzwedel wurden die Mitglieder des Beirates für fünf Jahre neu berufen.

Johannes Beleites und Landrat Steve Kanitz wurden als Sprecher des Fachbeirates Grünes Band in Sachsen-Anhalt gewählt.

Bei der Arbeit des Fachbeirates geht es um eine ausgewogene Weiterentwicklung des „Grünen Bandes“ aus dem Blickwinkel des Naturschutzes und der Erinnerungskultur.

Auf der Sitzung in Salzwedel wurde über die Rahmenbedingungen und Perspektiven der Nutzung durch Radtouristen diskutiert.

Das Grüne Band soll das erste gemischte deutsche UNESCO Welterbe werden.

Sowohl das Natur- als auch als kulturelles Erbe spielen dabei eine Rolle.

Das Gebiet wurde offiziell in die deutsche Tentativ-Liste aufgenommen.

Eine Voraussetzung für jede UNESCO Nominierung.

Weitere Abstimmungen und Bewerbungsdossiers sind erforderlich.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband

 

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