Vorstand im Gespräch mit der Lokalpresse zur aktuellen Dürresituation

Der Vorstand des Kreisbauernverbandes hatte Redakteure der Lokalpresse zu einem Pressegespräch eingeladen. Hintergrund des Gesprächs war die extremlang anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen, die bei den Kulturen auf dem Ackerland und auch auf dem Grünland ihre Spuren hinterlassen haben.

So war aus den Aufzeichnungen der Versuchsstation Beetzendorf abzulesen, dass bis Dato nur 147 mm Niederschlag gefallen waren, im Gegensatz zu 333 mm Niederschlag im Vergleichszeitraum 2017. Die Pflanzenbestände mussten bisher mit 159 mm weniger Niederschlag auskommen und das bei deutlich höheren Temperaturen.

Einige Pflanzen waren als Beispiel für die eingeschränkten Wuchsleistungen im Raum zur Erklärung aufgestellt.

Bei den Druschfrüchten wird teilweise mit einem Ernteausfall von über fünfzig Prozent und weiteren Preisabschlägen für Minderqualität gerechnet.

Noch gravierender wird die Futtersituation von den Praktikern eingeschätzt. Vielerorts brachte die erste Grasernte bereits geringe Erträge. Die zweite Ernte des Grases konnte gar nicht erfolgen, weil kein nennenswerter Aufwuchs zur Mahd anstand.

Auf den Weiden zeigt sich vertrocknetes Gras statt sattem Grün.

Die zweite Winterfutterkomponente, der Silomais, erscheint in Abhängigkeit von der Beschaffenheit des Standortes, entsprechend der Jahreszeit viel zu klein, mit eingerollten Blättern und in der Not geschobenen Blüten.

„Uns treibt die Sorge um, dass wir unsere Viehbestände nicht ausreichend ernähren können“, so der Kreisvorsitzende Raimund Punke zu den Jounalisten.

Da finanzielle Schwierigkeiten vorprogrammiert sind, fordern die Landwirte, dass für besonders betroffene Betriebe, ein Dürrehilfsprogramm eingerichtet wird.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.