Aktuelles

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Handlungskonzept Bohrschlammgruben – Von den repräsentativ ausgewählten untersuchten Bohrschlammgruben geht keine Gefahr aus

Auf der 5. Sitzung des Arbeitskreises „Informationsgruppe Bohrschlammgruben“ im Juli in Salzwedel wurde das „Handlungskonzept zur bodenschutzrechtlichen Bewertung und Bearbeitung von Bohrschlammgruben im Ökologischen Großprojekt „Erdgasfelder Altmark“ vorgestellt.

Seit Sommer 2019 liefen umfassende Arbeiten zur repräsentativen Untersuchung von Bohrschlammgruben im Altmarkkreis Salzwedel.

Letztendlich bildeten 15 ausgewählte Gruben die Grundlage der umfangreichen Analyse.

Ziel der Arbeiten ist, das von den mit Boden abgedeckten Bohrschlammgruben ausgehende Gefahrenpotenzial für Mensch und Umwelt zu ermitteln und zu bewerten.

Neben Boden und Grundwasser wurden auch Pflanzen untersucht, da die Flächen häufig landwirtschaftlich genutzt werden, in diesem Fall 11 der ausgewählten Gruben.

Der Gutachter Volker Jungk, AKVO GmbH Berlin, stellte in einer Präsentation die wesentlichen Inhalte vor.

Dem Arbeitskreis Informationsgruppe Bohrschlammgruben wurde der Bericht vorab zur Verfügung gestellt, sodass gezielt in die umfangreichen Untersuchungen und Auswertungen geschaut werden konnte.

Die Untersuchung der Gefährdung Nutzpflanze -Mensch ergab, dass dieser Pfad keine gesundheitlichen Bedenken aufweist.

Im nächsten Schritt sollen weitere 20 Standorte vertiefend untersucht werden.

Foto: AEG eG Pretzier Text: PM und A. Jacobs – Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

Bauernverbände fordern von der Sonder-Agrarministerkonferenz Klarheit für die anstehende Aussaat

Die Präsidenten der Landesbauernverbände aller Ost-Bundesländer haben am 26. Juli, im Vorfeld der am Donnerstag stattfindenden Digitalen Sonder-Agrarministerkonferenz, eine gemeinsame Pressekonferenz in Magdeburg durchgeführt.

Aktuell ist in relevanten Punkten unklar, welche politischen Vorgaben ab dem 01.01.2023 final gelten werden.

Gemeinsames Anliegen war es, deutliche Signale der an den Bundeslandwirtschaftsminister und die Länder-Agrarminister zu senden.

Die Bauernpräsidenten fordern, die vollumfängliche Umsetzung des Vorschlages der EU-Kommission: Das Aussetzen der verpflichtenden Ackerbrache von 4 % sowie Ausnahmen beim Fruchtwechsel.

Deutschland darf im Kontext der EU-Mitglieder keinen eigenen Weg gegen die eigene Landwirtschaft gehen.

„Wir brauchen jetzt Entscheidungen, wie wir mit dem Acker nach der Ernte verfahren sollen“, so Präsident Feuerborn.

Die Politik kann den Landwirten nicht erst im Winter sagen, was sie im Herbst hätten tun sollen, warnten die Präsidenten auch mit Hinblick auf die Erarbeitung und Genehmigung des Nationalen Strategieplans durch Brüssel.

Forderungen BV-Ost zur Sonder-Agrarministerkonferenz: 2022 07 28 Sonder AMK LBV NBL

Foto: A. Jacobs, Text: PM / A. Jacobs – Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

 

Vom Kalb bis zur Agrartechnik – Schüler/innen zu Gast auf Landwirtschaftsbetrieben

Das Interesse an der Landwirtschaft des Landkreises war bei den Schülerinnen und Schülern im abgelaufenen Schuljahr wieder sehr hoch.

Ob als Ergänzung zum Schulstoff oder im Rahmen von Projekttagen – in der hiesigen Landwirtschaft gibt es jede Menge zu erfahren und zu entdecken.

Rund siebenhundert Mädchen und Jungen verschiedenster Altersklassen aus 16 Schulen haben live in Landwirtschaftsbetrieben erfahren, wo unsere Nahrung ihren Ursprung hat.

Heute kann jeder von uns seinen Tisch mit einem Angebot an hochwertigen Nahrungsmitteln füllen, ohne je selbst dafür Tiere gefüttert oder den Boden bewirtschaftet zu haben.

Effektivere Produktionsmethoden haben dafür gesorgt, dass immer weniger Menschen in der Landwirtschaft arbeiten.

Somit hat sich der Blickwinkel auf die Branche geändert.

Den Landwirten ist es aber sehr wichtig, mit der Gesellschaft in Kontakt zu bleiben.

Um einen Einblick in die Betriebsabläufe und in die Ställe der hiesigen Agrarbetriebe zu gewährleisten, haben sich zehn Betriebe am geförderten Projekt “Bauernhof als Klassenzimmer“ mit viel Kompetenz und persönlichem Einsatz beteiligt.

Die Unternehmer und Mitarbeiter dieser Betriebe haben stellvertretend für alle anderen Landwirte die Verantwortung wahrgenommen, um den Dialog zwischen der Landwirtschaft und der Gesellschaft zu fördern.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

Ausbildungsmesse: Viele Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen

Die Agentur für Arbeit Stendal und die Berufsbildenden Schulen (BbS) des Altmarkkreises Salzwedel organisieren wieder gemeinsam eine Ausbildungsmesse in Verbindung mit dem Tag der offenen Tür in Salzwedel.

Statt wie sonst im Februar in der Sporthalle, konnte sich eine stattliche Anzahl von Arbeitgebern auf dem Freigelände im sommerlich warmen Ambiente präsentieren.

Der Stand der Landwirtschaft konnte mit einem Traktor anschaulicher präsentiert werden als sonst in der Halle möglich.

Azubi Alexander Wendt von der Agrarerzeugergemeinschaft e G Pretzier gab Auskunft über seine Ausbildung und nahm Interessenten mit in die Fahrerkabine.

Auf einem Gemeinschaftsstand mit dem ALFF Altmark wurden Informationen für die Berufe in der Landwirtschaft und ganz speziell für die Ausbildung zum Landwirt, zum Tierwirt und zur Fachkraft Agrarservice vorgestellt.

Es war vielleicht nicht der optimale Zeitpunkt, so dass sich der Zulauf von Seiten der Schülerinnen und Schüler in Grenzen hielt.

Dennoch gab es gute Gespräche, Interesse und Anfragen.

Die Ausbildungsmesse bot eine gute Gelegenheit, sich gezielt über die regionale Möglichkeiten, Ausbildungsvoraussetzungen, Berufswege, Verdienstmöglichkeiten und Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu informieren.

Die Landwirtschaft konkurriert dabei mit zahlreichen anderen Branchen um die potenziellen Auszubildenden.

Bei den ca. 80 Ausbildungsbetrieben, die über den ganzen Altmarkkreis verteilt sind und in denen Mädchen und Jungen für die Berufe Landwirt, Tierwirt und Fachkraft Agrarservice ausgebildet werden, gibt es noch einige offene Stellen für den Ausbildungsbeginn im August 2022.

 Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

Azubis informieren sich über die Fütterung von Kalb bis zur tragenden Färse

Im Projekt Verbundausbildung fand eine Veranstaltung zum Thema Kälberfütterung in der Produktivgenossenschaft Neuferchau statt.

Ein verantwortlicher Mitarbeiter des Betriebes und ein Spezialberater nahmen die künftigen Fachleute mit auf einen Rundgang vom Kälberdorf bis zur tragenden Färse.

Im Alter von vier Monaten kommen die Kälber aus den Zulieferbetrieben.

Mit rund 24 Monaten gehen die dann tragenden Färsen in ihren Ursprungsbetrieb zurück.

Entsprechend von Alter und Entwicklung werden die Rationen angepasst.

Auf die Funktionsweise des Verdauungssystems des Kalbes und weitere Entwicklung des Pansensystems ist die Fütterung im Kälberdorf ausgerichtet.

Neben der Milch wird eine Trocken-TMR angeboten.

Die Azubis nahmen die Bestandteile aus Grobfutter und Kraftfutter in Augenschein.

Sie erfuhren, dass der mechanische Reiz aus dem Grobfutter zum Größenwachstum des Pansens führt und die Stärke aus dem Kraftfutter die Entwicklung der Pansenzotten fördert.

Der weiteren Entwicklung angepasst wird die Fütterung so gestaltet, dass die Erstbesamung der Tiere zu einem optimalen Zeitpunkt mit passender Lebendmasse erfolgen kann.

Auch die Fütterung der tragenden Tiere wurde besprochen.

Zum Schluss wurde nach bestimmten Vorgaben eine Ration im Futtermischwagen zusammengestellt.

 Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

Regionalmarke: „Drömlingsrind“ – Präsentation in Rätzlingen

Im Biosphärenreservat Drömling wurde eine Regionalmarke entwickelt.

Für den Bereich Rindfleisch wurden Kriterien erarbeitet, nach denen sich die Betriebe zertifizieren lassen können.

So müssen die Betriebsflächen im Biosphärenreservat liegen, die Grundfuttermittel daraus stammen und eine extensive Weidehaltung erfolgen.

Betriebe, die ihre Ware unter der Marke „Drömlingsrind“ anbieten, müssen Mitglied im Partnernetzwerk sein.

Die Grünlandbewirtschaftung muss unter Berücksichtigung von Arten- und Biotopschutzanforderungen erfolgen.

Eine Aufstallung der Fleischrinder ist unter Berücksichtigung von Mindestanforderungen an Stallplatz und Einstreu in der kalten Jahreszeit möglich.

Die Schlachtung und die Verarbeitung müssen in einem engen Radius erfolgen. Erst dann kann das Produkt unter dem Siegel der Regionalmarke seinen Verkaufsweg antreten.

Von der Qualität des Fleisches gaben ausgewählte Betriebe auf dem Galloway-Zuchtbetrieb Lauenroth-Mago in Rätzlingen auf einer gemeinsamen Präsentation erste Kostproben.

Mit dabei war Andreas Zerneke aus Kusey, der die Sichtweise seines Biobetriebes darlegte und betonte, dass es wichtig ist, dass der eingeschlagen Weg weiterhin gemeinsam gegangen wird.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

Azubis der Verbundbetriebe informieren sich zum Thema Düngerstreuer

Rund um den Düngerstreuer ging es bei der zweiten gemeinsamen Veranstaltung im Projekt Verbundausbildung.

Im Landwirtschaftlichen Unternehmen Tangeln e. G. stellte Christian Eis, Mitarbeiter aus der pflanzlichen Produktion, die bereitgestellte Technik vor.

Der Zweischeibendüngerstreuer mit vollautomatischer EMC-Dosierautomatik wurde in seiner Funktionsweise den Azubis erläutert.

Für eine bedarfsgerechte Düngung muss der Düngerstreuer korrekt eingestellt werden.

Christian Eis demonstrierte, wie sich die Querverteilung des Düngers überprüfen und korrigieren lässt, um noch mehr Sicherheit und Präzision bei der Düngerverteilung zu bekommen.

Die Pflanze soll bekommen, was sie zum optimalen Wuchs an Nährstoffen braucht.

Im WLAN Modul werden Daten der Schläge mit ihren Grenzen und Ertragszonen zur variablen Düngerausbringung vernetzt.

Er stellte die passende Düngerstreuer App vor, in der spezifische Einstellwerte für die Dosierung und Verteilung von unterschiedlichsten Düngemitteln zu finden sind.

Im Anschluss führte Betriebsleiter Christian Raapke die Auszubildenden durch den Bereich der Biogasproduktion des Betriebes.

 Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

FDP-Landtagsmitglieder zu Gast in einem Agrarbetrieb in Neuferchau

Zum Thema Landwirtschaft sahen sich die FDP-Landtagsmitglieder Johannes Hauser, Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten und Kathrin Tarricone, Vorsitzende des Ausschusses für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt, in der Produktivgenossenschaft Altmark e G Neuferchau um.

Der Betriebsleiter Henry Hartmann legte die Eckdaten des Betriebes dar.

Bei einem Rundgang von der Kälberhaltung, der Färsenaufzucht, der Schweinemast über die Biogasproduktion bis hin zur Trocknung von Erntegut und der Wärmeversorgung von 70 Haushalten des Dorfes gab es viele Gesprächsansätze.

Die Sicherung der Ernährungs- und Energieversorgung spielten dabei eine zentrale Rolle.

In der Praxis haben politisch festgelegten Rahmenbedingungen von der Drosselung der Produktion im Biogasbereich bis hin zur Stilllegung von Flächen sowie Einschränkungen bei der Düngung und im Pflanzenschutz bisher noch eine bremsende Wirkung.

Die Junglandwirteförderung, die weitere Ausweisung von Roten Gebieten und die Ausgestaltung der Programme der zweiten Säule der Agrarförderung für natursensible Gebiete, wie den Drömling, wurden besprochen.

Eine zentrale Rolle für die Sicherung von Erträgen spielt die Wasserversorgung.

So wird derzeit eine Studie zur Stabilisierung des Wasserhaushalts im Drömling durch die Wasserüberleitung aus dem Mittellandkanal vergeben, war von den Politikern zu hören.

Im Land wird an einer Novellierung des Wassergesetzes gearbeitet.

Eine Besichtigung der Feldkultur Durchwachsene Silphie und ein Blick in den Drömling zu dem Moordammkulturen rundete den Besuch ab.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

Erste Veranstaltung beim Ausbildungsverbund zum Thema Bodenbearbeitung

„Gemeinsam gut ausbilden“ so der Titel des Projektes Verbundausbildung in der Landwirtschaft.

Zur Sicherung der Qualität der Ausbildung wurde der erste Ausbildungsverbund in Klötze gegründet.

Elf Auszubildende aus fünf unterschiedlichen Ausbildungsbetrieben profitieren derzeit aus diesem Gemeinschaftsprojekt.

Die erste Veranstaltung zum Thema Bodenbearbeitung hatte die Milcherzeugergenossenschaft Klötze e. G. organsiert.

Die Azubis mit dem Ausbildungsberuf Landwirt/in trafen sich in Klötze, um dann zum Landmaschinen Vertrieb Altenweddingen (LVA) nach Kusey zu fahren.

Dort standen verschiedene Bodenbearbeitungsgeräte für den Berufsnachwuchs bereit.

Eckhart Wägner von der Firma Köckerling erläuterte die Einsatzmöglichkeiten der Eggen, vom Stoppelsturz, über die Strohverteilung bis hin zur Saatbettbereitung.

Der Wasserrückhalt in der Fläche wurde ebenso besprochen, wie die Möglichkeiten der Unkrautbekämpfung, auch im Ökolandbau.

Die Azubis verfolgen aufmerksam die Ausführungen zur Arbeitsbreite, der nötigen Zugtechnik, den Einstellungsmöglichkeiten und zur Sicherung im Straßenverkehr.

„Ihr musst euch bewusst sein, dass ihr eine hohe Verantwortung habt für die Zugmaschine und für die Anbaugeräte“, so Wägner bei der Nachfrage zu den Wartungsarbeiten und den Kosten der Anbaugeräte.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

Schwung für die kommende Abschlussprüfung

In der Berufsausbildung hat die Corona Situation auch Spuren hinterlassen.

Die Azubis des jetzigen dritten Lehrjahres konnten keine praktische Zwischenprüfung absolvieren.

Jetzt rückt die Abschlussprüfung in greifbare Nähe.

In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Prüfungsausschuss und der zuständigen Ausbildungsberaterin des ALFF Altmark wurde ein „Praxistag“ organisiert und die Azubis (m /w/ d) des dritten Lehrjahres der Berufe Landwirt / Tierwirt-Rind und Fachkraft Agrarservice eingeladen.

In der Milcherzeugergenossenschaft Klötze e G wurden sechs Stationen vorbereitet, an denen die Prüfungsausschussmitglieder den Wissensstand abfragten und wertvolle Hinweise gaben, um Wissenslücken zu schließen.

Im Rinderstall forderte Gabriele Knudzen die Kenntnisse zu den Körperbaumerkmalen, dem Gesundheitszustand, den Zuchtzielen und den Haltungsbedingungen ab.

Um die Erkennung von Futtermitteln und deren Einsatz in der Fütterung ging es auf der Station von Daniela Kunkel Predöhl.

Fachwissen rund um das Thema Tierkennzeichnung, Stallkarten, Kälberhaltung bis hin zum praktischen Einziehen von Ohrmarken stand bei Olaf Menz auf dem Programm.

Bestes Wetter begleitete die Stationen im pflanzlichen Bereich.

Bei Norbert Tendler, Prüfungsausschussvorsitzender, mussten die Unkräuter im Feldbestand gefunden und bestimmt werden.

Rund um das Thema Pflanzenschutz, anhand der aufgestellten Technik des Betriebes, ging es bei Frank Glameyer.

Die Möglichkeiten der Ertragsschätzung unter den Gesichtspunkten der Pflanzen- und Bestandsentwicklung sowie der Schlaggröße besprach Christian Raapke mit den Azubis des dritten Lehrjahres.

„Ich hoffe, ihr habt heute den nötigen Schwung mitbekommen, um euch auf einen erfolgreichen Berufsabschluss vorzubereiten“, so Norbert Tendler, der bei der Auswertung den Azubis Mut machte, sich im Ausbildungsbetrieb gezielt mit Fachwissen zu rüsten.

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

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