Salzwedel Bauernverband

Gespräch der Kreisbauernverbände mit Ministerin Dalbert zum Erhalt der AGZ

Am Rande des Flämings in Schopsdorf trafen sich kürzlich Landwirte mit Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert und ihrem Agrarstaatssekretär Dr. Ralf-Peter Weber. Eingeladen hatten die Bauernverbände Salzwedel, Stendal, Jerichower Land, Anhalt, Wittenberg und Börde, um gemeinsam mit betroffenen Bauern vor Ort über die Fortführung der Ausgleichzulage für benachteiligte Gebiete (AGZ) zu sprechen.

Im April hatte die Ministerin in einem Schreiben die Berufsverbände informiert, dass für das kommende Jahr die AGZ eingestellt wird.

Präsident Feuerborn kritisierte in seinem Antwortscheiben, dass die Politik mit ihrer Entscheidung die Wettbewerbsfähigkeit bestehender Unternehmen im ländlichen Raum schwächt und ein funktionierendes Programm ohne Not eingestellt.

Seit 1975 gibt es die gezielte Förderung von Landwirtschaft durch die Ausgleichszulage, die laut EU-Recht zur dauerhaften Nutzung landwirtschaftlicher Flächen und damit zur Erhaltung des ländlichen Lebensraums sowie zur Erhaltung und Förderung von nachhaltigen Bewirtschaftungsformen dient. Insbesondere dort, wo eine Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung droht, die Agrarflächen nur schwach ertragsfähig sind und aufgrund natürlicher Benachteiligung nur deutlich unterdurchschnittliche Produktionsergebnisse zulassen, gleicht die AGZ wirtschaftliche Nachteile zum Teil aus.

In Sachsen-Anhalt werden nach den derzeit geltenden Kriterien rund 23 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche als benachteiligtes Gebiet eingestuft.

Die AGZ kann in vielen Gebieten auch aus einem anderen Blickwinkel gesehen werden.

So berichteten die anwesenden Landwirte von der Lage ihrer Flächen in Schutzgebieten, wie Natura2000-, Landschaftsschutz- oder Naturschutzgebieten oder in Biosphärenreservaten. Viele naturräumliche Besonderheiten, schützenswerte Güter in Flora und Fauna sind auf die aktive Pflege der Kulturlandschaft durch praktische Landwirtschaft angewiesen.

Das Treffen in Schopsdorf verließen die Landwirte mit Zuversicht, konnte man der Ministerin und ihrem Staatssekretär doch die Bedeutung der AGZ nochmal verdeutlichen.

Jetzt müssen weitere Entscheidungen im Landwirtschaftsministerium folgen.

Foto: Christian Apprecht, Text: Apprecht/ Jacobs, Bauernverband

 

Mitgliederversammlung in Winterfeld: Sachlichkeit und Wertschätzung als Grundeinstellung

In diesem Jahr wurde der Kreisbauerntag in einen internen und in einen öffentlichen Teil getrennt. Im internen Teil zog der Vorstandsvorsitzende Raimund Punke eine Bilanz über die Arbeit des Kreisvorstandes, der in der jetzigen Zusammensetzung seit einem Jahr gemeinsam tätig ist.

In sieben Vorstandssitzungen wurden Themen aufgegriffen, die für die Landwirte im Landkreis relevant waren oder in weitere Ebenen des Verbandes geschickt werden mussten. Der Vorstand hat aus den Reihen der Mitgliedschaft geeignete Personen für die Arbeit der Fachausschüsse beim Landesbauernverband benannt.

Punke zeigte auf, dass die berufsständische Arbeit eines Kreisverbandes mit den Aktivitäten des Landesbauernverbandes sowie des Deutschen Bauernverbandes gekoppelt ist.

Beispielgebend für das letzte Jahr sind die Vereinfachungen beim Güterkraftverkehrsgesetz und dem Bundesfernstraßenmautgesetz für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge.

Im Sinne des Berufsstandes ist der Kreisverband u.a. beim Grundstücksverkehrsgesetz, bei den Flurbereinigungsverfahren oder bei Schutzgebietsausweisungen tätig.

Er zeigte auf, dass der Verein Veranstaltungen organisiert oder begleitet, wie beispielsweise zur Düngeverordnung, zum Wegebau, zu den Bohrschlammguben, zum Dürrehilfsprogramm, die Altmärkische Tierschau und die Zeugnisübergabe.

Im vergangenen Jahr gab konstruktive Gespräche mit den Landtagsabgeordneten, dem Landrat, dem Veterinäramt, dem ALFF, der Berufsbildenden Schule sowie der Agentur für Arbeit.

„Nicht immer sind wir dabei einer Meinung, aber Sachlichkeit und Wertschätzung sind aus unserer Sicht eine Grundeinstellung bei Verbandsgesprächen“, so der Vorstandsvorsitzende.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.