Zukunft Altmark- Meine Vision : Nahrung ist Leben

Bei der Presseanfrage, ob ich für die Seite „Zukunft Altmark – Meine Vision“ einen Text schreiben könnte, kam mir sofort das Zitat von Helmut Schmidt: „Wer Visionen hat, der sollte zum Arzt gehen“ in den Sinn.

Mit einer vorgeschriebenen knappen Zahl an Buchstaben und ohne den Gesamtinhalt der Seite zu kennen, über Zukunft der Landwirtschaft zu schreiben, oh je.

Egal von welcher Betrachtung ich loslegen wollte, das Thema ist zu vielschichtig: Ökolandbau, konventionelle Wirtschaftsweise, Pflanzenschutz, Traktor, Artenvielfalt, Tierhaltung, Tiergesundheit, Düngung, Grundwasser, Trinkwasser, Gülleausbringung, Cross Compliance Kontrollen, große Tierbestände, Tierwohl, Tierschutz, vegan, Vegetarier, Stadt-Landbeziehung, Einkommen, Preise, Stallneubauten, Berufsausbildung, organischer Dünger, mineralischer Dünger, Bodenschutz, Blühstreifen, EU Agrarpolitik, Verantwortung, Generationen, Sortenwahl, Tierzucht, Wetter, Klima und dann auch noch der Klimawandel……..

Herausgekommen ist diese Variante:

Nahrung ist Leben

Unabhängig, wie sich die Zukunft gestalten wird, gegessen wird immer. Die Entwicklung der Menschheit ist eng mit dem Ackerbau und der Viehhaltung verknüpft und wird es weiterhin bleiben.

Ein gedeckter Tisch ist für jeden Bürger ein Segen.

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass es mehr Wertschätzung für die vielfältigen Arbeiten in der Landwirtschaft gibt. Mehr Berufsehre statt Bürokratie.

Wie willkommen ist uns derzeit jede Form der individuell gestalteten Landwirtschaft und wie skeptisch stehen wir wachsenden Strukturen gegenüber.

Einen Pflanzenbestand zu führen oder der Verantwortung in der Tierhaltung gerecht zu werden sind größenunabhängig, anspruchsvolle Aufgaben, die erlernte Fähigkeiten und Fachwissen erfordern.

Der Lauf der Dinge verändert auch die Landwirtschaft.

In Deutschland wird vermehrt auf fruchtbaren Boden, vielfältige Natur sowie auf das Wohlbefinden der Nutztiere geachtet.

Dabei soll die Landwirtschaft Traditionen bewahren und gleichzeitig den Fortschritt nutzten.

Ich wünsche dem Berufsstand für diesen Spagat eine Gesellschaft, die den nötigen Freiraum für menschliche und ökonomische Entscheidungen schafft,

damit auch in kommenden Generationen junge Menschen den Mut haben, Furchen ins Land zu ziehen.

Text und Foto: A. Jacobs – BV AMK SAW e. V.