Aktuelles

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17. Oldtimerpreispflügen in Winterfeld

Am Sonntag, den 26. August starten die Treckerfreunde Winterfeld, das sind Dirk Wotapeck und Mario Niemeyer, mit dem 17. Oldtimerpreispflügen.

Gestartet wird am Sonntag um 9.00 Uhr auf dem Acker „Hinter den Höfen“ westlich der Winterfelder Lindenstraße. Besucher folgen bitte den örtlichen Hinweisschildern.

Ein Teilemarkt für kleinere und größere Fahrzeuge und auch das Traktorpulling sind Programmpunkte.

Die Veranstalter rechnen auch in diesem Jahr wieder mit rund 30 Teilnehmern für das Oldtimerpreispflügen und 10 bis 15 Pferdepflüger.

Am Sonntag geht es auch um die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft im Leistungspflügen 2020, die alle zwei Jahre stattfindet. Dieses Jahr findet sie im hessischen Bad Anspach statt.

Erstmals wird es eine Sonderausstellung zum Thema Eigenbautraktoren geben.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Landrat Ziche im Gespräch mit dem Kreisvorstand

Das diesjährige Sommergespräch des Landrates Michael Ziche mit den Vorstandsmitgliedern des Bauernverbandes war geprägt von der Dürresituation. Kaum nennenswerte Niederschläge seit Ende April und dazu die durchweg hohen Temperaturen haben im Landkreis deutlich ihre Spuren hinterlassen. Die Praktiker berichteten von gravierenden Ertragseinbußen beim Mähdrusch und den monetären Folgen von fehlender Menge und schlechten Qualitäten. „Wir wollen nicht jammern, aber für eine Ernte sind seit fast einem Jahr finanzielle Mittel von der Bodenbearbeitung, über das Saatgut, Dünge- und Pflanzenschutzmaßnahmen bis hin zur Ernte in den heranwachsenden Kulturen gebunden, die uns vertrocknet sind“, so der Vorsitzende Raimund Punke. In einer steuerlichen Risikoausgleichsrücklage sehe er für Zukunft bessere Chancen, in extremem Jahren reagieren zu können.

Für die noch im Feld stehenden Kulturen wie Mais, Kartoffeln und Rüben sehe die Prognose nicht besser aus.

Sorge bereitet der fehlende Aufwuchs auf dem Grünland für alle Rinder-, Schaf- und Pferdehalter.

Im Gespräch wurden individuelle Anpassungsstrategien, wie Zukauf von Futter oder früherer Verkauf der Tiere, erörtert, doch eines zeigte sich deutlich: Die Lage ist ernst.

Der Aussaat von Feldgras oder die anstehende Rapsaussaat seien bei den ausgetrockneten Böden ohne Regenprognose ein großes Risiko, aber Landwirtschaft ist ein Kreislauf, bei dem für eine nächste Ernte das Saatgut wieder in den Boden muss.

Kleine Hilfen, die kein Geld kosten, sondern vom Regelwerk der EU abhängen, u.a. die Nutzung von Zwischenfrüchten auf ökologischen Vorrangflächen, befinden sich im Mahlwerk der Bürokratie, kritisierten die Landwirte.

Über Möglichkeiten und Grenzen der Feldberegnung, Augenmaß und Verständnis der Verwaltung bei Kontrollen sowie dem schnellen Einsatz der Feuerwehren im Landkreis wurde mit dem Landrat diskutiert.

Die Besichtigung einer Rinderkoppel des Betriebes Giggel in Jerchel unterstrich abschließend die angespannte Futtersituation noch einmal deutlich.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Dürresituation: Landwirte im Gespräch vor laufender Kamera

In der Landwirtschaftlichen Erzeugergemeinschaft Berge e. G. haben sich Andrea Höppner, Thomas Lippmann und Christina Buchheim, Abgeordnete der Landtagsfraktion die DIE LINKE, mit den Landwirten Christian Mahlow und Friedrich Wilhelm Giggel getroffen, um sich direkt ein Bild von der anhaltenden Dürresituation zu machen. Zum eigentlichen Arbeitsgespräch gesellten sich Pressevertreter und ein Team des mdr Fernsehens.
Beide Landwirte schilderten die derzeitige Lage aus der Sicht der Praxis, die sich aus dauerhaft hohen Temperaturen und den fehlenden Niederschlägen ergeben hat und die sich zwangsläufig noch ergeben wird, denn Landwirtschaft ist immer ein Kreislauf, keine abgeschlossene Sache.
Schwache Ernteerträge, verdorrtes Grünland, kümmerlicher Mais sind die Hauptschwierigkeiten, die es zu meistern gilt. Beide legten plausibel dar, dass ein Betriebsleiter in extremen Situationen nach Lösungen suchen muss und die Versorgung der Tiere mit Futter prioritäre Aufgabe ist. Sie zeigten auf, dass finanzielle Engpässe nicht zu vermeiden sind und es Berufskollegen gibt, die ihre Existenz nicht aufrechterhalten können und Rinderbestände abgebaut werden. Die Situation wird sich nach derzeitiger extrem heißer und trockener Wetterlage weiter zuspitzen. Für die Wiesen wird kaum noch Hoffnung gehegt, dass nutzbares Gras nachwächst. Eine neue Saat wird im staubtrockenen Boden keine Feuchtigkeit zum Keimen finden. Die Ausnahmesituation wird finanziell allein nicht zu bewältigen sein.
Mit den Politikern wurde über mögliche unbürokratische Hilfsmaßnahmen, Nothilfeprogramme aber auch über strategische Ansätze für Extremwettersituationen diskutiert.
Auf einer Weide und im Maisbestand führten die beiden Landwirte Christian Mahlow und Friedrich Wilhelm Giggel den Anwesenden die prekäre Situation noch einmal deutlich vor Augen.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Landwirtschaftsministerin informiert sich über die Folgen der vorherrschenden extremen Trockenheit

Die Pretzierer Agrarerzeugergemeinschaft e. G. legte bei einem Informationsbesuch der Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert die bisherigen Auswirkungen der Trockenheit auf den Betrieb dar.

„Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir rund 42 % der Grobfuttergrundlage im Vergleich zu vorherigen Jahren im Silo“, umriss Betriebsleiter Frank Pieper die sich zuspitzende Situation.

Der Aufwuchs auf den Wiesen sei auch nach Regen, der laut Agrarwetter nicht in Sicht ist, kaum noch zu erwarten.

Der Betrieb stellte dar, wie gering die Erträge im Vergleich zu den Vorjahren aktuell ausfallen. In der Getreidelagerhalle konnten sich jeder selbst davon überzeugen, wie überschaubar die Erntemenge ist und wie klein und leicht die Körner sind.

Fehlende Ware und Qualitätseinbußen gleich fehlende Erlöse.

Nach einem kurzen Einblick in die Rinderhaltung folgte ein Stopp in der Feldmark. Dort stand Mais, der es keinesfalls zu einem nennenswerten Ertrag bringen wird. Schlaffe, viel zu kleine Rüben sind Vorboten eine Minderernte. Auf einer Brache, die jetzt hätte zu Futterzwecken genutzt werden können, stand Jakobs-Kreuzkraut in voller Blüte und führte diese Möglichkeit aufgrund der giftigen Inhaltsstoffe ad absurdum.

Es wurde anhand der betrieblichen Gegebenheiten deutlich, dass die fehlenden Niederschläge die wirtschaftliche Situation bei den Betrieben in den von der Dürre betroffenen Regionen deutlich belasten.

Schnelle Lösungen hatte die Ministerin nicht im Gepäck. Beim Bund und in der EU seien Anfragen zur Hilfe auf dem Prüfstand.

In der kommenden Woche werde sich das Kabinett mit der Situation befassen, um die Nothilfe auf Landesebene zu beraten.

Die aus der Sicht der Landwirte aufgeführte Bitte um das Vorziehen der Auszahlung der Direktzahlungen, wurde mit Blick auf die verwaltungsmäßige Belastung zerpflückt.

Die trockenheitsbedingten Ernteeinbußen werden den finanziellen Druck bei den Landwirten weiter verschärfen. Wir hoffen, dass der Besuch dazu führt, dass im Ministerium wirksame Hilfsmaßnahmen gefunden werden.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Vorstand im Gespräch mit der Lokalpresse zur aktuellen Dürresituation

Der Vorstand des Kreisbauernverbandes hatte Redakteure der Lokalpresse zu einem Pressegespräch eingeladen. Hintergrund des Gesprächs war die extremlang anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen, die bei den Kulturen auf dem Ackerland und auch auf dem Grünland ihre Spuren hinterlassen haben.

So war aus den Aufzeichnungen der Versuchsstation Beetzendorf abzulesen, dass bis Dato nur 147 mm Niederschlag gefallen waren, im Gegensatz zu 333 mm Niederschlag im Vergleichszeitraum 2017. Die Pflanzenbestände mussten bisher mit 159 mm weniger Niederschlag auskommen und das bei deutlich höheren Temperaturen.

Einige Pflanzen waren als Beispiel für die eingeschränkten Wuchsleistungen im Raum zur Erklärung aufgestellt.

Bei den Druschfrüchten wird teilweise mit einem Ernteausfall von über fünfzig Prozent und weiteren Preisabschlägen für Minderqualität gerechnet.

Noch gravierender wird die Futtersituation von den Praktikern eingeschätzt. Vielerorts brachte die erste Grasernte bereits geringe Erträge. Die zweite Ernte des Grases konnte gar nicht erfolgen, weil kein nennenswerter Aufwuchs zur Mahd anstand.

Auf den Weiden zeigt sich vertrocknetes Gras statt sattem Grün.

Die zweite Winterfutterkomponente, der Silomais, erscheint in Abhängigkeit von der Beschaffenheit des Standortes, entsprechend der Jahreszeit viel zu klein, mit eingerollten Blättern und in der Not geschobenen Blüten.

„Uns treibt die Sorge um, dass wir unsere Viehbestände nicht ausreichend ernähren können“, so der Kreisvorsitzende Raimund Punke zu den Jounalisten.

Da finanzielle Schwierigkeiten vorprogrammiert sind, fordern die Landwirte, dass für besonders betroffene Betriebe, ein Dürrehilfsprogramm eingerichtet wird.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Denkanstoß Agrar: Ein Beispiel vor der Haustür – die Agrargesellschaft Siedenlangenbeck mbH

Es ist uns Menschen gegeben, dass wir denken: mal mehr – mal weniger, mal richtig – mal falsch, mal zu viel – mal zu wenig. Manchmal bedarf es eines Anstoßes, um neue Impulse aufzunehmen, Zusammenhänge anders zu verknüpfen und offen dafür zu sein, alte Denkmuster zu ändern.

Die Initiative  www.denkanstoss-agrar.de lässt Landwirte in kurzen Filmbeiträgen zu Wort kommen, um in eigener Sache für einen fairen Dialog in unserer Gesellschaft zu werben.

Sie erklären authentisch, wie die Landwirtschaft auf ihrem Betrieb funktioniert, welcher Motivation sie folgen und welche Herausforderungen zu meistern sind.

Christian Schmidt, Geschäftsführer der Agrargesellschaft Siedenlangenbeck mbH hatte den Mut sich dieser Herausforderung zu stellen, ins Mikrophon zu sprechen und Filmaufnahmen über und in seinen Betrieb zu erlauben.

Hut ab! Film ab!

https://www.denkanstoss-agrar.de/denkanstoesse/christian-schmidt/

Text: A. Jacobs – BV AMK SAW e. V. und Foto: Screenshot aus Denkanstoß Agrar

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner zu Gast beim Deutschen Bauerntag in Wiesbaden

Die mit Applaus von den Delegierten des Bauerntages in Empfang genommene Bundeslandwirtschaftsministerin spiegelte den Schwung sofort in die Reihen zurück: Landwirtschaft ist ein Stück Deutschland, traditionell, modern aber auch wettbewerbsfähig.

„Wenn die Zukunft auf dem Land wächst – so wie ihr Motto des Bauerntages- dann müssen wir auch definieren, wo wir die Landwirtschaft in der Zukunft sehen“, so Klöckner.

Für ihre Amtszeit habe sie sich drei Ziele vorgenommen, betonte sie in ihrer Rede vor den gewählten Vertretern des Berufsstandes.

Erstens müsse es gelingen, aus den ideologischen Gräben heraus zu kommen, um ein Miteinander von Landwirtschaft und Umwelt zu entwickeln.

Grundlagen für die weitere Entwicklung der Branche müssen sich aus Ergebnissen von wissenschaftlicher Forschung speisen und nicht vom Stimmungswandel abhängen, definierte sie als zweites Ziel.

Drittens gelte es in den gesellschaftlichen Dialog mit „ausgetreckter Hand“ zu gehen, um nicht nur Getriebener sondern auch Taktgeber zu sein.

Sie legte den Anwesenden dar, was auf ihrer politischen Agenda steht:

Die EU ist ein Friedensprojekt, in dem die Gemeinsame Agrarpolitik eine wertvolle Rolle spielt. Sie sprach sich für die Beibehaltung der zwei Säulen Struktur aus. Das Agrarbudget muss trotz Brexit und Mehrausgaben in anderen Bereichen stabil für die Basisabsicherung der Bauern zur Verfügung stehen. Ein Gegeneinander der Landwirte durch die Kappung der Direktzahlungen wird abgelehnt.

Im Lande müsse die Tierwohldebatte weiter gehen und die Unsicherheiten in der Schweinehaltung seien zu lösen.

Wohlwissend, wer das Maximale fordert, hat praktisch dann nichts mehr im Land, setzte sie ein Achtungszeichen.

Auch mit der Beleuchtung weiterer Themen wie Stalleinbrüche, unwürdiger Shitstorm im Internet, mehr Wertschöpfung bei der Milch, Wolf und Weidetierhaltung traf sie den Nerv der Bauern.

„Sie garantieren mit ihrer Arbeit die Sicherheit für tägliches Essen“, betonte die Ministerin mit Hinblick darauf, dass die Landwirtschaft zwar im gesamtgesellschaftlichen Kontext gesehen werden muss, aber „Ohne Landwirte ist kein Land zu machen“.

Foto: Tanja Schnitzler für DBV, Text: A. Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Nicht hinten einbrechen, sondern vorne klingeln

Auf dem Forum „Tierhaltung in der Öffentlichkeitsarbeit“ – im Rahmen des Deutschen Bauerntag in Wiesbaden- betonte MdB Johannes Röring, dass die Landwirte die heutige gesellschaftliche Debatte um die Tierhaltung erst nehmen sollen.

„Nicht hinten einbrechen, sondern vorne klingeln“ als Devise für die Tierhalter bedeutet, auf kritische Fragen vorbereitet zu sein.

Einfache Antworten gibt es aber nicht. Die Landwirte haben an vielen Forschungsprojekten teilgenommen, deren Ergebnisse differenziert ausfallen.

Der Tierethiker Christian Dürnberger aus Wien verdeutlichte den Spalt zwischen “das wünscht sich der Verbraucher“ und „das zahlt der Verbraucher“. Er erwartet eine Tierhaltung, in der die Landwirte selbst in Richtung Tierwohl voran gehen und nicht von den Bürgern getrieben werden. Vertrauen braucht aus einer Sicht persönliche Begegnung.

Das ist anstrengend und nicht jeder Landwirt ist dafür geeignet, aber klopfen sie gern den Kollegen auf die Schulter, die es gut machen, so Dürnberger.

„Keine Berufsgruppe schaut den Medien so genau auf die Finger, wie die Landwirtschaft, so der ehemalige Chefredakteur des Bayrischen Fernsehens Prof. Sigmund Gottlieb in seinem Impulsreferat.

Die Medien sind nicht die Interessenvertreter der Landwirtschaft, verteidigt Gottlieb seine Zunft und die kritische Berichterstattung über die Tierhaltung.

„Wo das Wissen ist zu kurz gekommen, wird gern die Moral genommen“, so Gottlieb mit einem deutlichen Hinweis auf die Notwendigkeit der Kommunikation.

Landwirt Hauke Pein aus Appen bei Hamburg lässt jedes Jahr Besucher und rund 120 Schulklassen in seinen Milchviehbetrieb schauen. Der Trend ist seit 15 Jahren ungebrochen, die Fragen dieselben. Wann kommen die Tiere auf die Weide?, warum ist das Kalb nicht bei der Kuh?, was passiert mit der Gülle? und warum wird Mais angebaut?

Für die Schweinehaltung ist dieser Weg keine Option. Wohl aber die Installation einer Webcam, wie Werner Schwarz es seit Jahren praktiziert.

Das sind zwei plakative Beispiele für die Öffentlichkeitsarbeit.

Letztendlich muss jeder seinen eigenen Weg finden, um zu zeigen das die landwirtschaftliche Tierhaltung mehr ist als aufsehenerregende Berichterstattung oder geschickt platzierte Bilder von Marketingkampagnen.

Text und Foto: A. Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Deutscher Bauerntag 2018 verabschiedet „Wiesbadener Erklärung“ zur EU-Agrarpolitik

Die auf dem Deutschen Bauerntag, auch von den Delegierten aus Sachsen-Anhalt, beschlossene „Wiesbadener Erklärung“ ist die Grundlage für den Berufsstand zur weiteren Diskussion zur EU Agrarpolitik.

Die deutschen Bauern haben Kernforderungen zum EU- Finanzrahmen und gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020 formuliert.

Es wird unterstrichen, dass die GAP für die deutsche und europäische Landwirtschaft existenziell ist.

In der „Wiesbadener Erklärung“ fordert der DBV, dass der mehrjährige Finanzrahmen 2021 bis 2017 für beide Säulen der GAP zumindest ein stabiles Budget auf dem heutigen Niveau behält.

Die Funktion der Direktzahlungen zur Unterstützung landwirtschaftlicher Einkommen, zur Risikoabsicherung und zum Ausgleich höherer EU-Standards sind zu erhalten.

Die geplante deutliche Ausweitung der Auflagen hin zu einer „Super Cross Compliance“ (sogenannte „erweiterte Konditionalität“) wird kritisch beurteilt.

Weiterhin werden die Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen im Binnenmarkt, die Vereinfachung bei Antrags- und Kontrollverfahren sowie eine attraktive Gestaltung der Agrarumweltmaßnahmen gefordert.

An die Bundesregierung wurde die Forderung gerichtet, dass bei der Erarbeitung des GAP Strategieplanes die Erfahrungen und Erwartungen aus der landwirtschaftlichen Praxis mit einbezogen werden.

Text und Foto: Bauernverband

Deutscher Bauerntag stellt Forderungen an die Politik

Auf dem Deutschen Bauerntag 2018 in Wiesbaden fordert der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, die Bundesregierung auf, ihr Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen und sich für ein stabiles Agrarbudget in Brüssel einzusetzen.

Die Landwirtschaft braucht Verlässlichkeit bei den agrarpolitischen Rahmenbedingungen, damit die Betriebe wettbewerbsfähig bleiben, so der Präsident.

In seiner Grundsatzrede vor 600 delegierten Bauern aus allen Bundesländern und rund 300 Gästen betonte Rukwied, dass die gemeinsame Agrarpolitik für die deutsche und europäische Landwirtschaft mit einem stabilen Finanzrahmen, einer starken 1. Säule sowie praktikablen Maßnahmen der 2. Säule existenziell ist.

Ländliche Räume brauchen eine starke Landwirtschaft. Es gibt viele Dinge, die die Gesellschaft fordert und die der Berufsstand mit entwickeln muss und wird.

Der Deutsche Bauernverband werde damit den 2015 begonnenen Weg mit dem Leitsatz „Veränderung gestalten“ konsequent fortsetzen.

Aber Maßgabe und Richtschnur für die Ausgestaltung von Rahmenbedingungen ist es, dass die Landwirte mit ihrer Arbeit Geld verdienen, um ihre Betrieb weiter zu entwickeln, so Rukwied.

Mit den Worten: „Ich glaube daran: die Zukunft wächst auf dem Land“, schloss er den Bogen zum Motto des diesjährigen Bauerntages.

Text und Foto: Bauernverband

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