Aktuelles

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Corona Virus und landwirtschaftliche Produktion

Sachsen-Anhalt hat im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus die Einschränkungen für die Bevölkerung präzisiert.

Wie in der Pressemitteilung 135/ 2020 der Staatskanzlei aufgeführt hat das Kabinett eine zweite Corona Eindämmungsverordnung beschlossen.

Bis Sonntag, 19. April, soll das öffentliche Leben in Sachsen-Anhalt weitgehend ruhen, um die Verbreitung des Virus möglichst zu verlangsamen.

Die Versorgung mit Lebensmitteln wird von den Menschen mit Sorge betrachtet und stellt in der Tat eine große Herausforderung dar.

Die Kette von Vorleistungs- und Zulieferungsbereich, landwirtschaftlicher Erzeugung, Lebensmittelverarbeitung, Logistik, Handel und Verkauf gehört zur systemrelevanten Infrastruktur.

Landwirte sind derzeit auf den Feldern mit der Pflege der stehenden Feldkulturen und der Vorbereitung zur Aussaat und Pflanzung der Sommerkulturen beschäftigt.

In den Betrieben mit Tierhaltung steht die Versorgung der Nutztierbestände an vorderster Stelle.

Mögliche Erkrankungen und auch Quarantäneregeln können im Landwirtschaftsbereich weitreichende Konsequenzen haben.

Darum sind Landwirte auf flankierende Maßnahmen angewiesen, die sich täglich erweitern und ändern.

Beispielsweise entstehen Plattformen zur Vermittlung von Arbeitskräften für Saisontätigkeiten, da die Einreise von ausländischen Saison Arbeitskräften derzeit beschränkt ist.

Arbeitszeitliche Regelungen und Änderungen bei Hinzuverdienstgrenzen sind auf dem Weg, Liquiditätssicherungsdarlehen für Unternehmen der Landwirtschaft werden bereitgestellt.

Auf der Homepage des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt www.bauernverband-st.de

ist ein FAQ für Landwirte zu finden.

Auf den Seiten des Deutschen Bauernverbandes www.bauernverband.de sind Informationen zu Corona Virus und Landwirtschaft zusammengestellt.

Foto: Screenshot DBV, Text: A. Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Zukunftskommission Landwirtschaft auf den Weg gebracht

Vorschläge an Kanzlerin Merkel übergeben

Gemeinsam haben Vertreter des Deutschen Bauernverbandes und von „Land schafft Verbindung Deutschland“ (LsV) Vorschläge für die Gestaltung einer „Zukunftskommission Landwirtschaft“ an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben.

Bundeskanzlerin Merkel und Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner haben ihre Bereitschaft erklärt, diese Kommission auf den Weg zu bringen und sind dabei im Grundsatz dem Organisationsvorschlag von DBV und LsV gefolgt. Die Besetzung der Kommission soll auf drei gleichgewichteten Säulen basieren: Landwirtschaft, Wissenschaft und Beratung sowie andere gesellschaftliche Gruppen, darunter vor allem der Verbraucher, Natur- und Umweltschutz. Die Bundesregierung wird die Mitglieder des Lenkungskreises berufen. Das Sekretariat der Kommission soll vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wahrgenommen werden.

Weitgehend einig war man sich auch bei den Themen, die die Zukunftskommission bearbeiten soll: Wirtschaftliche Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft, Landwirtschaft und Umwelt, Klimaschutz, Tierhaltung und Zukunft der Agrarpolitik. Die Kommission soll zu diesen Themenbereichen Empfehlungen an die Politik erarbeiten und möglichst im Sommer 2020 ihre Arbeit aufnehmen.

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, strebt mit dieser Kommission einen gesellschaftlichen Konsens an: „Unser Vorschlag soll Dialog, Sachlichkeit und Verbindlichkeit in die öffentliche Debatte über Landwirtschaft und Ernährung bringen, auch und gerade um den landwirtschaftlichen Betrieben eine klare Perspektive für die Zukunft zu geben.“

An diesem Treffen nahmen neben der Bundeskanzlerin, auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, der Präsident und der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied und Bernhard Krüsken, sowie die Sprecher von „Land schafft Verbindung Deutschland“, Dirk Andresen und Sebastian Dickow, teil.

Text: Pressemitteilung DBV vom 19.03.2020 u. Foto: Denzel/Bundespresseamt

Geplante Beratungen im Drömling entfallen

Die für heute, 16.März 2020, geplanten Veranstaltungen im Rittersaal der Sumpfburg Oebisfelde entfallen.

Es standen die Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft zum Erhalt der Kulturlandschaft und des Eigentums im Drömling e. V. sowie eine Informationsveranstaltung zur aktuellen Entwicklung in Biosphärenreservat Drömling auf dem Programm.

Aus der Biosphärenreservatsverwaltung sollte es Informationen zur Entwicklung einer Dachmarke Drömling sowie zur Landwirtschafts- und Naturschutzberatung als neue Arbeitsaufgabe in der Biosphärenreservatsverwaltung geben.

Zu diesen beiden Punkten hatte sich der Vorstand der IG Drömling bereits im Vorfeld informiert.

Heute sollten die Inhalte mit weiteren Landwirtschaftsbetrieben diskutiert werden.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Runder Tisch Insektenschutz beim BMEL

Anlässlich des Runden Tisches Insektenschutz im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit Landwirtschaftsministerin Klöckner und Umweltministerin Schulze fordert der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, einen kooperativen Weg beim Insektenschutz: „Insektenschutz geht nur mit uns Bauern, nicht gegen uns. Priorität muss sein, die Förderfähigkeit von Maßnahmen zum Insekten- und Naturschutz zu erhalten. Diese würden durch ordnungsrechtliche Verbote ausgehebelt werden. Naturschutzrechtliche Unterschutzstellungen schaffen allenfalls Anreize, dass solche Biotope erst gar nicht entstehen. Das wäre der falsche Weg.“

Hintergrund: Das Aktionsprogramm Insektenschutz wurde am 04. September 2019 im Bundeskabinett verabschiedet. Seitens der Bundesregierung wurden die betroffenen Verbände nicht angehört und auch der Deutsche Bundestag nicht einbezogen.

Kritikpunkte des DBV ist der Vorrang von Ordnungsrecht und Verboten statt Kooperation und Förderung.

Der gesetzliche Biotopschutz für artenreiches Grünland ist einer der Hauptkritikpunkte.

Des Weiteren wurde bemängelt, dass wichtige Gefährdungsursahen wie Mobilität, Klimaveränderungen, Windenergie, Flächenverbrauch oder zunehmende Bebauung unzureichend berücksichtigt wurden.

Text : PM DBV +  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.  und Foto: Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Arbeitgeber auf Nachwuchssuche auf der 13. Ausbildungsmesse

Die Suche nach geeignetem Nachwuchs ist in allen Branchen ein präsentes Thema.

Die Firmen müssen sich als attraktive Arbeitgeber darstellen und tun es auch.

Geschätzte tausend Besucher haben sich am Samstag auf der 13. Ausbildungsmesse in der Sporthalle der Berufsbildenden Schule in Salzwedel und auf dem „Tag der offenen Tür“ der Schule umgesehen.

Eltern und Schüler nutzen ausgiebig die Möglichkeit, um sich bei rund achtzig Unternehmen und Institutionen über die zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.

Die Standbetreuer hatten viele Fragen zu beantworten: Was sind wichtige Ausbildungsinhalte?, welche Ausbildungsvergütung wird bezahlt?, wie sind die Arbeitszeiten?, wo ist die zuständige Berufsschule?, wie sehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt aus?

Auf dem Gemeinschaftsstand vom ALFF Altmark und dem Kreisbauernverband wurden Fragen zu den Berufen Landwirt, Tierwirt und Fachkraft Agrarservice beantwortet. Es wurde darauf hingewiesen, wie wichtig es ist ein Betriebspraktikum im Vorfeld der Berufsentscheidung zu absolvieren, um seine eigenen Vorstellungen mit der Realität in Einklang zu bringen.

Ein kurzes Fazit:

Wer auf der Suche nach einer Ausbildung ist, der hat in der Altmark die vielfältigsten Chancen.

Nach der Ausbildung bestehen viele Möglichkeiten als Fachkräfte in den Unternehmen zu arbeiten oder nach einer weiteren Qualifizierung in die Betriebe zurück zu finden.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Bauernverband auf der 13. Ausbildungsmesse am 22. Februar 2020 in der BBS in Salzwedel

Der Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V. wird am Samstag gemeinsam mit dem ALFF Altmark für die Berufe in der Landwirtschaft und ganz speziell für den Landwirt, den Tierwirt und die Fachkraft Agrarservice einen Stand auf der diesjährigen Ausbildungsmesse haben.
Im Übergang zwischen Ausstellung in der Sporthalle und Tag der offenen Tür in der Berufsschule werden junge Fachleute mit ihren Traktoren zu finden sein, die Auskunft über ihren Berufsstand geben.
Von 9.00 bis 13.00 Uhr stellen ca. 80 Unternehmen und Institutionen im Gebäude und der Sporthalle der Berufsbildenden Schulen in Salzwedel ihre Ausbildungsangebote vor.
Die Ausbildungsmesse ist eine gute Gelegenheit, sich gezielt über die regionalen Angebote, die Ausbildungsmöglichkeiten, Ausbildungsvoraussetzungen, Berufswege, Verdienstmöglichkeiten und Chancen auf einen Arbeitsplatz zu informieren.
Die Landwirtschaft konkurriert dabei mit zahlreichen anderen Berufsbranchen um die Gunst der zukünftigen Auszubildenden. Dabei haben die ca. 80 Ausbildungsbetriebe, die über den ganzen Altmarkkreis verteilt sind, in denen hauptsächlich Landwirte, Tierwirte und Fachkräfte für Agrarservice ausgebildet werden, einiges zu bieten.

Text : Katy Kühn – BV AMK SAW e. V., Foto: BV AMK SAW e. V.

Kampagne sorgt für Frust unter den Landwirten

Es dürfte an keinem Bürger vorbei gegangen sein, dass die Landwirte auf der Straße dafür gekämpft haben nicht länger der Buhmann der Nation zu sein.

Die Anforderungen an die Bauern steigen und steigen, der Markt verlangt billig und billiger. Da läuft eine Entwicklung aus dem Ruder. Nachhaltiges, regionales Wirtschaften kann so nicht funktionieren.

Viel Verständnis für ihre Sorgen haben die Landwirte geerntet, die übrigens auch vor EDEKA Märkten mit ihren Traktoren standen und Gespräche geführt haben.

Nun prangt Otto auf großen Plakaten und verkündet für EDEKA, wie schön es ist, die niedrigsten Preise zu haben.

Feingefühl und Gespür für die Situation sieht anders aus. Die Bauern sind sauer, zu Recht.

„Großhirn an Faust ballen“, so einst der Spruch von Otto und heute passend für die Reaktion der Bauern.

Die Werbetexter hätten besser getan, dafür zu werben, dass es auch in vielen ländlichen Bereichen Märkte gibt und die Regionalität von Produkten als Vorteil auf dem Vormarsch ist.

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Pressemitteilung: DBV-Präsident kritisiert EDEKA scharf

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, kritisiert die Werbekampagne von EDEKA zum 100. Geburtstag scharf: „Wir haben kein Verständnis dafür, dass Edeka zu seinem Jubiläum nichts anderes als „der niedrigste Preis“ einfällt. Hier sollen hochwertige Lebensmittel verramscht werden. Wertschätzung von Essen und Lebensmitteln erzeugt man damit nicht. Qualität und Nachhaltigkeit, oder Zusammenarbeit in der Lieferkette bringt man so nicht nach vorne. Das Bundeskartellamt sollte dringend überprüfen, ob EDEKA erneut seine Marktmacht mit missbräuchlichen Methoden ausnutzt, um seine Werbeziele zu erreichen“.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V., sowie PM des DBV

Bauern untermauern erneut ihre Forderungen mit rollenden Traktoren

Die Initiative „Land schafft Verbindung“ hat erneut rollende Traktorenzüge in ganz Deutschland organisiert, um ihre Forderungen zu unterstreichen.

In Sachsen-Anhalt rollten die Schlepper nach Halle, Dessau und Magdeburg.

Unter den Teilnehmern waren auch viele Mitglieder des Kreisbauernverbandes zu finden.

Der Start in den frühen Morgenstunden begann mit 35 Trecker in Winterfeld.

Entlang der B71 sind weitere Berufskollegen dazu gestoßen und Nahe Magdeburg formierte sich eine starke Gruppe aus der gesamten Altmark.

„Es geht um wissenschaftlich begründete politische Entscheidungen und letztendlich um die Zukunft des Berufsstandes“, so Christian Schmidt, der die Aktion begleitet.

Bei den Landesgeschäftsstellen von CDU und SPD sowie beim MDR wurde ein Positionspapier zur Zukunft der Landwirtschaft übergeben.

Die Positionsbestimmung zu Zielen, Herausforderungen und Lösungsansätzen ist angelehnt an die Forderungen von „Land schafft Verbindung- Deutschland“ in Zusammenarbeit mit der „Interessengemeinschaft Land schafft Verbindung Sachsen-Anhalt“ und den Interessenvertretungen/ Verbänden aus Sachsen-Anhalt entstanden.

Auch Landwirte verstehen, dass sich gesellschaftliche Anforderungen ändern, aber es sei Aufgabe der Politik, die Sorgen der Bauern sehr ernst zu nehmen und für stabile Zukunftsaussichten zu sorgen.

Anschließend stellten sich die Bauern auf Parkplätzen von Einkaufszentren zum Bürgerdialog für mehr Wertschätzung für die Arbeit der Landwirte sowie mehr Wertschätzung für heimische Lebensmittel.

Text : Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V., Foto: privat

Pressekonferenz des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e. V.

Die Journalisten von Rundfunk, Tages- und Fachpresse erhielten am 15. Januar, passend zur anstehenden Internationalen Grünen Woche, auf der Jahresauftakt-Pressekonferenz des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e. V. einen Überblick zur Lage in der Landwirtschaft und den Standpunkten des Verbandes zu agrarpolitischen Themen.

Präsident Olaf Feuerborn sowie die Vizepräsidenten des Verbandes hatten zahlreiche Facetten auf ihrer Agenda wie z. B. die wirtschaftliche Situation in den Betrieben, die Marktlage von Agrarrohstoffen, die unterkühlte Investitionsbereitschaft der Branche, Natur- und Umweltschutz, Pflanzenernährung und Pflanzenschutz und die künftige Ausgestaltung der EU – Agrarförderung.

Am Anschluss stellten sie sich den Fragen der Journalisten.

„Ein ehrlicher Umgang mit den Landwirten vonseiten der Politik ist unerlässlich. Dazu zählen nicht zuletzt auch verpflichtende Zusagen“, führte Verbandspräsident Olaf Feuerborn aus. Das gelte in Sachsen-Anhalt besonders mit Blick auf die Natura 2000-Landesverordnung: „Wir werden den Evaluationsprozess anschauen. Wir werden aber nicht davon weggehen, dass es einen verpflichtenden Ausgleich für Einschränkungen geben muss.“

Dass die Landwirte derzeit mit vielen Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft nicht einverstanden sind, zeigen die Proteste der Bewegung „Land schafft Verbindung“ deutlich.

Foto: Bauernverband Sachsen-Anhalt e. V. +  Text: Bauernverband Sachsen-Anhalt e. V. und A.Jacobs/ BV AMK SAW e. V.

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