Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

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Speed bei den Ausbildungsberufen in Gardelegen

Im vierten Jahr in Folge ging die Ausbildungsmesse „Zukunft jetzt – von Azubis für Azubis“ im Gardelegener LIW Saal über die Bühne.

Die Messe soll den Jugendlichen die Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten und Berufe in ihrer Umgebung vorstellen und den ansässigen Firmen den Nachwuchs sichern.

In bewährter Weise im Speed Dating Modus, sind am Messetag über 450 Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen an jedem Stand der regionalen Unternehmen zum Gespräch vorbeigekommen.

Die Mädchen und Jungen von der Förderschule, aus Berufsvorbereitungsmaßnahmen, aus umliegenden Sekundarschulen bis hin zum Gymnasium Gardelegen informierten sich bei Unternehmen rund um die Einheitsgemeinde Hansestadt Gardelegen über die vielfältigen Möglichkeiten und Wege ins Berufsleben.

Über Stunden hieß es Runde für Runde volle Konzentration für die repräsentierenden Mitarbeiter der 28 Aussteller.

In nur 3 Minuten mussten sich die Unternehmen und ihre Ausbildungsmöglichkeiten vorstellen.

Auch wenn die Mädchen und Jungen nicht an jedem Stand ihren Wunschberuf finden konnten, so gab es dennoch Worte mit auf den Weg, die nicht von den Eltern oder den Lehrern stammen.

Kümmert euch um ein Praktikum und probiert euch aus für das Leben nach der Schule, war an vielen Ständen zu hören.

Am Stand des Bauernverbandes haben sich die Landwirte Norbert Tendler aus Jeseritz und Jonathan Germer aus Piplockenburg in den rasanten, von lautem Hupen immer wieder angetriebenen Modus, begeben.

Gemeinsam gab es Informationen zu den Berufen Landwirt, Tierwirt und Fachkraft Agrarservice und zu den Möglichkeiten ein Praktikum zu absolvieren.

Die Praktikumsprämie für ein Schülerferienpraktikum im Bereich der Landwirtschaft und bei den Tierärzten https://ichmachpraktikum.de/gruene-berufe/

sowie die Homepage Grüne Berufe https://grüne-berufe.de/ für vertiefende Informationen wurden kräftig beworben.

 

Foto und Text: Annegret Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

 

 

 

 

 

Daniel Paul ist neuer Kreisvorsitzender

Auf der Mitgliederversammlung des Kreisbauernverbandes wurde heute in Winterfeld der Vorstand und die Revisionskommission neu gewählt.

Den Vorsitz übernimmt Daniel Paul aus Klötze.

Der fünfunddreißigjährige Paul ist Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer der Milcherzeugergenossenschaft Klötze e.G.

Philipp Krümmel aus Hohenhenningen übernimmt den stellvertretenden Vorsitz.

Er ist Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Lockstedt e.G.

Die für vier Jahre gewählten Damen und Herren werden sich für die Akzeptanz des Berufsstandes in der Gesellschaft stark machen und ihren Sachverstand einbringen.

Dem neuen Vorstandsvorsitzenden Daniel Paul ist es wichtig, dass die Anliegen der Bauern Gehör finden.

„Wir stehen vor wachsenden fachlichen, politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen“, so Paul.

Wir brauchen mehr Verlässlichkeit, mehr Verständnis für den Alltag in unseren Betrieben und mehr Praxisnähe von politischen Entscheidungen, die Investitionen ermöglichen und unternehmerisches Handeln zulassen, so der neue Vorsitzende.

 

Foto und Text: Annegret Jacobs

 

Ausbildungsmesse in Salzwedel mit vielen Besuchern und Unternehmen

Am Samstag fand die 18. Ausbildungsmesse gemeinsam mit dem Tag der offenen Tür der Berufsbildenden Schulen des Altmarkkreises Salzwedel statt.

Sie war ein Anziehungspunkt für alle, die sich rund um die Berufsausbildung informieren wollten.

Die Aussteller hatten es mit einem wahren Besucheransturm zu tun. Schülerinnen und Schüler, Eltern, Großeltern und Schulvertreter hatten sich auf den Weg gemacht, um zu schauen, welche Chancen es auf dem Ausbildungsmarkt gibt.

Die von der Agentur für Arbeit organisierte Messe in der Sporthalle lud mit rund 80 Unternehmen zum Informieren, Nachfragen und Kennenlernen ein.

Die anwesenden Unternehmen setzten damit ein deutliches Signal für die Schülerinnen und Schüler: Macht einen guten Schulabschluss, die Firmen sind bereit euch mit einer fundierten Berufsausbildung den Einstieg in den weiteren Lebensweg zu sichern.

Am Gemeinschaftsstand des Kreisbauernverbandes und des ALFF-Altmark gab es Wissenswertes rund um die Ausbildung in den Berufen Landwirt/in, Tierwirt/in mit den verschiedenen Fachrichtungen, der Fachkraft Agrarservice und darüber hinaus zu den sogenannten Grünen Berufen.

Ein Film über die Grasernte und einen Rundgang in einem Milchrinderstall konnte auf einer 3 D Brille geschaut werden.

Das Angebot wurde rege angenommen und bot Raum für Gespräche zur dualen Ausbildung, zur überbetrieblichen Wissensvermittlung und zu den Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Es gab viele Anfragen, welche Ausbildungsbetriebe es im Landkreis gibt und welche Betriebe für den August auf der Suche nach Azubis sind.

Erstaunlicherweise wurde in diesem Jahr von den jungen Leuten verstärkt nach Praktikumsplätzen gefragt.

Informationen zur Praktikumsprämie des Landwirtschafsministeriums für ein Praktikum in den Schulferien waren von großem Interesse.

Den jungen Leuten wurde ans Herz gelegt, unbedingt ein Praktikum in der Landwirtschaft zu machen, um den passenden Beruf und den passenden Ausbildungsbetrieb zu finden.

Der Kreisverband hatte über den Landkreis verteilt insgesamt 39 zu besetzende Stellen mit den Kontaktdaten im Angebot.

In der Berufsschule informierten die Fachlehrer über ihren Unterricht und dem möglichen Zusatzunterricht zum Erwerb der Fachhochschulreife zeitgleich mit dem Erwerb des Berufes Landwirt.

Text und Foto: Annegret Jacobs – Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

 

Mitgliederversammlung des Arbeitgeberverbandes: Wirtschaft kämpft mit steigenden Betriebskosten

Auf der Mitgliederversammlung des Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes Sachsen-Anhalt e. V. betonte der Vorsitzende Albrecht von Bodenhausen, dass sich die Wirtschaft durch die steigenden Betriebskosten in einer schwierigen Lage befindet.

Die Beziehung zwischen Mindestlohn und Tarifentwicklung mit der von der Gewerkschaft geforderten Lohnerhöhung wird eine große Herausforderung, so der Vorsitzende.

In seinem Grußwort legte Vizepräsident Sven Borchert vom Bauernverband Sachsen-Anhalt seinen Focus auf die bevorstehenden Herausforderungen für die Landwirtschaft.

Die Kernforderungen des Berufsstandes zum mehrjährigen Finanzrahmen und zur gemeinsamen Agrarpolitik der EU zielen darauf ab, den Landwirtschaftsbetrieben und dem ländlichen Raum Stabilität zu geben.

Borchert stellte fest, dass es in den kommenden Jahren weniger Schulabgänger geben wird.

Das schiebt die Landwirtschaft in einen engeren Wettbewerb um potenzielle Azubis.

Er mahnte an, dass mehr Sorgfalt zur Wissensvermittlung in allen Formen der landwirtschaftlichen Aus- und Fortbildung an den Tag gelegt werden muss.

„Nachwuchs- und Mitarbeitergewinnung ist auch ein zentrales Thema beim Arbeitgeberverband“, spiegelte Albrecht von Bodenhausen dieses Thema in seinem Geschäftsbericht.

Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge sei stabil, aber die Anzahl an Azubis, die letztendlich ihren Berufsabschluss nicht erreichen, sei viel zu hoch.

Der Arbeitgeberverband, dem teilweise Mitglieder des Kreisverbandes als mittelbare Mitglieder angehören, wählte seinen fünfköpfigen Vorstand neu.

Vorträge zur Sozialen Konditionalität und zum Umgang mit professionalisierten Internetbetrug rundeten das Programm ab.

 

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband

Präsident Olaf Feuerborn auf dem Landesbauernverbandstag: In der Wirtschaft wird das Geld verdient

Auf dem 37. Bauernverbandstag des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V. in Dessau zog Bauernpräsident Olaf Feuerborn Bilanz zur Verbandsarbeit.

Vor den anwesenden Delegierten der Kreisbauernverbände und den assoziierten Verbänden legt er dar, dass es ein Jahr mit vielen Aufgaben für den Verband war.

„Bezahlbare Energie und Betriebsmittel, weniger Dokumentationspflichten, praxistaugliche Umwelt- und Tierschutzregeln sind unsere Kernforderungen im Austausch mit Politik und Gesellschaft“, führte Präsident Olaf Feuerborn aus.

Geht es dem Bauern gut, geht es dem Dorf gut, so Feuerborn.

Er wies deutlich darauf hin, dass in der Wirtschaft das Geld verdient wird für all die Dinge, die wir uns als Gesellschaft leisten.

Nach dem Geschäftsbericht und Verbandsregularien stellte die Diskussion zu einer Grundsatzpositionierung des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt zur kommenden Landtagswahl im nächsten Jahr einen Schwerpunkt dar.

Unter der Überschrift „Stabilität für die Landwirtschaft und Zukunft des ländlichen Raums“ wurden die zentralen Forderungen des Verbandes vorgestellt und beraten.

Die inhaltlichen Kernaussagen wurden in den Themenblöcken wie Rahmenbedingungen und Verwaltung, Wirtschaftskraft im ländlichen Raum, Bildung, Arbeitskräfte, Ackerbau und Pflanzenschutz, Nutztierhaltung und Tierschutz, Umweltschutz und Biodiversität gesetzt und beschlossen.

Die Grundsatzpositionierung wird nach der finalen Redaktion online beim Bauernverband Sachsen-Anhalt veröffentlicht.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

Bauern informieren sich zum Lithiumabbau in der Altmark

Auf der Mitgliederversammlung legte Kerstin Todte, Betriebsleiterin Altmark von Neptun Energy Deutschland GmbH, den derzeitigen Stand der Vorbereitung für eine mögliche Gewinnung von Lithium in der Altmark vor.

Lithium gilt als zentraler Rohstoff für Batterien in Elektrofahrzeugen und als Schlüsselelement für die Energiewende.

Die Landwirte erfuhren, dass es seit 1970 bekannt sei, dass Lithium in den Bohrlöchern nachgewiesen wurde.

In 80er-Jahren stand bereits eine erste Lithium-Extraktionsanlage kurz vor der Inbetriebnahme.

Mit über 100.000 Dokumenten und Analysen zum Untergrund sei ein riesiger Datensatz vorhanden, um das Potenzial des Rohstoffes Lithium zu erfassen, so Kerstin Todte.

Eine aktuelle Studie ergab eine Ressourcenbewertung von 43 Millionen Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent für das Erdgasfeld Altmark.

Derzeit laufen Pilotversuche zum Extraktionsprozess aus dem tiefliegenden Thermalwasser.

Das Thema Wasser ist für uns Bauern immer ein kritischer Punkt, brachte ein Mitglied zur Sprache.

In einem zweiten Teil des Vortrages ging es um die vorhandenen Strukturen von Neptun Energy mit der Zentralstation in Steinitz, sechs Feldstationen, fünfzehn Gassammelpunkten, 137 offenen Bohrungen und ca. 600 km Leitungen.

Frau Todte wies auf die sichtbaren Leitungspfähle in Gelb für Erdgas und Weiß-Grau für Lagerstättenwasser hin.

Es ist darauf zu achten, dass im Bereich der Leitungen keine Erntegüter oder Lesesteine abgelegt werden.

Bei der Verlegung von Drainage oder Beregnungsleitungen ist eine Schachterlaubnis einzuholen.

Mögliche Schäden sind bitte unverzüglich an die ständig besetze Stelle in Steinitz 03901/881302 zu melden, so die Betriebsleiterin Altmark.

 

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband

Blick auf die Naturschutzpolitik in Land und Bund

Das Präsidium des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt hatte sich zum Thema „Naturschutzpolitik in Land und Bund- Kooperativ oder Rollback in die Vergangenheit?“ Referenten nach Oschersleben in die Motorsport Arena zum Austausch geladen.

Präsident Olaf Feuerborn betonte die Wichtigkeit einer praxistauglichen Naturschutzpolitik gemeinsam mit der Landwirtschaft in seiner Einführung in die Thematik.

Steffen Pingen nahm aus der Sicht des Deutschen Bauernverbandes die umweltpolitischen Vorhaben der Bundesregierung unter die Lupe.

Mit Blick in den Koalitionsvertrag und den dort beschriebenen Maßnahmen wie die Vereinfachung der TA-Luft, Instrumente zur Befreiung von den Regelungen in den Roten Gebieten oder die Reduktion von Ausgleichsbedarf bei Maßnahmen zum Klimaschutz stellte er fest, dass es noch vieles anzupacken gibt.

Zur EU-Wiederherstellungsverordnung, in der die Mitgliedstaaten verpflichtet werden, in allen Lebensräumen Wiederherstellungsmaßnahmen zu ergreifen und diese mittels eines nationalen Wiederherstellungsplans verbindlich zu planen, stellte er die Positionen des Bauernverbandes dar. Der Bezug für eine Wiederherstellung ist unklar.

Naturschutz geht nur in Kooperation mit der Landwirtschaft. Starres Ordnungsrecht und Eigentumserwerb lehnt der Verband ab.

Dr. Steffen Eichner, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, ging auf die novellierten Inhalte des Wassergesetzes ein.

Künftig soll der Wasserrückhalt in der Fläche gestärkt werden, um den Extremwetterereignissen begegnen zu können. Die Vorstellung der neuen Regelungen rufen Fragen aus der Praxis auf den Plan.

Der Umgang mit dem Wolf ist derzeit auf verschiedensten Verwaltungseben in der Betrachtung und Bearbeitung. Ein Praxisfazit: Wir müssen mit dem derzeitigen Bestand klarkommen.

Dr. Lothar Hövelmann von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) referierte zur nachhaltigen Produktivitätssteigerung.

Im extensivierungsorientierten EU Green Deal genießen Umwelt- und Sozialstandards eine höhere Priorität als Wirtschaftsziele.

Die Extensivierungs- Paradigmen funktionieren aus seiner Sicht so aber nicht.

Nur mit florierender Wirtschaft, die gleichzeitig Ausbeutung von Ressourcen meidet, kann auch Geld eingesetzt werden für Umwelt- und Sozialstandards.

Zu den nachhaltigen Produktivitätssteigerungen gehört der technische Fortschritt, die Künstliche Intelligenz, Sensoren, Roboter, Steuerungssysteme, Züchtung und auch Früherkennungssysteme bei der Tierbeobachtung.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband

Vorstandsgespräch mit Landrat Kanitz im Drömling

Das jährliche Sommergespräch des Vorstandes mit dem Landrat fand in diesem Jahr im Drömling statt.

Mit einer Gesprächsrunde in der Apfelhütte in Kämeritz begann der Austausch zur aktuellen Lage in den Landwirtschaftsbetrieben, die von den Vorstandsmitgliedern betriebsindividuell dargelegt wurden.

Die Ernteergebnisse und die Preissituation, die Entwicklungen im Biogasbereich nach Auslaufen des EEG, die Situation mit den Arbeitskräften und die verhaltene Investitionsbereitschaft wurden diskutiert.

Zur Rolle der Energie für die weitere Entwicklung der Gesellschaft und zur Komplexität von rechtlichen Rahmenbedingungen fand ein sachlicher Austausch statt.

Weitere Inhalte waren u.a. der Eichenprozessionsspinner, der Wasserrückhalt in der Fläche und eine aufgabenerforderliche Verwaltung.

Den Praktikern lag der Neubau des Internates für die Azubis am Herzen.

Die Unterbringung der jungen Leute ist seit Jahren nicht mehr zeitgemäß und bedarf einer dringenden Änderung.

Landrat Kanitz gab sich optimistisch, dass die Finanzierung geklärt werden kann, um die gestiegen Baukosten zu schultern.

Mit dem Kremser ging es in die Flächen des Drömlings, zum Aussichtsturm bei Breiteiche und zur Stauanlage an der Sichauer Beeke.

In den großen Grünlandbereichen kam das Gespräch schnell auf die Verwertung des Aufwuchses, die bestehenden Bewirtschaftungsauflagen und die sinkenden Rinderbestände.

„Es wird immer schwieriger aus der landwirtschaftlichen Erzeugung heraus den Betrieb auf wirtschaftliche Füße zu stellen“, so Vorstandmitglied Friedrich Wilhelm Giggel.

Er wies auf die Abhängigkeit von Ausgleichsprogrammen und die sinkende Wertschöpfung im vor- und nachgelagerten Bereich hin.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband

Landwirte äußern sich im Radio zu ihrer Betroffenheit beim Süd-Ost-Link Plus

Der Süd-Ost-Link plus ist eine geplante Höchstspannungs-Gleichstromübertragung die unseren Landkreis als Abschnitt F komplett durchqueren wird.

Der als Erdkabel zu errichtende Neubau einer Trasse für die Hochspannungsgleichstromübertragung befindet sich im Planungs- und Genehmigungsverfahren.

Bisher wurde ein 1.000 Meter breiter Korridor für weitere Planungsschritte genehmigt.

Im laufenden Planfeststellungsverfahren wird der konkrete Trassenverlauf ermittelt.

Die Trasse selbst wird dann in der Regel als Graben ausgehoben.

Zwei Schutzrohre werden verlegt und im Nachgang die Kabel eingezogen.

Anschließend wird der Boden wieder eingebaut.

Der darüberliegende Schutzstreifen von bis zu 12 Metern darf eingeschränkt bewirtschaftet, aber nicht bebaut werden.

Im Erdreich nimmt dann der Gleichstrom seinen Transitweg von Nord nach Süd.

Vorteile für unseren Landkreis sind nicht zu sehen, da wir weder Strom abnehmen noch einspeisen können.

Der in Gesetzen manifestierte gesamtgesellschaftliche Wille nach Veränderungen in der Energieversorgung ist entscheidend.

Aber mit der teilweise offenen Bauweise und den dazugehörigen Aushublagerflächen, den Baustraßen und Verladeplätzen für den Schwerlasttransport tut sich die Landwirtschaft schwer.

Ob in Eigentum oder Pacht, der Boden ist das wichtigste Gut für die Landwirte.

Einen so massiven Eingriff in das gewachsene Bodengefüge wird auch nach vielen Jahren noch zu sehen sein, sind sich die Landbewirtschafter sicher.

Das Zusammenfügen von durchquerten Drainagen oder Beregnungssystemen wird kein einfaches Unterfangen.

Bodenschutzkonzepte des Vorhabenträgers sollen dafür sorgen, dass die Landwirtschaft auf den beanspruchten Flächen wieder wie vorher möglich ist.

Für eine mögliche Erwärmung der Kabeltrasse und des darauf liegenden Bodens beim Stromtransport und die Auswirkungen auf den Pflanzenbau gibt es bisher keine gesicherten Erkenntnisse für die Region.

Die Skepsis unter den Bauern bleibt.

Vier Jahre nach Bauende müssten sie selbst beweisen, dass Folgeschäden, wie beispielweise Ertragsdepressionen, auf den Kabelbau und den Betrieb der Trasse zurückzuführen sind.

 

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

 

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