Aktuelles

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Milchkontrollverein Gardelegen-Haldensleben- Klötze zog Bilanz: Im Durchschnitt 350 Kühe pro Betrieb

Auf der Jahreshauptversammlung des Milchkontrollvereins Gardelegen-Haldensleben- Klötze legte der Vorsitzende Olaf Menz dar, dass die kostenintensive Weiterentwicklung des Betriebszweiges Milch für einige Betriebe keine Option sei.

In den derzeit sinkenden Auszahlungspreisen und den steigenden Betriebskosten sieht Menz die Ursache dafür, dass die Anzahl der Mitgliedsbetriebe im Kontrollverein sich um zwei Betriebe verringert hat.

Die sinkende Anzahl an Milchviehbetrieben ist ein deutschlandweiter Trend, legte Dr. Hans Jörg Rösler vom LKV Sachsen-Anhalt im Anschluss dar.

Bei insgesamt weniger Kühen gebe es aber einen Konzentrationsprozess, sodass mehr Kühe pro Betrieb gehalten werden.

Kontrollinspektorin Ulrike Rieseberg stellte anhand der erfassten Daten der Milchkühe in mehreren Übersichten die Rangierung der besten Betriebe vor.

Im vergangenen Prüfjahr wurden durch den Kontrollverein 7.701 Kühe in 22 Mitgliedsbetrieben betreut. Erfreulich ist, dass dem Rückgang der Kühe steigende Leistungen gegenüberstehen.

In neun Betrieben kommen Melkroboter zum Einsatz, so Rieseberg.

Im Ergebnis der Milchkontrolle für 2025 haben die geprüften Kühe des Vereins im Durchschnitt eine Leistung von 10.363 Milchkilogramm.

Die anwesenden Milchviehhalter verfolgen aufmerksam die Leistungs- und Gesundheitsdaten der Kühe im Betriebsvergleich.

Die besten Milchviehbetriebe wurden nach der Auswertung des Milchkontrolljahres mit Hoftorschildern in drei Kategorien geehrt.

Landwirt Rainer Köthke aus Audorf, die Wachtel GbR aus Estedt und die Agrargenossenschaft Jübar wurden mit der höchsten Klasse, dem „Fünf- Sterne-Hoftorschild“, für ihre Leistungen geehrt.

Ramon Rulff, Leiter des Amtes für Verbraucherschutz und Gesundheit im Landkreis, berichtete über die gemeldeten Fälle der Blauzungenkrankheit im vorigen Jahr.

Rulff legte eine Auswertung des Antibiotikamonitorings bei den Rindern dar. Der Einsatz von Antibiotika ist rückläufig zu verzeichnen.

Der Ausbruch der Blauzungenkrankheit des Serotyps 8 in Sachsen und die Möglichkeiten der Überwachung der BVD-Freiheit in den Rinderbeständen sei zu beobachten, gab er den Landwirten mit auf den Weg.

 

Foto und Text:  A. Jacobs – Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

 

Jahresauftakt-Pressekonferenz 2026 des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V.

Auf der Jahresauftakt-Pressekonferenz des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt in dieser Woche stand die wirtschaftliche Lage der Landwirtschaft im Mittelpunkt.

Hohe Betriebsmittelkosten, steigende Energiekosten und Löhne bringen die Landwirtschaft in eine angespannte Situation.

Die derzeitige Preislage an den Agrarmärkten sei für die Landwirte äußerst unbefriedigend.

Die schwierige Marktlage sorgt für wenig Spielraum, um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern, legte Hauptgeschäftsführer Marcus Rothbart dar.

„Deshalb müssen politische Entscheidungen die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Produktion stärken“, sagte Olaf Feuerborn, Präsident des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V.

Das Ziel der EU, die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft zu stärken, rückt mit dem Mercosur-Abkommen in weite Ferne.

„Dieses Abkommen hat zweifellos Bedeutung für die deutsche Wirtschaft, darf aber keinesfalls zu Lasten der deutschen Landwirtschaft gehen“, so der Präsident.

Wir würden zukünftig Lebensmittel importieren, die mit deutlich niedrigeren Tierwohl-, Umwelt- und Sozialstandards erzeugt wurden.

Der Verband sieht in der anstehenden Umsetzung der EU- Wiederherstellungsverordnung ebenfalls keinen guten Ansatz, um die Landwirtschaft zu unterstützen.

Vizepräsidentin Susann Thielecke legte den Focus auf die Direktvermarktung.

Die Botschaften des Lebensmitteleinzelhandels, dass es immer noch billiger gehe, sei angesichts der hohen Auflagen in der Produktion kein gutes Signal für die direktvermarktenden Betriebe, so Thielecke.

Extrem ausgeuferte Bürokratie und Kontrollen erschweren die weitere Entwicklung des Wirtschaftszweiges.

„Wir haben in der Landwirtschaft stabile Ausbildungszahlen“, betonte Vizepräsidentin

Katrin Beberhold. Das sei wichtig, um den fortlaufenden Generationswechsel in der Landwirtschaft vollziehen zu können.

Frauen sind als Führungskräfte in der Landwirtschaft nur mit 11 % zu verzeichnen.

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum Jahr der Frauen in der Landwirtschaft erklärt, um Frauen sichtbar zu machen und zu stärken.

Foto: BV ST Text: PM BV ST und A. Jacobs

Vorstandsgespräch mit dem ALFF in Pretzier

In einem vorgelagerten internen Teil drehte sich die Diskussion der Landwirte über die derzeit sinkenden Milchauszahlungspreise, die unter den Produktionskosten liegen.

Auch der aktuelle Börsenpreis ist besorgniserregend, wenn es um die Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion, die weitere Entwicklung dieses Bereiches und letztendlich um den Erhalt der Milchwirtschaft generell geht.

Des Weiteren ging es um die TA-Luft, den Umgang mit den wasserrechtlichen Erlaubnissen, die Umsetzung des neuen Wassergesetzes und den Projekten mit den Schulen.

Die letzte Vorstandssitzung des Jahres 2025 wurde genutzt, um mit dem ALFF- Altmark über die Herausforderungen im Agrarantragsverfahren zu sprechen.

Amtsleiter Danny Schulze stellte sich mit zwei weiteren Mitarbeitern den Fragen der Praktiker zu den Themen Ermessensspielraum, Bagatellgrenzen, Referenzpflege, Fotoaufträge, Kürzung von Zahlungen und Sanktionen, Einhaltung von Fristen, Kontrollen, Überfliegung usw.

Betriebsindividuelle oder berufsständische Fragen wurden in einer konstruktiven Atmosphäre besprochen.

Das Thema Bürokratieabbau, Verwaltung vereinfachen, Vertrauen stärken mit einer handlungsfähigen Verwaltung vor Ort, sind dabei Gemeinsamkeiten.

Wichtig sei ein gutes Miteinander mit einer entsprechenden Gesprächskultur, so das Fazit der Amtsmitarbeiter und Praktiker.

Im Anschluss wurde die Kälberhaltung und der Reprobereich der Agrarerzeugergemeinschaft Pretzier e.G. besichtigt.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband

In einem vorgelagerten internen Teil drehte sich die Diskussion der Vorstandsmitglieder über die derzeit sinkenden Milchauszahlungspreise, die unter den Produktionskosten liegen.

Auch der aktuelle Börsenpreis ist besorgniserregend, wenn es um die Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion, die weitere Entwicklung dieses Bereiches und letztendlich um den Erhalt der Milchwirtschaft generell geht.

Des Weiteren ging es um die TA-Luft, den Umgang mit den wasserrechtlichen Erlaubnissen, die Umsetzung des neuen Wassergesetzes und den Projekten mit den Schulen.

Die letzte Vorstandssitzung des Jahres 2025 wurde genutzt, um mit dem ALFF- Altmark über die Herausforderungen im Agrarantragsverfahren zu sprechen.

Amtsleiter Danny Schulze stellte sich mit zwei weiteren Mitarbeitern den Fragen der Praktiker zu den Themen Ermessensspielraum, Bagatellgrenzen, Referenzpflege, Fotoaufträge, Kürzung von Zahlungen und Sanktionen, Einhaltung von Fristen, Kontrollen, Überfliegung usw.

Betriebsindividuelle oder berufsständische Fragen wurden in einer konstruktiven Atmosphäre besprochen.

Das Thema Bürokratieabbau, Verwaltung vereinfachen, Vertrauen stärken mit einer handlungsfähigen Verwaltung vor Ort, sind dabei Gemeinsamkeiten.

Wichtig sei ein gutes Miteinander mit einer entsprechenden Gesprächskultur, so das Fazit der Amtsmitarbeiter und Praktiker.

Im Anschluss wurde die Kälberhaltung und der Reprobereich der Agrarerzeugergemeinschaft Pretzier e.G. besichtigt.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband

Landwirtschaftsbetriebe als Lern- und Erfahrungsort: Projekt des Kreisbauernverbandes von 29 Schulen genutzt

Ob als Ergänzung zum Schulstoff, im Rahmen von Projekttagen oder bei der Suche nach Ausbildungsmöglichkeiten, in der hiesigen Landwirtschaft gibt es viel zu erfahren.

Im Rahmen von verschiedenen Projektansätzen haben sich auch in diesem Jahr wieder Schülerinnen und Schüler verschiedener Klassenstufen und Schulformen aufs Land begeben.

Bei den Landwirten konnte das Schulwissen zum Ursprung von pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln erweitert und vertieft werden.

Von der Rinderhaltung, der Biogasproduktion bis hin zum Einsatz moderner Agrartechnik auf den heimischen Wiesen und Feldern gab es viele spannende Eindrücke.

Das vom Land Sachsen-Anhalt unterstützte Projekt „Bauernhof als Klassenzimmer“

ermöglichte rund tausend Schülerinnen und Schülern in 51 Projekten einen Einblick.

Besichtigungen im Zentrum für Tierhaltung und Technik der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau in Iden rundete die Möglichkeiten ab, das Allgemeinwissen über die Kreisläufe in der Landwirtschaft besser zu verstehen.

Sehen, hören, riechen, anfassen und nachfragen stärkt das Miteinander und hilft, die Welt um uns herum besser zu verstehen. Das ist den Landwirten wichtig.

Am Projekt haben sich sechzehn Landwirtschaftsbetriebe beteiligt, die mit viel Kompetenz, Sach- und Fachinformationen sowie persönlichem Einsatz

den Dialog zwischen der Landwirtschaft und der Gesellschaft gefördert haben.

 

Foto und Text: A. Jacobs

Mitgliederversammlung des Arbeitgeberverbandes: Wirtschaft kämpft mit steigenden Betriebskosten

Auf der Mitgliederversammlung des Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes Sachsen-Anhalt e. V. betonte der Vorsitzende Albrecht von Bodenhausen, dass sich die Wirtschaft durch die steigenden Betriebskosten in einer schwierigen Lage befindet.

Die Beziehung zwischen Mindestlohn und Tarifentwicklung mit der von der Gewerkschaft geforderten Lohnerhöhung wird eine große Herausforderung, so der Vorsitzende.

In seinem Grußwort legte Vizepräsident Sven Borchert vom Bauernverband Sachsen-Anhalt seinen Focus auf die bevorstehenden Herausforderungen für die Landwirtschaft.

Die Kernforderungen des Berufsstandes zum mehrjährigen Finanzrahmen und zur gemeinsamen Agrarpolitik der EU zielen darauf ab, den Landwirtschaftsbetrieben und dem ländlichen Raum Stabilität zu geben.

Borchert stellte fest, dass es in den kommenden Jahren weniger Schulabgänger geben wird.

Das schiebt die Landwirtschaft in einen engeren Wettbewerb um potenzielle Azubis.

Er mahnte an, dass mehr Sorgfalt zur Wissensvermittlung in allen Formen der landwirtschaftlichen Aus- und Fortbildung an den Tag gelegt werden muss.

„Nachwuchs- und Mitarbeitergewinnung ist auch ein zentrales Thema beim Arbeitgeberverband“, spiegelte Albrecht von Bodenhausen dieses Thema in seinem Geschäftsbericht.

Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge sei stabil, aber die Anzahl an Azubis, die letztendlich ihren Berufsabschluss nicht erreichen, sei viel zu hoch.

Der Arbeitgeberverband, dem teilweise Mitglieder des Kreisverbandes als mittelbare Mitglieder angehören, wählte seinen fünfköpfigen Vorstand neu.

Vorträge zur Sozialen Konditionalität und zum Umgang mit professionalisierten Internetbetrug rundeten das Programm ab.

 

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband

Agrarpolitische Diskussion zur Landwirtschaft im Wandel

Im öffentlichen Teil des Bauernverbandstages fand eine agrarpolitische Podiumsdiskussion mit dem Titel „Landwirtschaft im Wandel: Wie Politik, Markt und Gesellschaft die Zukunft gestalten“ statt.

Nach einem einführenden Statement von Präsident Olaf Feuerborn diskutieren unter der Leitung von Stefan Bernschein der Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt Sven Schulze, der Präsident DLG e.V. Hubertus Paetow, Dr. Andreas Eisen, Bereichsleiter Genoverband e.V. sowie Präsident Feuerborn.

Zu den aktuellen politischen Rahmenbedingungen führte Minister Schulze aus, dass aus der Sicht des Landes Sachsen-Anhalt der mehrjährige Finanzrahmen der EU und den Regelungen zu Kappung und Degression nicht zugestimmt werden kann.

„Wir müssen in der EU auf die Bremse treten mit immer neuen Regelungen“, führte Schulze aus.

Eine fortschrittsoffenen Gesellschaft, die eine moderne Landwirtschaft akzeptiert, war eine Forderung des DLG-Präsidenten Paetow.

„Wir müssen die Wirtschaft wieder in Fahrt bringen“, so Paetow mit Blick auf die kommende Zeit.

Um die Landwirtschaft in die Zukunft zu führen, müssen attraktive Perspektiven für die nächste Generation geschaffen werden, so Dr. Andreas Eisen von Genoverband.

Verlässliche Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln sind dabei zwingend erforderlich.

Wandel und Entwicklung wird es immer geben.

Eine vielfältige Landwirtschaft ist und bleibt ein wichtiger Faktor für den ländlichen Raum.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

Präsident Olaf Feuerborn auf dem Landesbauernverbandstag: In der Wirtschaft wird das Geld verdient

Auf dem 37. Bauernverbandstag des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V. in Dessau zog Bauernpräsident Olaf Feuerborn Bilanz zur Verbandsarbeit.

Vor den anwesenden Delegierten der Kreisbauernverbände und den assoziierten Verbänden legt er dar, dass es ein Jahr mit vielen Aufgaben für den Verband war.

„Bezahlbare Energie und Betriebsmittel, weniger Dokumentationspflichten, praxistaugliche Umwelt- und Tierschutzregeln sind unsere Kernforderungen im Austausch mit Politik und Gesellschaft“, führte Präsident Olaf Feuerborn aus.

Geht es dem Bauern gut, geht es dem Dorf gut, so Feuerborn.

Er wies deutlich darauf hin, dass in der Wirtschaft das Geld verdient wird für all die Dinge, die wir uns als Gesellschaft leisten.

Nach dem Geschäftsbericht und Verbandsregularien stellte die Diskussion zu einer Grundsatzpositionierung des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt zur kommenden Landtagswahl im nächsten Jahr einen Schwerpunkt dar.

Unter der Überschrift „Stabilität für die Landwirtschaft und Zukunft des ländlichen Raums“ wurden die zentralen Forderungen des Verbandes vorgestellt und beraten.

Die inhaltlichen Kernaussagen wurden in den Themenblöcken wie Rahmenbedingungen und Verwaltung, Wirtschaftskraft im ländlichen Raum, Bildung, Arbeitskräfte, Ackerbau und Pflanzenschutz, Nutztierhaltung und Tierschutz, Umweltschutz und Biodiversität gesetzt und beschlossen.

Die Grundsatzpositionierung wird nach der finalen Redaktion online beim Bauernverband Sachsen-Anhalt veröffentlicht.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

Bäume auf dem Acker- 2. Feldtag Agroforstwirtschaft in Beetzendorf

Die LLG-Versuchsstation in Beetzendorf war Veranstaltungsort des 2. Feldtages Agroforstwirtschaft in der Altmark.

Agroforstsysteme kombinieren Land- und Forstwirtschaft, indem Gehölze mit der pflanzlichen Produktion und/oder der Tierhaltung kombiniert werden.

Das Impulsbüro Altmark vom Deutschen Fachverband für Agroforstwirtschaft hatte dazu ein interessantes Programm zusammengestellt, dem viele Interessenten gefolgt waren.

Mit kurzen Vorträgen und vielen Fragen wurden die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen, die Beratungsförderung und die naturschutzfachliche Begleitung in Bezug zur Ökoregelung 3 in der Agrarförderung beleuchtet.

Die Fragen der Landwirte bezogen sich auf die Eigentumsverhältnisse an Flächen für künftige Anlagen, das komplizierte Fördersystem und die Höhe des finanziellen Anreizes bis hin zur Bewertung durch die Naturschutzbehörde in den folgenden Jahrzehnten der Gehölzentwicklung.

Das Praxisbeispiel eines Landwirtes zeigte auf, dass es von der Idee, über die Pflanzung bis hin zur Wirtschaftlichkeit ein weiter Weg ist.

Er berichtete von seinem Grundsatzüberlegungen Bäume auf seinen landwirtschaftlichen Nutzflächen zu integrieren. Seinem Erfahrungsschatz zur Pflanzenauswahl, der Aufwuchspflege, dem Schutz vor Wühlmäusen, dem bewältigen von Dürrejahren bis hin zur ersten Fruchtziehung konnten die Teilnehmer viele wichtige Aspekte entnehmen.

Die Besichtigung der Agroforst-Modellfläche von Cedric Fehseke in Bandau rundete das Programm ab. Auf dem 7,8 Hektar großen Ackerschlag sind  vier Agroforststreifen mit insgesamt 266 Bäumen zu sehen. Pappel, Baumhasel, Birke, Vogelkirsche, Ahorn, Holzbirne und Esskastanie wachsen seit diesem Frühjahr für die Wert- und Brennholzproduktion und schaffen ein vielfältiges Ökosystem.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband

Bauern informieren sich zum Lithiumabbau in der Altmark

Auf der Mitgliederversammlung legte Kerstin Todte, Betriebsleiterin Altmark von Neptun Energy Deutschland GmbH, den derzeitigen Stand der Vorbereitung für eine mögliche Gewinnung von Lithium in der Altmark vor.

Lithium gilt als zentraler Rohstoff für Batterien in Elektrofahrzeugen und als Schlüsselelement für die Energiewende.

Die Landwirte erfuhren, dass es seit 1970 bekannt sei, dass Lithium in den Bohrlöchern nachgewiesen wurde.

In 80er-Jahren stand bereits eine erste Lithium-Extraktionsanlage kurz vor der Inbetriebnahme.

Mit über 100.000 Dokumenten und Analysen zum Untergrund sei ein riesiger Datensatz vorhanden, um das Potenzial des Rohstoffes Lithium zu erfassen, so Kerstin Todte.

Eine aktuelle Studie ergab eine Ressourcenbewertung von 43 Millionen Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent für das Erdgasfeld Altmark.

Derzeit laufen Pilotversuche zum Extraktionsprozess aus dem tiefliegenden Thermalwasser.

Das Thema Wasser ist für uns Bauern immer ein kritischer Punkt, brachte ein Mitglied zur Sprache.

In einem zweiten Teil des Vortrages ging es um die vorhandenen Strukturen von Neptun Energy mit der Zentralstation in Steinitz, sechs Feldstationen, fünfzehn Gassammelpunkten, 137 offenen Bohrungen und ca. 600 km Leitungen.

Frau Todte wies auf die sichtbaren Leitungspfähle in Gelb für Erdgas und Weiß-Grau für Lagerstättenwasser hin.

Es ist darauf zu achten, dass im Bereich der Leitungen keine Erntegüter oder Lesesteine abgelegt werden.

Bei der Verlegung von Drainage oder Beregnungsleitungen ist eine Schachterlaubnis einzuholen.

Mögliche Schäden sind bitte unverzüglich an die ständig besetze Stelle in Steinitz 03901/881302 zu melden, so die Betriebsleiterin Altmark.

 

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband

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