Raimund Punke

Übergabe der Berufsabschlusszeugnisse: Sicht eines Ausbildungsbetriebes

Die Sicht der Ausbildungsbetriebe legte in diesem Jahr Raimund Punke, Geschäftsführer der Milcherzeugergenossenschaft Klötze e. G., dar.

Der Betrieb bildet seit 1990 in den Berufen Landwirt, Tierwirt und Fachkraft Agrarservice aus.

Bis dato haben vierzig junge Menschen eine Ausbildung in diesem Betrieb absolviert.

„Sie verlassen jetzt unsere Obhut und wir hoffen, dass es uns gut gelungen ist, ihnen das

nötige Rüstzeug mit auf den Weg zu geben“ so Punke auf der feierlichen Veranstaltung zur Zeugnisübergabe und Freisprechung.

Er legte dar, dass auch die Ausbilder den heutigen Tag etwas wehmütig aber trotzdem mit Stolz erleben.

In den Ausbildungsbetrieben wurde die Entwicklung der jungen Menschen über drei Jahre hinweg begleitet.

Die Ausbilder haben die zum Teil noch sehr jungen Menschen motiviert, unterstützt und mit den Arbeiten in der Landwirtschaft vertraut gemacht.

Auch für die Ausbilder ist Ausbildung ein hartes Stück Arbeit.

„Wir müssen ganz individuell auf die gerade aus dem Elternhaus flügge werdenden Azubis eingehen und diese fordern, fördern, anschieben und manchmal auch bremsen“, so Raimund Punke.

Die Anstrengung wird belohnt, wenn wir Ausbilder sehen, wie sich die Azubis entwickeln und mit Fachwissen und Verantwortung in ihren Beruf hineinwachsen.

Er danke allen an der dualen Ausbildung beteiligten Personen, denn der Erfolg hat viele Väter.

Den Absolventen wünschte er Freude an ihrem Beruf und Wertschätzung ihrer Arbeit durch die Gesellschaft.

Text :  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V., Foto: BV AMK SAW e. V.

Zeugnisübergabe und Freisprechung in der Landwirtschaft

„Sie werden es heute noch nicht so spüren, aber die Frage: Was hast du gelernt? wird sie ihr Leben lang begleiten, so Raimund Punke, der stellvertretend für die Ausbildungsbetriebe bei der feierlichen Übergabe der Berufsabschlusszeugnisse sprach.

Und ich hoffe, dass sie dann mit Stolz sagen: ich habe in der Landwirtschaft gelernt, so Punke.

Zum fünften Mal in Folge fand in der Sporthalle der Berufsschule eine zentrale Veranstaltung zur Zeugnisübergabe und zur Freisprechung der jungen Landwirte statt, die gemeinsam vom den sachsen-anhaltinischen Agrarverbänden organisiert wurde.

Erstmalig war auch ein Fischwirt und drei Landwirte mit einer Fachpraktiker-Ausbildung unter ihnen.

Von den Absolventen, die während ihrer dreijährigen dualen Ausbildung die berufsbildende Schule in Salzwedel besuchten, haben dreiundvierzig von ihnen am 23. August die Gelegenheit genutzt, um mit ihren Eltern und Freunden sowie den Ausbildungsbetrieben einen würdigen Abschluss zu begehen.

Sie kamen nicht nur aus dem Altmarkkreis Salzwedel, sondern auch aus den Landkreisen Stendal, Jerichower Land, Börde sowie Harz.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Zweite Stammtischrunde: Miteinander für lebenswerte ländliche Räume

Unter dem Motto „Miteinander für lebenswerte ländliche Räume“ bestritten Gastgeber Henry Hartmann, der Kreisvorsitzende Raimund Punke und der Landrat Michael Ziche die zweite Stammtischrunde auf die Bühne beim Hoftag.

Landwirtschaft bedeutet Entwicklung und nicht Stillstand, legte Henry Hartmann dar. So hat sich der Betrieb von der Milchproduktion zur Färsenaufzucht und von der Sauenhaltung auf die reine Schweinemast umgestellt. Geschickt genutzt wurden die Möglichkeiten rund um die Bioenergie. So werden Arbeitsplätze im Dorf gehalten bzw. können sich neu entwickeln.

Rund 500 Landwirtschaftsbetriebe in verschiedensten Rechtsformen im Haupt- und Nebenerwerb gebe es im Landkreis, berichtete Raimund Punke.

Dadurch wird der Erhalt von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung im ländlichen Raum gesichert.

Landrat Michael Ziche schätzt die Arbeit der Landwirtschaftsbetriebe als Teil der Wirtschaft im Landkreis mit den Arbeitsplätzen in den Dörfern.

Landwirte seien aber auch Unternehmer, die mit den Gegebenheiten im Landkreis wie ertragsschwächere Böden, ein hoher Grünlandanteil und geschützten Naturräumen klarkommen müssen und vom Verkauf ihrer Produkte am Markt ihr Auskommen bestreiten müssen.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Wahlkampftour für Europa im Kuhstall in Klötze

Europa steht vor vielen Herausforderungen, die wir als Sozialdemokraten meisten wollen, ist bei MdEP Arne Lietz (SPD), der sich auf Wahlkampftour befindet, zu lesen. In dieser Woche standen Stationen aus der Altmark auf seiner Agenda und auf Einladung der Kreisbauernverbandes rollte der Tour-Bus am Montag auf das Gelände der Milcherzeugergenossenschaft Klötze e.G.

Auf einem Betriebsrundgang informierte der Kreisvorsitzende Raimund Punke über die Eckdaten seines Betriebes: Flächenausstattung in Pacht und Eigentum, Rinderbestand, Fütterung, Biogasproduktion sowie Arbeits- und Ausbildungsplätze.

In einer anschließenden Diskussionsrunde mit den Vorstandsmitgliedern stellte sich Arne Lietz den Fragen der Landwirte zur Politik Europas und legte Facetten aus seiner bisherigen Arbeit im Europaparlament dar.

Im Focus der Landwirte stand die Ausrichtung der Ziele der EU bei der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik.

Die Ernährungssicherheit für alle Menschen Europas findet nicht immer die Wertschätzung, die ihr zusteht, betonten die Bauern.

Europa wird oft durch die Brille der Bürokratie gesehen.

Europäische Forderungen wie die anstehende Nachjustierung der Düngeverordnung, mit noch engeren Regelungen, werden mit Skepsis betrachtet, so die Praktiker.

„Wir wünschen uns das die EU mit einem starken Finanzrahmen die Regeln in der GAP so weiter entwickelt, dass Maßnahmen in der Praxis auch umsetzbar sind und die Landwirtschaftsbetriebe als stabiles Rückgrat im ländlichen Raum erhalten bleiben“, betonte der Kreisvorsitzende Punke.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Kreisbauerntag: Landwirtschaft bleibt unverzichtbarer Teil der Gesellschaft

Im öffentlichen Teil des Kreisbauernverbandes nutzte der Vorsitzende die Gelegenheit, um einige Standpunkte des Verbandes darzulegen.

„Das vergangene Jahr ist aus der Sicht der Landwirtschaft schon an vielen Stellen umrissen worden: Wir sind vom Regen in die Dürre gekommen“, umriss Raimund Punke die Lage.

Er legte dar, dass es im vorigen Jahr zum langjährigen Durchschnitt nur knapp die Hälfte des üblichen Niederschlages gegeben hat und die Situation sich bis dato noch nicht entspannt hat.

Leider haben die bürokratischen Hürden in einem Dürrehilfsprogramm nicht allen betroffenen Betrieben einen Zugang gewährt.

Da das Wetter ein entscheidender Faktor für die landwirtschaftliche Produktion ist und bleibt, fordert der Bauernverband, dass die Rahmenbedingungen in Deutschland so gestaltet werden müssen, dass die Unternehmer selbst eine effektive Risikovorsorge vornehmen können.

Ein ebenfalls beherrschendes Thema des Sommers waren Feldbrände.

Deutlich stand den Landwirten vor Augen, wie schnell das wenige Erntegut Opfer der Flammen werden kann und wie wichtig es ist, die freiwillige Feuerwehr vor Ort zu haben, so Punke.

Wichtig aus der Sicht der Bauern ist ein intaktes Wegenetz.

Landwirtschaftsbetriebe brauchen ein leistungsfähiges und flächendeckendes Breitbandnetz sowie einen zuverlässigen Mobilfunkstandard.

„Manchmal erscheint mir dabei der Mix von Landesförderung, ELER-Mitteln, Bundesförderung aus verschiedenen Initiativen und Ministerien als wenig kompatibel, um letztendlich dieses Ziel auch zu erreichen“, so der Vorsitzende.

Viele Dinge bewegen die Bauernschaft: der Strukturwandel in der Schweinebranche, die unkalkulierbare Afrikanische Schweinepest, der Umgang mit dem Wolf oder die schon wieder nahenden Änderungen bei den Düngevorschriften.

Bei den fortschreitenden Planungen im Bereich des Naturschutzes, müssen aus seiner Sicht die Landeigentümer und Landnutzer besser mit einbezogen werden.

Die Natur und die Artenvielfalt ist auch aus Bauernsicht ein hohes Gut.

„Dieses Gut ist auf betonierten Flächen nicht zu finden“, so der Vorstandsvorsitzende.

Er zeigte auf, dass das Angebot an Ausbildungsstellen in der Altmark enorm gewachsen ist.

Wir müssen uns als attraktive Arbeitgeber aufstellen, ermunterte er die Berufskollegen.

Der Kreisbauernverband engagiert sich dafür auf vielen Ebenen im Landkreis.

Jeder von ihnen weiß, dass es dazu kein Patentrezept gibt und wie schnell wir von Fernsehbeiträgen in den Abendstunden oder mitreißenden Überschriften in der Tagespresse aufgebracht sind, führte er aus.

Im Vergleich schenken wir guten Ansätzen zu wenig Bedeutung.

Wer kennt den über drei Minuten langen Beitrag beim „Denkanstoß Agrar“ oder die Beiträge junger Landwirte im Netz zu ihrem Berufsstand?

Auch im letzten Jahr haben Mitgliedsbetriebe ihren Hof für die Bürger geöffnet.

In diesem Jahr wird am 15. Juni in der Produktivgenossenschaft Neuferchau die landesweite Eröffnung der berufsständischen Initiative „Tag des offene Hofes“ stattfinden.

Punke verwies darauf, dass die Landwirtschaftsbetriebe die Grundlagen für hochwertige Nahrungsmittel schaffen, für Beschäftigung und Einkommen im ländlichen Raum sorgen und jungen Menschen eine Chance zur Berufsausbildung bieten.

 

„Die Landwirtschaft ist und bleibt ein unverzichtbarer Teil der Gesellschaft“, so der Kreisvorsitzende.

Text :  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V., Foto: BV SA e. V.