Aktuelles

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Mitgliederversammlung des Arbeitgeberverbandes in Barleben

„Als land- und forstwirtschaftlicher Arbeitgeberverband in Sachsen-Anhalt sehen wir unsere Aufgaben und unsere Verantwortung im Bereich der Arbeitsmarkt, Sozial- und Bildungspolitik“, so der Vorsitzende Freiherr Albrecht von Bodenhausen auf der Mitgliederversammlung in dieser Woche.

In der Tarifpolitik als einer der Hauptaufgaben des Verbandes standen und stehen

die Bemühungen um die Verhandlung eines neuen Entgelttarifvertrages, der bereits zum Ende 2015 auslief, im Mittelpunkt, so Bodenhausen in seinem Vorstandsbericht.

Der Gesamtverband hatte mit der IG BAU im Dezember 2017 eine Bundesempfehlung Landwirtschaft abgeschlossen. Diese gilt es auf Landesebene umzusetzen.

Dabeistehen nicht nur Lohnerhöhungen, sondern auch Regelung zu einer Arbeitszeitflexibilisierung in der Agenda.

Im August hatte der Arbeitgeberverband mit den Vertretern der IG BAU verhandelt.

Letztendlich ist es zu keinem Abschluss gekommen.

Gemeinsam mit den Arbeitgeberverbänden Sachsen, Brandenburg und Thüringen soll es zu weiteren Verhandlungen kommen.

Über den Fortgang werden die Mitglieder informiert.

Aus unserem Landkreis gibt es Landwirtschaftsbetriebe, die Mitglied im Arbeitgeberverband sind und mittelbare Mitglieder über den Kreisbauernverband.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Pressegespräch: Im fünften Monat ohne nennenswerte Niederschläge

Der Vorstand des Kreisbauernverbandes hatte zu einem Pressegespräch geladen.

Treffpunkt war ein 22 Hektar großer Rübenschlag der Genossenschaft in Baudau.

Die Zuckerrüben machten das Ausmaß der Trockenheit deutlich sichtbar:

Viel zu kleine Rüben stecken im verdorrten Boden. Das Roden ist derzeit unmöglich.

Betriebsleiter Harald Könnig fand für seinen Betrieb deutliche Worte: „So schlimm haben wir es noch nie gesehen“.

Die letzte in diesem Jahr zu erntende Feldkultur wird mit sechzig Prozent Ausfall die bisherige Situation noch verschärfen, legte er dar.

Im fünften Monat in Folge ohne nennenswerten Regen sind auch die optimistischsten Landwirte dünnhäutig geworden.

Der Berufsstand hat lange auf seine schwierige Lage und die noch nicht komplett abzuschätzenden Folgen hingewiesen.

„Die politischen Instrumente sind einfach zu träge, um in extremen Situationen eine echte Hilfe zu sein“, so Könnig.

Jeder Betriebsleiter sucht individuell nach Lösungen, um die Auswirkungen für den Betrieb zu mindern: Zukauf und Verkauf von Grobfutter auch in diesen knappen Zeiten ist unter den Kollegen keine Seltenheit.

Ackerbauliche und Betriebswirtschaftliche Entscheidungen sind zu fällen, um die Betriebe am Leben zu erhalten.

Die Enttäuschung über die Ergebnisse der bisherigen Zusagen der Politik sind groß.

„Es wurde viel gesagt, aber angekommen ist noch nichts“, so Vorstandsmitglied Harald Könnig

Die Bürokratie fresse die aus der Sicht der Landwirte machbaren Instrumente auf.

Ein vorgesehenes Dürrehilfsprogramm steckt in der Erarbeitung und ist vor Oktober nicht zu erwarten.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Tag des offenen Hofes in Lindstedterhorst mit vielen Besuchern belohnt

Die Agrarproduktion Lindstedt e.G. hatte am Samstag nicht nur seine Landverpächter geladen, sondern für auch für interessierte Gäste seinen Betriebsstandort in Lindstedterhorst geöffnet.

Auf dem bestens vorbereiteten Gelände der Milchrinderanlage konnte der Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer Lars Blaschke zahlreiche Gäste begrüßen.

„In den letzten zehn Jahres sind über drei Millionen Euro in die Verbesserung der Haltungsbedingungen für die Kühe und in den Bau des Melkstandes geflossen“, so Blaschke bei der Vorstellung des Betriebsstandortes.

Des Weiteren wurde im Biogasbereich investiert, um die Anlage flexibel fahren zu können.

Mit einem Blick auf den alles überragenden Baukran wies er darauf hin, dass die Zeit nicht stehen bleibt. Die neue Düngeverordnung erfordert, dass derzeit in die Lagerung von wirtschaftseigenem Dünger investiert wird.

Der Hoftag startete mit einer Vorführung der Jungzüchter, die seitdem frühen Morgen ihre Vierbeiner auf Hochglanz gewienert hatten und ihrem Auftritt entgegenfieberten.

Im Stall hatten die Jungzüchter aus dem Team Lindstedt mit Fotos, Texten, Schleifen und Schärpen ihre bisherige erfolgreiche Arbeit dargestellt.

Das die Jungzüchterarbeit im Betrieb ganz „großgeschrieben“ wird, stellten die Mädchen und Jungen unter Beweis, die gekonnt ihre Rinder dem Publikum vorführten.

Die vielen kleinen Gestaltungsideen vom Bogenschießen bis zum Kutschieren, die Ausstellung der Agrartechnik, die Führungen durch Ställe und Melkstand machten in sympathischer Atmosphäre aus diesem Tag etwas ganz Besonderes.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Ronny Anhalt gehört zu den Absolventen – Zeugnisübergabe und Freisprechung der Landwirte in Salzwedel

Seinen Berufsabschluss als Landwirt hat der Klötzer Ronny Anhalt seit Kurzem in der Tasche.

Im August nahm Ronny Anhalt auf einer feierlichen Veranstaltung in der Berufsbildenden Schule sein Zeugnis für seinen Wunschberuf in die Hände.

Das Prädikat „Gut“ steht auf seinem Abschlusszeugnis für die bestandenen theoretischen und praktischen Prüfungen.

Insgesamt können sich 59 junge Menschen, die die Berufsschule in Salzwedel besucht haben, über ihren erfolgreichen Abschluss als Landwirt oder Landwirtin freuen.

Acht Jugendlichen wart es gleichzeitig gelungen, die Fachhochschulreife zu erlangen.

Im Beisein von Verwandten, Freunden und Wegbegleitern wurden die Facharbeiter mit einer Freisprechung in den Berufsstand aufgenommen.

Unter ihnen Ronny Anhalt, bei dem schon frühzeitig feststand: Hauptsache ein Beruf unter freiem Himmel.

Die Gespräche mit seinem Großvater über die Arbeit eines Traktoristen haben für den Zwanzigjährigen sozusagen wie ein Wegweiser zum Beruf Landwirt geführt.

Bei den Schulpraktika hat er sich beim Gartenbau und in Agrarbetrieben in der Klötzer Region umgeschaut.

Letztendlich entschied er sich, seine Bewerbung zur Genossenschaft nach Kusey zu schicken.

„Von Anfang an hat mir in diesem Betrieb das Betriebsklima gut gefallen“, so der junge Mann.

Die Agrargenossenschaft „Dr. Schultz-Lupitz“ e. G. gab dem Klötzer eine Chance zur Ausbildung, obwohl er zum damaligen Zeitpunkt noch keinen Führerschein besaß.

Aus diesem Grund musste sich der technikbegeisterte Azubi fußläufig mit den verschiedensten Aufgaben im Betrieb vertraut machen, beispielsweise beim Sortieren von Kartoffeln und bei den Mutterkühen.

Der Betrieb hat den Erwerb der Fahrerlaubnis mit unterstützt und dann ging für den Azubi der Start in seine Wunschtätigkeit erst richtig los: Traktor fahren.

„Bei einem zukünftigen Azubi werden wir darauf achten, dass eine Fahrerlaubnis vorhanden ist“, so Ausbilder und Vorstandsmitglied Thomas Dörwald.

Drei Jahre der dualen Ausbildung liegen erfolgreich hinter dem ruhigen jungen Burschen.

„Für mich waren die Schule und die überbetriebliche Ausbildung interessant“, so der Jungfacharbeiter, der seine Stärken aber eher in der beruflichen Praxis sieht.

Sein ehemaliger Ausbilder beschreibt ihn so: Er ist sehr an seiner Arbeit interessiert und wird seine wahre Berufung bei den Arbeiten in der Pflanzenproduktion noch finden und verfeinern.

„Ich bin während meiner Ausbildung in der Kuseyer Genossenschaft immer sehr gut gefördert worden“, so der Landwirt.

Alle Arbeiten beim Transport und auf dem Acker machen ihm Spaß, nur die Arbeit mit den Tieren sei nicht so sein Ding, gibt er ehrlich zu.

Jetzt ist er einer von zwanzig Kollegen im Betrieb und fährt mit großer Technik, denn er wurde von seinem Ausbildungsbetrieb übernommen.

Er freut sich auf die kommenden Aufgaben, wie Bodenbearbeitung und Aussaat.

„Ich werde noch vieles rund um den Ackerbau vertiefend lernen müssen und hoffe, dass ich das gut packe“, so Ronny Anhalt.

Doch Junglandwirt und ehemaliger Ausbilder sind sich einig: Mit gutem Willen und Geduld ist das zu schaffen.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Zeugnisübergabe für junge Landwirtinnen und Landwirte an der Berufsbildenden Schule im Altmarkkreis Salzwedel

Zum vierten Mal in Folge fand in der Sporthalle der Berufsschule eine zentrale Veranstaltung zur Zeugnisübergabe und zur Freisprechung der jungen Landwirte statt, die gemeinsam vom den sachsen-anhaltinischen Agrarverbänden organisiert wurde.

Bildung ist ein hohes Gut, betonte Landrat Michael Ziche in seinen Grußworten.

„Die Natur wird ihr Begleiter und auch Lehrmeister sein auf dem von ihnen gewählten Lebensweg“, so der Landrat.

Die Absolventen für den Beruf Landwirt/in, die während ihrer dreijährigen dualen Ausbildung die berufsbildende Schule in Salzwedel besucht haben, haben am 17. August die Gelegenheit genutzt, um mit Eltern, Freunden und Ausbildungsbetrieben den würdigen Abschluss zu begehen.

Insgesamt haben 55 Azubis einen erfolgreichen Abschluss geschafft.

Es war der neunte Jahrgang mit der Möglichkeit, neben dem Beruf auch die Fachhochschulreife zu erwerben. Acht Absolventen nutzten die Gelegenheit, wovon sieben persönlich aus den Händen von der amtierenden Schulleiterin Annerose Rohde ihr Dokument in Empfang nahmen.

 „Vor drei Jahren war der heutige Tag eine verschwommene Perspektive, heute ist er das Fundament für ihren weiteren Weg,“, betonte Freiherr Albrecht von Bodenhausen in seiner Festrede.

So richtig feierlich wurde es bei der Freisprechung, als sich die Absolventen von ihren Plätzen erhoben und Landwirt Peter Warlich sie von ihren Lehrlingspflichten freisprach und den Berufsstand aufnahm.

Weiter Bilder der Zeugnisübergabe finden Sie auf der Homepage

des Kreisbauernverbandes Stendal e. V. unter folgendem Link: https://www.kreisbauernverband-stendal.de/feierliche-zeugnisuebergabe-und-freisprechung/

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

17. Oldtimerpreispflügen in Winterfeld

Am Sonntag, den 26. August starten die Treckerfreunde Winterfeld, das sind Dirk Wotapeck und Mario Niemeyer, mit dem 17. Oldtimerpreispflügen.

Gestartet wird am Sonntag um 9.00 Uhr auf dem Acker „Hinter den Höfen“ westlich der Winterfelder Lindenstraße. Besucher folgen bitte den örtlichen Hinweisschildern.

Ein Teilemarkt für kleinere und größere Fahrzeuge und auch das Traktorpulling sind Programmpunkte.

Die Veranstalter rechnen auch in diesem Jahr wieder mit rund 30 Teilnehmern für das Oldtimerpreispflügen und 10 bis 15 Pferdepflüger.

Am Sonntag geht es auch um die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft im Leistungspflügen 2020, die alle zwei Jahre stattfindet. Dieses Jahr findet sie im hessischen Bad Anspach statt.

Erstmals wird es eine Sonderausstellung zum Thema Eigenbautraktoren geben.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Landrat Ziche im Gespräch mit dem Kreisvorstand

Das diesjährige Sommergespräch des Landrates Michael Ziche mit den Vorstandsmitgliedern des Bauernverbandes war geprägt von der Dürresituation. Kaum nennenswerte Niederschläge seit Ende April und dazu die durchweg hohen Temperaturen haben im Landkreis deutlich ihre Spuren hinterlassen. Die Praktiker berichteten von gravierenden Ertragseinbußen beim Mähdrusch und den monetären Folgen von fehlender Menge und schlechten Qualitäten. „Wir wollen nicht jammern, aber für eine Ernte sind seit fast einem Jahr finanzielle Mittel von der Bodenbearbeitung, über das Saatgut, Dünge- und Pflanzenschutzmaßnahmen bis hin zur Ernte in den heranwachsenden Kulturen gebunden, die uns vertrocknet sind“, so der Vorsitzende Raimund Punke. In einer steuerlichen Risikoausgleichsrücklage sehe er für Zukunft bessere Chancen, in extremem Jahren reagieren zu können.

Für die noch im Feld stehenden Kulturen wie Mais, Kartoffeln und Rüben sehe die Prognose nicht besser aus.

Sorge bereitet der fehlende Aufwuchs auf dem Grünland für alle Rinder-, Schaf- und Pferdehalter.

Im Gespräch wurden individuelle Anpassungsstrategien, wie Zukauf von Futter oder früherer Verkauf der Tiere, erörtert, doch eines zeigte sich deutlich: Die Lage ist ernst.

Der Aussaat von Feldgras oder die anstehende Rapsaussaat seien bei den ausgetrockneten Böden ohne Regenprognose ein großes Risiko, aber Landwirtschaft ist ein Kreislauf, bei dem für eine nächste Ernte das Saatgut wieder in den Boden muss.

Kleine Hilfen, die kein Geld kosten, sondern vom Regelwerk der EU abhängen, u.a. die Nutzung von Zwischenfrüchten auf ökologischen Vorrangflächen, befinden sich im Mahlwerk der Bürokratie, kritisierten die Landwirte.

Über Möglichkeiten und Grenzen der Feldberegnung, Augenmaß und Verständnis der Verwaltung bei Kontrollen sowie dem schnellen Einsatz der Feuerwehren im Landkreis wurde mit dem Landrat diskutiert.

Die Besichtigung einer Rinderkoppel des Betriebes Giggel in Jerchel unterstrich abschließend die angespannte Futtersituation noch einmal deutlich.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Dürresituation: Landwirte im Gespräch vor laufender Kamera

In der Landwirtschaftlichen Erzeugergemeinschaft Berge e. G. haben sich Andrea Höppner, Thomas Lippmann und Christina Buchheim, Abgeordnete der Landtagsfraktion die DIE LINKE, mit den Landwirten Christian Mahlow und Friedrich Wilhelm Giggel getroffen, um sich direkt ein Bild von der anhaltenden Dürresituation zu machen. Zum eigentlichen Arbeitsgespräch gesellten sich Pressevertreter und ein Team des mdr Fernsehens.
Beide Landwirte schilderten die derzeitige Lage aus der Sicht der Praxis, die sich aus dauerhaft hohen Temperaturen und den fehlenden Niederschlägen ergeben hat und die sich zwangsläufig noch ergeben wird, denn Landwirtschaft ist immer ein Kreislauf, keine abgeschlossene Sache.
Schwache Ernteerträge, verdorrtes Grünland, kümmerlicher Mais sind die Hauptschwierigkeiten, die es zu meistern gilt. Beide legten plausibel dar, dass ein Betriebsleiter in extremen Situationen nach Lösungen suchen muss und die Versorgung der Tiere mit Futter prioritäre Aufgabe ist. Sie zeigten auf, dass finanzielle Engpässe nicht zu vermeiden sind und es Berufskollegen gibt, die ihre Existenz nicht aufrechterhalten können und Rinderbestände abgebaut werden. Die Situation wird sich nach derzeitiger extrem heißer und trockener Wetterlage weiter zuspitzen. Für die Wiesen wird kaum noch Hoffnung gehegt, dass nutzbares Gras nachwächst. Eine neue Saat wird im staubtrockenen Boden keine Feuchtigkeit zum Keimen finden. Die Ausnahmesituation wird finanziell allein nicht zu bewältigen sein.
Mit den Politikern wurde über mögliche unbürokratische Hilfsmaßnahmen, Nothilfeprogramme aber auch über strategische Ansätze für Extremwettersituationen diskutiert.
Auf einer Weide und im Maisbestand führten die beiden Landwirte Christian Mahlow und Friedrich Wilhelm Giggel den Anwesenden die prekäre Situation noch einmal deutlich vor Augen.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Landwirtschaftsministerin informiert sich über die Folgen der vorherrschenden extremen Trockenheit

Die Pretzierer Agrarerzeugergemeinschaft e. G. legte bei einem Informationsbesuch der Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert die bisherigen Auswirkungen der Trockenheit auf den Betrieb dar.

„Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir rund 42 % der Grobfuttergrundlage im Vergleich zu vorherigen Jahren im Silo“, umriss Betriebsleiter Frank Pieper die sich zuspitzende Situation.

Der Aufwuchs auf den Wiesen sei auch nach Regen, der laut Agrarwetter nicht in Sicht ist, kaum noch zu erwarten.

Der Betrieb stellte dar, wie gering die Erträge im Vergleich zu den Vorjahren aktuell ausfallen. In der Getreidelagerhalle konnten sich jeder selbst davon überzeugen, wie überschaubar die Erntemenge ist und wie klein und leicht die Körner sind.

Fehlende Ware und Qualitätseinbußen gleich fehlende Erlöse.

Nach einem kurzen Einblick in die Rinderhaltung folgte ein Stopp in der Feldmark. Dort stand Mais, der es keinesfalls zu einem nennenswerten Ertrag bringen wird. Schlaffe, viel zu kleine Rüben sind Vorboten eine Minderernte. Auf einer Brache, die jetzt hätte zu Futterzwecken genutzt werden können, stand Jakobs-Kreuzkraut in voller Blüte und führte diese Möglichkeit aufgrund der giftigen Inhaltsstoffe ad absurdum.

Es wurde anhand der betrieblichen Gegebenheiten deutlich, dass die fehlenden Niederschläge die wirtschaftliche Situation bei den Betrieben in den von der Dürre betroffenen Regionen deutlich belasten.

Schnelle Lösungen hatte die Ministerin nicht im Gepäck. Beim Bund und in der EU seien Anfragen zur Hilfe auf dem Prüfstand.

In der kommenden Woche werde sich das Kabinett mit der Situation befassen, um die Nothilfe auf Landesebene zu beraten.

Die aus der Sicht der Landwirte aufgeführte Bitte um das Vorziehen der Auszahlung der Direktzahlungen, wurde mit Blick auf die verwaltungsmäßige Belastung zerpflückt.

Die trockenheitsbedingten Ernteeinbußen werden den finanziellen Druck bei den Landwirten weiter verschärfen. Wir hoffen, dass der Besuch dazu führt, dass im Ministerium wirksame Hilfsmaßnahmen gefunden werden.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Vorstand im Gespräch mit der Lokalpresse zur aktuellen Dürresituation

Der Vorstand des Kreisbauernverbandes hatte Redakteure der Lokalpresse zu einem Pressegespräch eingeladen. Hintergrund des Gesprächs war die extremlang anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen, die bei den Kulturen auf dem Ackerland und auch auf dem Grünland ihre Spuren hinterlassen haben.

So war aus den Aufzeichnungen der Versuchsstation Beetzendorf abzulesen, dass bis Dato nur 147 mm Niederschlag gefallen waren, im Gegensatz zu 333 mm Niederschlag im Vergleichszeitraum 2017. Die Pflanzenbestände mussten bisher mit 159 mm weniger Niederschlag auskommen und das bei deutlich höheren Temperaturen.

Einige Pflanzen waren als Beispiel für die eingeschränkten Wuchsleistungen im Raum zur Erklärung aufgestellt.

Bei den Druschfrüchten wird teilweise mit einem Ernteausfall von über fünfzig Prozent und weiteren Preisabschlägen für Minderqualität gerechnet.

Noch gravierender wird die Futtersituation von den Praktikern eingeschätzt. Vielerorts brachte die erste Grasernte bereits geringe Erträge. Die zweite Ernte des Grases konnte gar nicht erfolgen, weil kein nennenswerter Aufwuchs zur Mahd anstand.

Auf den Weiden zeigt sich vertrocknetes Gras statt sattem Grün.

Die zweite Winterfutterkomponente, der Silomais, erscheint in Abhängigkeit von der Beschaffenheit des Standortes, entsprechend der Jahreszeit viel zu klein, mit eingerollten Blättern und in der Not geschobenen Blüten.

„Uns treibt die Sorge um, dass wir unsere Viehbestände nicht ausreichend ernähren können“, so der Kreisvorsitzende Raimund Punke zu den Jounalisten.

Da finanzielle Schwierigkeiten vorprogrammiert sind, fordern die Landwirte, dass für besonders betroffene Betriebe, ein Dürrehilfsprogramm eingerichtet wird.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

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