Wichtigstes Gut für die Landwirtschaft ist das Land

20161027_190418Als Ende Oktober Professor Dr. Klaus Böhme über das Thema „Von der Bodenreform zur Bodenspekulation- Wem gehört das Land“ referierte war der Raum in der Salzwedeler Stadt- und Kreisbibliothek mit aufmerksamen Zuhörern besetzt.

Der ehemalige Chefredakteur der Fachzeitschrift Neue Landwirtschaft begann bei der Neuaufteilung des Grundbesitzes nach dem Krieg in der sowjetischen Besatzungszone. Er erläuterte anhand von Zahlen den Flächenumfang der Neuverteilung und die Aufteilung an die verschiedensten Empfänger: Neubauern, landarme Bauern, Selbstversorger, sowie Staatsbesitz. Über die Entstehung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften und der Volkseigene Güter bis hin zur Neuorganisierung der Landwirtschaft in den fünf neuen Bundesländern nach dem Beitritt zur BRD der schlug der jetzige freie Berliner Fachjournalist den Bogen bis in die heutige Zeit.

Eigentümer bewirtschaften ihr Land selbst oder haben an den Landwirt ihres Vertrauens verpachtet. Dabei ist der Begriff Landwirt nur abstrakt zu betrachten, denn die Agrarstruktur ist gekennzeichnet durch ein Nebeneinander Landwirtschaftsbetrieben von verschiedenen Rechtsformen.

Von Bedeutung für die Stabilität und Entwicklung der Betriebe wird es sein, zu welchen Pachtpreisen mit einer dazugehörigen Eigentümerstruktur und zu welchen Kaufpreisen weiterhin Land als Produktionsgrundlage zur Verfügung steht.

Text und Foto: Bauernverband