Präsident Feuerborn

Verwaltungsmonster vor der Staatskanzlei in Magdeburg angeprangert

Die seit dem 01.01.2019 in Kraft getretene Natura 2000 Landesverordnung war der Anlass des heutigen Protestes vor der Staatskanzlei in Magdeburg.

Während im Gebäude das Kabinett tagte, machten die von der Landesverordnung betroffenen Menschen aus dem ländlichen Raum ihrem Unmut Luft.

Nicht mal das wackeln einer Gardine in der Staatskanzlei verriet, dass Botschaften der Landwirte, Waldbesitzer, Jäger und Angler in das Haus drangen.

Dabei war es den Menschen auf der Straße wichtig zum Ausdruck zu bringen, was ihnen im jahrelangen Prozess der Verordnungsgestaltung, die zu einem wahren Verwalungsmonster aufgebläht ist, nicht gelungen war:

Schutz des Eigentums, Folgenabschätzungen für Einschränkungen, Erhalt von produktiven Flächen, Vermeidung von bürokratischen Vorschriften.

„Wir wollen und können die Landesverordnung nicht einfach so geschehen lassen“, rief Bauernpräsident Olaf Feuerborn. Naturschutz gegen die betroffenen Bürger und Nutzer der Landschaft vor Ort kann mit der fast 800 Seiten starken Landesverordnung nicht gelingen.

Von den Verboten weg und hin zu echten Kooperationen im Naturschutz muss das Gebot der Stunde lauten, wenn wir natürliche Lebensräume auf Dauer schützen wollen, so Feuerborn.

Von der Natura 2000 Landesverordnung betroffene Landwirte aus dem Altmarkkreis Salzwedel waren auch unter den Demonstranten zu finden.

Wir sind nicht gegen den Naturschutz, war von ihnen zu hören, aber von zusätzlichen Verwaltungsvorschriften, Bewirtschaftungseinschränkungen, Kontrollen und Sanktionen auf gepachteten oder Eigentumsflächen haben wir die Nase voll.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Präsident Feuerborn umriss die Interessen des Berufsstandes im Beisein des Ministerpräsidenten

In seiner Rede auf dem 30. Landesbauernverbandstag am 21.11.2018 in Ebendorf betonte Präsident Olaf Feuerborn im Beisein von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff: „Für uns Landwirte war es ein Jahr mit deutlichen Ertragseinbußen und Niederschlägen, auf die wir bis heute warten.“

Die Winterkulturen mussten ohne nennenswerten Bodenwasservorrat einen schwierigen Start hinlegen und die Futterversorgung ist sehr ernst zu nehmen.

Die finanzielle Situation ist angespannt.

Der Bauernverband habe sich sehr bemüht, ein Dürrehilfsprogramm anzuschieben.

„Mit dem Verfahren der Antragstellung sind wir nicht zufrieden, das haben wir auch so kommuniziert“, berichtete er mit Blick auf die Mitglieder und den Ministerpräsidenten des Landes.

„Wir sind im ländlichen Raum Arbeitgeber und Auftraggeber und wir können diese Funktionen nur erfüllen, wenn wir finanzielle Stabilität in den Betrieben haben“, so der Präsident.

Jeden Tag ausreichend Essen sei eine Selbstverständlichkeit, aber das Vorhandensein von Landwirtschaftsbetrieben im Ländlichen Raum wird aus Bauernsicht nicht genug wertgeschätzt.

Im Land werden keine Impulse gesetzt, um in die Tierhaltung zu investieren, die aus seiner Sicht für eine Kreislaufwirtschaft unerlässlich ist.

Die Förderung des ökologischen Landbaus sein ein Politikversprechen, welches auch eingehalten werden muss, ohne die konventionelle Landwirtschaft bei ihren Umweltprogrammen zu beschneiden.

Mit Blick auf die GAP 2020 betonte er die Stabilität der ersten Säule.

Er wies eindrücklich darauf hin, dass eine Weidetierhaltung, wie von der Gesellschaft im Sinne von Tierwohl und Biotoppflege gefordert, auf Dauer nicht möglich sein wird, ohne Regulierung der wachsenden Wolfspopulation.

Eine Politik für die Landwirtschaft stärkt den ländlichen Raum, so Präsident Feuerborn.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.