Drömling

Entwurf der Verordnung über das Biosphärenreservat Drömling- Gelegenheit für Einsicht und Stellungnahmen

Die Interessengemeinschaft Drömling sowie die beiden Bauernverbände aus dem Altmarkkreis und der Börde hatten ihre Mitglieder mit landwirtschaftlichen Flächen im Naturpark geladen, um sich mit dem Entwurf der Verordnung über das Biosphärenreservat Drömling zu befassen. Fred Braumann, Leiter der Naturparkverwaltung, stellte den Landwirten den Entwurf zur Diskussion vor.

Im Rahmen des seit 2014 laufenden Abstimmungsprozesses zur Entwicklung eines Biosphärenreservates Drömling über die Grenze zwischen den Ländern Sachsen-Anhalt und Niedersachsen hinaus soll die landesrechtliche Sicherung des Gebietes als Voraussetzung für die gemeinsam beabsichtigte Antragstellung auf Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat erfolgen.

Vierzehn Paragraphen der Verordnung, Erläuterungsbericht und Karten untermauern das Unterschutzstellungsverfahren.

Als Biosphärenreservat soll sich der Drömling nachhaltig entwickeln. Ob die nun in den Focus gerückte Förderung der Regionalentwicklung Schutz und Nutzung besser zusammenführt und attraktive Naturareale Touristen anlocken, bleibt zu beobachten.

Seit Jahren wirtschaften die Landwirte im Naturpark und sind mit Einschränkungen durch Natur- und Landschaftsschutz vertraut, wenn auch nicht immer zufrieden.

In der neu definierten Entwicklungszone wird es keine Einschränkungen für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung geben. Doch Restskepsis bleibt bei den Bauern. Über den in § 4 definierten Schutzzweck wird sich der Naturschutzgedanke auch über die Gebiete legen, die bisher außerhalb des Landschaftsschutzgebietes und nun im Biosphärenreservat liegen.

Die Entwurfsunterlagen sind für jeden Bürger vom 06. November bis 07. Dezember 2018 in den üblichen Verwaltungen öffentlich zugänglich.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Vorstand der Interessengemeinschaft neu gewählt

Auf der Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft zum Erhalt der Kulturlandschaft und des Eigentums im Drömling e. V. am Dienstag, 10.04 2018, wurde der Vorstand neu gewählt. Dem Landwirt Henry Hartmann aus Neuferchau wurde für weitere drei Jahre das Vertrauen ausgesprochen, als Vorstandsvorsitzender die Interessenlagen der Landwirtschaftsbetriebe bei der weiteren Entwicklung des Drömlings zu vertreten.

In seinem Bericht zu den bisherigen Vereinsaktivitäten zeigte er auf, wie und wo sich die Interessengemeinschaft engagiert hat. Neben den vielfältigen Gesprächen mit der Naturparkverwaltung und dem Zweckverband Natur- und Kulturlandschaft Drömling waren es vor allem die Neugestaltung der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet Drömling, die kritisch begleitet wurde.

Bei der bisherigen Vorbereitung für ein mögliches Biosphärenreservat spielte die Erarbeitung von Forderungen der Landwirte eine Rolle. Diesen Anspruch gilt es im weiteren Verlauf aufrecht zu erhalten und umzusetzen.

Die Flächennutzung, die Kompatibilität mit der Agrarförderung und der Umgang mit dem Biber sind Themen, die auf der Agenda für die zukünftige Arbeit der gewählten Landwirte Andreas Zernecke, Friedrich Wilhelm Giggel, Henry Hartmann, Viola Homann, Jörg Stottmeister sowie Manfred Lehneke stehen.

Text + Foto: Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Naturpark Drömling lädt zur Informationsveranstaltung zur Landwirtschaftsförderung ein

In Fortsetzung des Dialoges mit den Landwirtschaftsbetrieben zu drömlingsspezifischen Problemen der landwirtschaftlichen Nutzung unter den Bedingungen der Schutzgebietsverordnung findet am

Mittwoch, 12. April 2017, um 14:00 Uhr, in der Gaststätte „Zur Schmiede“, Brandstraße 3, in 39649 Miesterhorst eine Informationsveranstaltung statt.

Folgende Tagungsordnung ist vorgesehen:

  1. Darstellung der zunehmenden Probleme bei der Abgrenzung beihilfefähiger Flächen im Drömling, insbesondere zu den gemäß den Naturschutzzielen besonders zu schützenden Flachgewässern, Überstauungsbereichen, Feucht- und Nassgrünländern, Moordammgräben mit/ohne Wasserführung und mit/ohne Gehölzen (Herr Fred Braumann, Leiter Naturparkverwaltung Drömling)
  2. Diskussion mit Vertretern des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt und der Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten „Altmark“ und „ Mitte“ (Herr Torsten Stier, Referatsleiter MULE ST)
  3. Information zur Förderung Ökolandbau im Land Sachsen-Anhalt, Anwendung in den verschiedenen Schutzzonen des NSG Ohre-Drömling und dem LSG Drömling (N.N., MULE ST)
  4. Information zur Förderung Junglandwirte (Herr Volker Rost, Referatsleiter MULE ST)

Es wird um die Anmeldung der Teilnahme gebeten unter der Rufnummer 039002-8500 oder an poststelle@droemling.mule.sachsen-anhalt.de.

Text: aus Einladung NPV, Foto: A.Jacobs

Mit positiven Blick Richtung Biosphärenreservat Drömling

In Parsau trafen sich auf Einladung einer Länderübergreifenden Arbeitsgruppe Akteure aus Niedersachsen und Sachsen- Anhalt, um sich über die weitere Vorgehensweise auf dem Weg zu einem UNECSO Biosphärenreservat Drömling zu informieren.

Nachdem die betroffenen Städte und Gemeinden beider Bundesländer im Bereich des Drömlings ihr positives Votum abgelegt haben, steht das Signal auf grün, um weiter Fahrt aufzunehmen.

Im voll besetzten Saal wurde den Zuhörern aus Parlamenten, Kommunen, Verwaltung, Verbänden, Vereinen sowie Bürgern, der weitere offizielle Verfahrensweg vorgestellt.

Die Umweltminister beider Nachbarländer betonten, dass ein im Dialog seit 2015 entstandenes Eckpunktepapier die Basis für die Entwicklung zum Biosphärenreservat darstellt.

Der Erhalt des Natur- und Kulturerbes, die Sicherung der Biodiversität sowie nachhaltige Impulse für die Regionalentwicklung sind unisono genannte Schlagworte dazu.

Zeitnah soll eine Vereinbarung zwischen den beiden zuständigen Ministerien in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt geschlossen werden, so dass die Verwaltung des Naturparkes für die Bereiche Regionalentwicklung, Bildung und Tourismus aufgestockt werden kann.

Diese Personalstelle ist ein Bestandteil der Wünsche der Kommunen.

Obwohl ebenfalls im Eckpunktepapier verankert, war die Erfüllung der Wünsche der Landnutzer im Gebiet noch nicht in greifbare Nähe gerückt: Fachliche und betriebswirtschaftliche Beratung  zur Nutzung der wertvollen Naturflächen im Drömling sowie ein offenes Ohr für ihre speziellen Anliegen, vom Umgang mit Wirtschaftsbeschränkungen, der Kompatibilität mit bestehenden und kommenden Agrarförderprogrammen bis hin zur Aufwuchsverwertung.

Auf Nachfrage hin stellte die sachsen-anhaltinische Landwirtschafts- und Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert, die Möglichkeit in Aussicht, eine zweite Personalstelle mit dem Schwerpunkt „Landwirtschaft unter den Bedingungen des Biosphärenreservats“ zu schaffen.

Die anwesenden Landwirte sahen dass als positives Signal, auch wenn der Teufel bekanntlich im Detail steckt.

Text und Foto: AJ Bauernverband

Wasser von unten verhindert die Mahd

Landwirte im GesprächAuf Einladung der Interessengemeinschaft zum Erhalt der Kulturlandschaft und des Eigentums im Drömling e. V. trafen sich die Landwirtevertreter auf den Wiesenflächen im Langen Winkel, um sich vor Ort über die Befahrbarkeit der Flächen ein Bild zu machen.
Fred Braumann, Leiter der der Naturparkverwaltung Drömling, hatte Karten und Fotos mitgebracht, auf denen zu sehen war, dass ein hoher Wasserstand das Ziel dieser Gebietsentwicklung ist.
Die Landwirte legten dar, das entsprechend der Schutzgebietsverordnung die jährliche Mahd vorgeschrieben ist, aber die Niederschlagsverteilung und die Befahrbarkeit der Flächen den Mahdtermin sehr weit nach hinten verschieben kann.
Fred Braumann berichtete darüber, dass in der dortigen Zone II Testflächen angelegt wurden, in denen nicht gemäht wird. Eine Auswertung hinsichtlich der Pflanzenentwicklung und den Auswirkungen für die Landwirtschaft wird noch erfolgen.
Die im Entwurf der Neufassung der Landschaftsschutzgebietsverordnung Drömling für die Landbewirtschaftung wichtigen Aspekte sollten vor dem öffentlichen Anhörungsverfahren mit den Landwirtsvertretern und dem Amt für Landwirtschaft und Flurneuordnung besprochen werden, so ein Zwischenfazit aus der 8. Sitzung der Arbeitsgruppe Drömling.
Dies wurde den Landwirten vom Leiter der Naturparkverwaltung für Mitte Oktober zugesichert.

Text / Foto: BV SAW