Raimund Punke

Landwirtschaftsbetrieb in Jeseritz als „Ausbildungsbetrieb des Jahres 2021“ geehrt

Bereits zum 6. Mal hat der Kreisbauernverband einen Wettbewerb gestartet, um den Ausbildungsbetrieb des Jahres zu ehren.

Der Landwirtschaftsbetrieb Norbert Tendler in Jeseritz wurde als Sieger ausgewählt und bekam in dieser Woche, coronabedingt verspätet, sein Hoftorschild überreicht.

Der Kreisvorsitzende Raimund Punke sprach einen Dank an alle Betriebe aus, die sich in der Ausbildung engagieren und dafür sorgen, dass qualifizierter Nachwuchs ausgebildet wird.

Im Altmarkkreis Salzwedel gibt es 82 Ausbildungsbetriebe, die Mädchen und Jungen in den Ausbildungsberufen Landwirt, Tierwirt und Fachkraft Agrarservice ausbilden.

Friedrich Wilhelm Giggel, Vorjahres-Sieger aus dem benachbarten Jerchel, betonte, dass es viel Fingerspitzengefühl erfordert, die unterschiedlichsten betrieblichen Belange mit den geforderten Ausbildungsinhalten in Einklang zu bringen.

Auf der Suche nach Azubis stehen wir in Konkurrenz mit anderen Wirtschaftsbereichen.

„Wir müssen uns engagieren, um Jugendliche für eine Ausbildung in der Landwirtschaft zu begeistern“, so Giggel.

Der Kreisbauernverband unterstützt diese Suche durch die Begleitung der Berufsorientierung in den Schulen und Exkursionen in der Praxis sowie die Teilnahme an Berufsbildungsmessen.

Der Landwirtschaftsbetrieb Norbert Tendler in Jeseritz bildet seit 1997 Azubis für den Beruf Landwirt aus.

Derzeit gibt es 2 Azubis im 2. Ausbildungsjahr und für den Beginn im Sommer 2022 wurde eine Ausbildung bereits zugesagt.

Von 2003 bis 2021 sind bei Norbert Tendler 26 Landwirtsauszubildende betreut worden.

Bei der Ausbildung legt der Betrieb viel Wert auf selbständiges Arbeiten und fördert die Übernahme von Verantwortung.

Seit 2009 ist Norbert Tendler Vorsitzender des Prüfungsausschusses für den Beruf Landwirt/in.

Die Arbeit mit den Jugendlichen legt ihm sehr am Herzen.

Foto und Text: A. Jacobs

Mitgliederversammlung in Winterfeld: Bauern sind unverzichtbarer Teil der Gesellschaft

Die Mitgliederversammlung des Kreisbauernverbandes konnte unter Corona-Auflagen in diesem Jahr wieder mit live mit Landwirten und Gästen durchgeführt werden.

In seiner Begrüßungsrede hob der Versitzende Raimund Punke hervor, dass bei den gesellschaftlichen Diskussionen zur Klimaneutralität, zum Tierwohl und zur Biodiversität, die Sicherung der Ernährung keinesfalls unberücksichtigt bleiben darf.

Er brachte die Sorge der Bauern zum Ausdruck, dass bei den laufenden Koalitionsverhandlungen auf Bundesebene befürchtet wird, dass Auflagen und Standards in den Focus rücken, die eine Balance zwischen Ökonomie und Ökologie nicht ermöglichen.

„Es ist der Landwirtschaft trotz aller Herausforderungen gelungen, die Bevölkerung seit Beginn der Corona- Pandemie reibungslos mit Nahrungsmitteln zu versorgen, so Punke.

Aber auch in der Landwirtschaft zieht Corona gravierende Auswirkungen nach sich.

Weiterhin ist die Angst in den Betrieben sehr hoch, dass bei der knappen Personaldecke Mitarbeiter ausfallen.

Es kommt zu Engpässen bei der Lieferung von Ersatzteilen und Betriebsmitteln.

Die Situation auf dem Schweinemarkt ist äußerst angespannt.

Angetrieben von der nahenden Afrikanischen Schweinepest und der Tierwohldebatte hat ein Strukturwandel eingesetzt, der sehr bedenklich ist.

Wenn wir die Versorgung mit regionalen Produkten wirklich wollen, ist an dieser Stelle politisches Handeln dringend erforderlich, so der Kreisvorsitzende mit Blick auf die anstehende Ausgestaltung der neuen Förderperiode der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik und der Strategie von Bund und Land.

Foto und Text: Annegret Jacobs

CDU-Politiker in der Milcherzeugergenossenschaft Klötze

Im Vorfeld der Landtagswahl kam CDU-Landtagskandidatin Sandra Hietel zu einem informativen Gespräch in die Milcherzeugergenossenschaft Klötze e. G.

Begleitet wurde sie von den CDU-Kollegen MdL Uwe Harms und MdL Carsten Borchert.

Nach der Vorstellung der Eckdaten aus der Pflanzen- und Milchproduktion durch die Betriebsleitung war genügend Gesprächsstoff mit landwirtschaftlichem Bezug vorhanden.

Über die Unzufriedenheit mit der jetzigen Führung des Landwirtschaftsministeriums möchte der Kreisvorsitzende Raimund Punke keinen Hehl machen.

„Die Förderung des Ökolandbaus ist das eine, die Wertschätzung der Betriebe, die 90 Prozent der Flächenbewirtschaftung ausmachen, ist das andere“, so Punke.

Die Landwirte wiesen darauf hin, bei der Ausweisung von Schutzgebieten an die Folgen für wirtschaftende Unternehmen zu denken.

Grünlandflächen des Betriebes fallen unter die Natura 2000 Landesverordnung und sind vom Ausgleich über Agrarumweltprogramme abhängig.

Für die Ausbildung ist eine Stärkung des Standortes in Iden gewünscht genauso wie eine Unterstützung der jungen Menschen beim Erwerb der Fahrerlaubnis.

Kandidatin Sandra Hietel hatte bereits zu einem Tag des offenen Hofes den Betrieb besichtigt und sich in der Rinderhaltung umgesehen.

Die Politiker nahmen für ihre künftige Arbeit mit, dass Rahmenbedingungen in dem Sinne gestaltet werden müssen, dass Rinder Arbeitsplätze sichern, Azubis die Zukunft sind und Biogas und Photovoltaik sich als Standbeine erweisen.

Foto und Text: Annegret Jacobs – Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.