Präsidiums des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt

Bauernverband in Diskussion mit Europaabgeordneten (2)

Hinsichtlich der anstehenden Europawahlen nahmen MdEP Arne Lietz/SPD, MdEP Sven Schulze/CDU und MdEP Martina Michels/DIE LINKE auf dem Podium Platz.

Präsident Olaf Feuerborn wies zu Beginn auf die Wichtigkeit der Ausgestaltung der Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik für die Branche Landwirtschaft in Deutschland hin.

Viele Regeln, die sich die EU Kommission vorstellt, werden derzeit auch im Parlament diskutiert, war von den EU Abgeordneten zu hören. Wie der Übergang in die nächste EU Agrarförderung wirklich wird, hängt noch von vielen Faktoren ab.

Der Austritt der Briten, das Abstecken des Finanzrahmens, die politischen Positionen der Mitgliedsländer und die anstehende Wahl der EU Parlamentarier sind Teile davon.

Wenn nach einem Ausstieg Großbritanniens die Finanzierung der europäischen Agrarpolitik gekürzt werden sollte, dann werden die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen müssen, um sich mit guten Nahrungsmitteln aus EU Herkunft zu versorgen, war zu hören.

Faire Preise für die Bauern, die Stärkung von regionalen Besonderheiten oder die Regeln für den Welthandel mit Agrargütern sind Themen, die von der Politik stärker forciert werden müssen.

Das von den Landwirten angesprochene Thema Wolf war den Europaabgeordneten nicht fremd. Wenn der europäische Schutzstatus für den Wolf innerhalb der FFH Richtlinie verändert werden soll, geht das nur mit Anträgen aus den Mitgliedsländern.

Manchmal ist Europa weit weg und die Probleme nah.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Viele Themen bei gemeinsamer Interessenabstimmung

hp-praesidium-diss-muleDie Klausur des Präsidiums des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e. V. eröffnete Präsident Olaf Feuerborn mit Blick auf zwei richtungsweisende Ereignisse in der laufenden Woche. Zum einen die Klage der EU Kommission zur Nitratrichtlinie vor den EuGH, die medial hoch gekocht wurde obwohl sie sich auf die alte Düngeverordnung bezieht, deren Novellierung, immer noch mit vielen Fragezeichen für die Landwirtschaft, in der Verabschiedung steckt. Zum anderen ist es der Ausgang der Wahl in den USA und den eventuellen Ausrichtungen in der Sichtweise auf Umwelt- und Handelspolitik.

Der erste Gast nach internen Verbandsbetrachtungen war Elke Lüdecke, die Direktorin des mdr Landesfunkhauses Sachsen-Anhalt. Ihr Vortrag zum Thema “Glaubwürdigkeit und Qualitätsjournalismus im mdr“ zeigte auf, wie sich politische Kultur verändert hat.

Der Wandel von Werten und die Polarisierung von Interessen beschleunigt durch digitale Medien machen es den Tugenden von Sachkunde, Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit eines öffentlich rechtlichen Senders nicht einfach.

Lüdecke warb um eine sachliche Rückkopplung, um die Wahl der Formate für Berichterstattungen, eine 360 Grad Rundumbetrachtung der Themen sowie Pro und Kontra ehrlich und offen gestalten zu können.

Der zweite Gast war die sieben Monate im Amt tätige Ministerin Professor Dr. Claudia Dalbert.

Die Kernbotschaft ihrer einführenden Worte, dass die Landwirtschaft die wirtschaftliche Basis für die Entwicklung des Ländlichen Raumes ist, wurde von den anwesenden Gästen und Verbandsmitgliedern wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Die Diskussion war geprägt von Anfragen zu den Themen Grundwassermessstellen, Kastenstand, Tierwohl, Baurecht von Tierhaltungen, Unterstützung der Branche bei Entwicklungen im Umweltbereich, Biber und Wolf.

Präsident Olaf Feuerborn gab der Ministerin abschließend mit auf den Weg: „Es ist wichtig, dass die die Existenz der Betriebe fest im Blick bleibt“.

Text: Bauernverband, Foto: LBV

Podiumsdiskussion auf der Klausurtagung des Landesverbandes

Foto vor PodiumsdiskussionZDF Korrespondentin Annegret Oster moderierte das diesjährige Agrarpolitische Forum auf der Klausurtagung des Präsidiums des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt.
Nachdem Torsten Wagner, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes, die Positionen des Berufsstandes dargelegt hatte, kamen die Landtagsabgeordneten Wulf Gallert (Die Linke), Dorothea Frederking (Bündnis 90 / Die Grünen), Jürgen Barth (SPD) und Bernhard Daldrup (CDU) in fünf strukturierten Fragerunden zu Wort.
Der Bürokratieabbau, die Tierhaltung, das Klagerecht für Tierschutzverbände, der Natur- und Umweltschutz sowie der Umgang mit Grund und Boden waren die Themenfelder in denen die Meinungen beieinander lagen oder auch zu kontroversen Diskussionen führten.

Text / Foto: BV SAW