Präsidiums des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt

Präsidiumssitzung mit dem Schwerpunkt Klimapolitik

Für die Sitzung des Präsidiums des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt wurde das Thema „Landwirtschaft und aktuelle Klimapolitik – Chancen und Herausforderungen“ gewählt.

Präsident Olaf Feuerborn betonte in seinen einführenden Worten, dass der Berufsstand im dritten Jahr in Folge mit der Trockenheit konfrontiert ist. Nach dem Trockenjahr 2018 haben sich in den Folgejahren bisher die Wasservorräte nicht wieder normalisieren können.

„Es sei erstaunlich, was die Pflanzen unter den schwierigen Bedingungen an Ertragsleistungen bringen können“, stellte der Präsident fest.

Letztendlich sei aber die Erntemenge, die verkauft oder veredelt werden kann entscheidend für die Liquidität der Betriebe, die im Moment sehr angespannt ist.

Ob wir Klimaveränderungen haben oder drei trockenen Jahre in Folge, sei eine Frage, die so einfach nicht zu beantworten sei.

Dazu hatte sich der Verband aber Experten vom Thünen-Institut, dem Umweltbundesamt und dem Deutschen Bauernverband geladen, die sich nach ihren Impulsvorträgen der Diskussion mit dem Berufsstand stellten.

Text + Foto: A. Jacobs, BV AMK SAW e. V.

Bauernverband in Diskussion mit Europaabgeordneten (2)

Hinsichtlich der anstehenden Europawahlen nahmen MdEP Arne Lietz/SPD, MdEP Sven Schulze/CDU und MdEP Martina Michels/DIE LINKE auf dem Podium Platz.

Präsident Olaf Feuerborn wies zu Beginn auf die Wichtigkeit der Ausgestaltung der Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik für die Branche Landwirtschaft in Deutschland hin.

Viele Regeln, die sich die EU Kommission vorstellt, werden derzeit auch im Parlament diskutiert, war von den EU Abgeordneten zu hören. Wie der Übergang in die nächste EU Agrarförderung wirklich wird, hängt noch von vielen Faktoren ab.

Der Austritt der Briten, das Abstecken des Finanzrahmens, die politischen Positionen der Mitgliedsländer und die anstehende Wahl der EU Parlamentarier sind Teile davon.

Wenn nach einem Ausstieg Großbritanniens die Finanzierung der europäischen Agrarpolitik gekürzt werden sollte, dann werden die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen müssen, um sich mit guten Nahrungsmitteln aus EU Herkunft zu versorgen, war zu hören.

Faire Preise für die Bauern, die Stärkung von regionalen Besonderheiten oder die Regeln für den Welthandel mit Agrargütern sind Themen, die von der Politik stärker forciert werden müssen.

Das von den Landwirten angesprochene Thema Wolf war den Europaabgeordneten nicht fremd. Wenn der europäische Schutzstatus für den Wolf innerhalb der FFH Richtlinie verändert werden soll, geht das nur mit Anträgen aus den Mitgliedsländern.

Manchmal ist Europa weit weg und die Probleme nah.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.