Aktuelles

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Landesweite Eröffnung zum „Tag des offenen Hofes 2019“ in Neuferchau geplant

Bei der Produktivgenossenschaft „Altmark“ eG in Neuferchau laufen derzeit die Vorbereitungen zum „Tag des offenen Hofes 2019“.

Es ist geplant ist, dass die landesweite zentrale Eröffnung der berufsständischen Kampagne   am 15. Juni 2019 in dem kleinen altmärkischen Dorf stattfinden wird.

In einer gemeinsamen Kooperation von Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt, EDEKA, dem MDR und dem Bauernverband Sachsen-Anhalt wird sich der Betrieb der Herausforderung stellen, die Landwirtschaft live zu präsentieren. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus dem Ort, Vereinen und Verbänden laufen derzeit die Vorabsprachen.

Die Produktivgenossenschaft hatte sich beim Bauernverband Sachsen-Anhalt um die Ausrichtung beworben und den Zuschlag bekommen.

Die Genossenschaft ist mit Ackerbau, Grünlandwirtschaft, Aufzucht von Milchviehfärsen sowie Aufzucht und Mast von Schweinen breit aufgestellt. Die Nutzung der Abwärme bei der Biogasherstellung in siebzig Haushalten des Ortes, die eigenen Vermarktung von Schweinen und der Anbau von speziellen Energiepflanzen zeugen davon, dass es Potenzial gibt, Ideen in die Tat umzusetzen.

Im Oktober vorigen Jahres ist der Betrieb mit dem Wirtschaftspreis Altmark ausgezeichnet worden.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband

Bauernpräsident Rukwied: Fragwürdige Diskussion um Feinstaub

Zur Eröffnung des gut besuchten Milchforums des DBV auf der Grünen Woche in Berlin nutzte Bauernpräsident Joachim Rukwied die Gelegenheit und kritisiert den Umgang mit einer bisher unveröffentlichten Studie des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie, die die Landwirtschaft als Hauptverursacher von Feinstaubemissionen darstellt. Der präsentierte Zusammenhang zwischen Feinstaub und vorzeitigen Todesfällen beruht auf Modellrechnungen, die in der Fachwelt auf erhebliche Zweifel stoßen, so Rukwied. Beanstandet wird insbesondere der Eindruck monokausaler Zusammenhänge zwischen Feinstaub und vorzeitigen Todesfällen.

„Solche spekulativen Hochrechnungen sind hochgradig unseriös“, betont DBV-Präsident Joachim Rukwied. Gleichzeitig verurteilte er die mediale Verwertung der unfertigen Studie als Effekthascherei und Affront gegen die Landwirtschaft.

Damit sprach er den Landwirten aus dem Herzen, deren Emotionen mit besagtem Fernsehbeitrag derzeit kochen.

Ziel des DBV-Fachforums Milch war es den Prozess für eine langfristig angelegte Strategie für den Milchsektor zu beginnen.

Jeder vierte Landwirt in Deutschland ist Milchbauer. Die Branche ist also von herausgehobener Bedeutung für die gesamte Landwirtschaft und die Wirtschaftskraft im ländlichen Raum. Dieser Sektor muss sich mit gemeinsamen Anstrengungen den aktuellen und kommenden Herausforderungen stellen.

Milchbauernpräsident Karsten Schmal erläuterte beim Fachforum wesentliche Anliegen des DBV: „Es muss uns gelingen, die Wettbewerbsfähigkeit der Milcherzeugung im zunehmend liberalen Marktumfeld zu erhalten, Produktionsrisiken – hierbei vor allem die zunehmend stark schwankenden Erzeugerpreise – zu meistern und die gesellschaftliche Akzeptanz einer modernen Milchproduktion langfristig zu erhalten.“

Foto und Text: A. Jacobs sowie PM DBV

Ausbildungsbetrieb des Jahres 2019 gesucht

Der Kreisbauernverband hat den Wettbewerb „Ausbildungsbetriebes des Jahres 2019“ gestartet.

Mitgliedsbetriebe, die derzeit aktiv die Berufe Landwirt, Tierwirt oder Fachkraft Agrarservice ausbilden, können sich am Wettbewerb beteiligen.

Ausbildung ist Zukunftssicherung für die Branche.

Azubis zu finden ist angesichts der Vielfalt der Angebote keine leichte Aufgabe.

Die Landwirtschaft hat ihre Nachwuchsgewinnung in den letzten Jahren aktiviert.

Ausbildungsbetriebe sind auf Online Portalen und in den Print- Medien unterwegs.

Gezielt werden aber auch bewährte Strukturen wie Betriebspraktika für Schüler, Betriebsvorstellungen, Messebesuche oder die Elternansprache genutzt.

Eine Ausbildung ist für die jungen Menschen die erste Stufe auf dem Weg ins Berufsleben.

Den Ausbildungsbetrieben mit ihren Ausbildern stehen in der Verantwortung, mit den jeweiligen individuellen Voraussetzungen des Azubis über alle Klippen der Lehre zu gelangen.

Sie müssen die jungen Menschen motivieren und mit berufsspezifischen Fähigkeiten ausstatten, so dass sie zu selbstständigen und eigenverantwortlichen Fachkräften für den Betrieb oder auch für die Landwirtschaftsbranche werden.

Auch in diesem Jahr soll der beste Ausbildungsbetrieb auf dem Kreisbauerntag mit einem Hofschild geehrt werden.

Antragsunterlagen können beim Kreisbauernverband abgefordert werden und sind bis zum 15. Februar 2019 dort einzureichen.

Der Gewinner wird nominiert für den Wettbewerb auf Landesebene im Herbst 2019.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

 

Verwaltungsmonster vor der Staatskanzlei in Magdeburg angeprangert

Die seit dem 01.01.2019 in Kraft getretene Natura 2000 Landesverordnung war der Anlass des heutigen Protestes vor der Staatskanzlei in Magdeburg.

Während im Gebäude das Kabinett tagte, machten die von der Landesverordnung betroffenen Menschen aus dem ländlichen Raum ihrem Unmut Luft.

Nicht mal das wackeln einer Gardine in der Staatskanzlei verriet, dass Botschaften der Landwirte, Waldbesitzer, Jäger und Angler in das Haus drangen.

Dabei war es den Menschen auf der Straße wichtig zum Ausdruck zu bringen, was ihnen im jahrelangen Prozess der Verordnungsgestaltung, die zu einem wahren Verwalungsmonster aufgebläht ist, nicht gelungen war:

Schutz des Eigentums, Folgenabschätzungen für Einschränkungen, Erhalt von produktiven Flächen, Vermeidung von bürokratischen Vorschriften.

„Wir wollen und können die Landesverordnung nicht einfach so geschehen lassen“, rief Bauernpräsident Olaf Feuerborn. Naturschutz gegen die betroffenen Bürger und Nutzer der Landschaft vor Ort kann mit der fast 800 Seiten starken Landesverordnung nicht gelingen.

Von den Verboten weg und hin zu echten Kooperationen im Naturschutz muss das Gebot der Stunde lauten, wenn wir natürliche Lebensräume auf Dauer schützen wollen, so Feuerborn.

Von der Natura 2000 Landesverordnung betroffene Landwirte aus dem Altmarkkreis Salzwedel waren auch unter den Demonstranten zu finden.

Wir sind nicht gegen den Naturschutz, war von ihnen zu hören, aber von zusätzlichen Verwaltungsvorschriften, Bewirtschaftungseinschränkungen, Kontrollen und Sanktionen auf gepachteten oder Eigentumsflächen haben wir die Nase voll.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Landwirte informieren sich zum Ausweisungsverfahren am Grünen Band

Da vorgesehen ist, das Grüne Band Sachsen-Anhalt bis zum Jahrestag der Öffnung der innerdeutschen Grenze 2019 als „Nationales Naturmonument“ gemäß § 24 Bundesnaturschutzgesetz auszuweisen, hatte der  Kreisbauernverband Dr. Ekkehard Wallbaum, Abteilungsleiter Wasserwirtschaft und Naturschutz im MULE, geladen, um sich über das Vorhaben zu informieren.

Die Unterschutzstellung soll per Gesetz erfolgen.

Das Einbringen eines Gesetzentwurfs in den Landtag ist für das 1. Halbjahr 2019 vorgesehen.

Im Altmarkkreis Salzwedel stehen 133 Kilometer Länge in unterschiedlicher Ausprägung zwischen Landesgrenze und Kolonnenweg in 27 Gemarkungen zur Ausweisung an.

Insgesamt ergibt sich eine Fläche von über 850 Hektar, erfuhren die Landwirte.

Zurzeit wird über ein beauftragtes Büro flurstücksscharf erfasst, wie die Grundstücke genutzt werden. Langfristig soll privates Eigentum in öffentliches Eigentum bzw. Eigentum grüner Verbände überführt werden.

Obwohl die naturschutzfachlichen und landeskundlichen Aspekte nachvollziehbar sind, steckt für die Landwirte der Teufel im Detail.

Für Unsicherheit sorgt ein zu erstellendes Rahmenkonzept für Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen.

Für die Landnutzer spielt die Bewirtschaftung und Beweidung sowie die Teilnahme an AUKM Maßnahmen eine entscheidende Rolle.

Die bisherigen Pachtverträge sind oftmals nur Jahresverträge, bei denen die Nutzung mit der Einschränkung der Landbewirtschaftung verknüpft sein kann und die dennoch der Pachterhöhung unterliegen.

Es wird gefordert, diese Aspekte mit in die weitere Betrachtung einzubeziehen.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Verabschiedung des Vorsitzenden des DBV Fachausschusses Ökologischer Landbau

Seit zwanzig Jahren hat sich Dr. Heinrich Graf von Bassewitz für die Integration des Ökolandbaus bei der Arbeit des Deutschen Bauernverbandes stark gemacht.

Auf der Dezembersitzung verabschiedete sich der DBV Fachausschuss von ihm.

Von Bassewitz bleibt zunächst in Brüssel DBV Bauernvertreter für den Ökolandbau.

Er strebt für April 2019 für weitere 2 Jahre die Stellvertreterposition in der COPA AG Ökolandbau an.

Zur Würdigung seiner Arbeit beschrieb Carsten Niemann, langjähriger und künftiger Stellvertreter von Dr. von Bassewitz, die Anfänge der Zusammenarbeit und den Weg von einer Arbeitsgruppe in Bonn bis zum fest etablierten Fachausschuss in Berlin.

Von Bassewitz war angetreten, um die Gräben zwischen ökologischer und konventioneller Landwirtschaft zu überwinden.

„Das wurde zum Anfang gar nicht gern gesehen und war wie in einer Löwengrube“, beschrieb Heinrich von Bassewirt in seinem persönlichen Fazit.

Er wünschte seinem Nachfolger, dem Brandenburger Bauernpräsidenten Henrik Wendorff, bei der Vertretung der Öko-Interessen im DBV ein gutes Händchen, denn Aufgaben gäbe es genug.

Der Fortgang bei der neuen EU Ökoverordnung, die Gentechnikdebatte, die Begleitung der Strategie von zwanzig Prozent Ökolandbau sind nur einige Aspekte auf dem Weg zu einem großen Ziel, dass Dr. Heinrich Graf von Bassewitz so beschrieb: Ein gemeinsamer, nachhaltiger Landbau für alle Bauern.

Es wird ist vorgesehen, dass Carsten Niemann den DBV FA Ökolandbau im BÖLN Beirat vertreten soll.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Erfahren, wo unsere Nahrung ihren Ursprung hat – Landwirte stehen Rede und Antwort

Das Interesse der Schülerinnen und Schüler verschiedenster Schulformen an der Landwirtschaft im Landkreis war auch 2018 wieder sehr hoch.

Mädchen und Jungen verschiedenster Altersklassen aus 62 Schulklassen haben sich live in Landwirtschaftsbetrieben vor Ort informiert.

Neun Klassen sind zur Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau nach Iden gefahren, um sich dort in der Tierhaltung und bei den Ausbildungsmöglichkeiten umzusehen.

Erstmalig konnten die Besichtigung der Milchverarbeitung in der Altmarkkäserei Uelzena GmbH in Bismark sowie die Verarbeitung der Zuckerrüben in Uelzen mit angeboten werden.

Um einen Einblick in die Betriebsabläufe und in die Ställe der hiesigen Agrarbetriebe zu gewährleisten haben sich 15 Betriebe am Projekt “Bauernhof als Klassenzimmer“ mit viel Kompetenz und persönlichem Einsatz beteiligt.

Die Unternehmer und Mitarbeiter dieser Betriebe haben stellvertretend für alle anderen Landwirte die Verantwortung wahrgenommen, um den Dialog zwischen der Landwirtschaft und der Gesellschaft zu fördern.

Für das kommende Jahr haben siebzig Klassen signalisiert, dass sie einen Blick hinter die Hoftore werfen wollen.

Ob als Ergänzung zum Schulstoff oder im Rahmen von Projekttagen – in der hiesigen Landwirtschaft gibt es jede Menge zu erfahren und zu erkunden.

Der persönliche Kontakt zu den Landwirten ermöglicht es, dass zur Ackerbewirtschaftung und zum Umgang mit landwirtschaftlichen Nutztieren nachgefragt werden kann und fördert das Verständnis zum Ursprung unserer Nahrungsmittel.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Landwirte beim Erfahrungsaustausch für das Projekt TIP – „Tage in der Praxis“

TIP -Tage in der Praxis – ist ein Angebot zur vertieften Berufsorientierung für Schüler und Schülerinnen der Klassenstufe 9 an den Sekundar- sowie Förderschulen des Altmarkkreises Salzwedel.

Über 170 Arbeitgeber beteiligen sich am Projekt. Unter ihnen 21 Landwirtschaftsbetriebe.

Im 1. Schulhalbjahr hat der Bauernverband, neben der IHK, der Kreishandwerkerschaft und weiteren Institutionen die Chance genutzt, um die Ausbildungsberufe in der Landwirtschaft vorzustellen.

Im nächsten Schritt erhalten die Schüler die Gelegenheit, mindestens zwei Berufsgruppen vertiefend kennenzulernen. Es werden berufstheoretische und berufspraktische Kenntnisse vermittelt und jeder Schüler wird individuell auf die folgenden Praxistage vorbereitet.

Im 2. Schulhalbjahr wird jeder Schüler dann alle 14 Tage für einen Unterrichtstag in die betrieblichen Abläufe des Praktikumsbetriebes eingebunden und während dieser Phase von einem Jobcoach betreut.

Ziel ist es, dass die jungen Menschen das Berufsfeld und die betrieblichen Gegebenheiten in der Praxis ausprobieren können, um letztendlich die richtige Berufswahl zu treffen.

Der Idealfall ist dabei eine Ausbildungszusage.

Wie kann das Projekt „Tage in der Praxis“ dauerhaft für die Berufsorientierung etabliert werden war Inhalt eines Erfahrungsaustausches im November in Kuhfelde.

Das Projektteam des Vereins zur Förderung der beruflichen Bildung, die Rümsa-Koordinierungsstelle , Schüler, Eltern und Lehrer aus den teilnehmenden Schulen und beteiligte Arbeitgeber kamen in verschiedenen Workshops ins Gespräch, um letztendlich den bestmöglichen Berufsfindungsprozess für die jungen Leute hier in der Region zu begleiten.

Bisher konnten 235 Schüler aus 249 Praktikumsplätzen aussuchen.

Die meisten Schüler (72) haben sich für Praxistage in einem Bau- oder Handwerksbetrieb entschieden, gefolgt vom Bereich Gesundheit/Pflege/Soziales (55). 47 Schüler orientieren sich im Bereich Verwaltung/Handel.

Für einen Blick in die Grünen Berufe entschieden sich 38 jungen Menschen.

Berufsorientierung ist ein Dauerthema und es bleibt zu hoffen, dass sich aus dem Projekt Beständigkeit entwickelt.

Text:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V., Foto: Projektteam VfB Salzwedel

Ministerpräsident brachte auf dem Bauerntag seine Wertschätzung für den Berufsstand zum Ausdruck

Auf dem 30. Landesbauernverbandstag in Ebendorf brachte Dr. Rainer Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, seine Wertschätzung für den landwirtschaftlichen Berufsstand zum Ausdruck. Unmittelbar nach der Einführungsrede von Bauernpräsident Olaf Feuerborn betonte er, dass die heutige Landwirtschaft die umweltfreundlichste ist, die es je gegeben hat.

Der Beschäftigungseffekt der Landwirtschaft und die getätigten Investitionen seinen aus seiner Sicht ein wichtiges Element für den ländlichen Raum.

Mit Blick auf die Dürresituation dieses Jahres zog er einen Rückblick auf vergangene Jahrhunderte, wo Dürrejahre katastrophale Auswirkungen hatten.

Obwohl eine Dürrehilfsprogramm da ist, sei er auch nicht froh, dass so ein kompliziertes Regelwerk damit verknüpft ist.

Es sei aber sein Ansatz gewesen, dass alle Ressorts schauen, welches Geld in das Programm gegeben werden kann. Die Bauernschaft gab ihm mit auf den Weg, dass die Gelder nun auch ausgereicht werden müssen.

Bei der Umsetzung der Natura 2000 Landesverordnung sieht der Ministerpräsident den Vorrang von Nutzung unter Beachtung von Naturschutzaspekten.

Im Dezember werde sich das Kabinett und auch die Arbeitsgruppe Umwelt des Landtages mit einer Anhörung damit befassen.

Weitere Themen im Redebeitrag wie auch in der Diskussion waren die Schafhaltung und der Umgang mit dem Wolf, die Kontrollen in der Tierhaltung und die Agrarstruktur.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

 

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