Viele Themen bei gemeinsamer Interessenabstimmung

hp-praesidium-diss-muleDie Klausur des Präsidiums des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e. V. eröffnete Präsident Olaf Feuerborn mit Blick auf zwei richtungsweisende Ereignisse in der laufenden Woche. Zum einen die Klage der EU Kommission zur Nitratrichtlinie vor den EuGH, die medial hoch gekocht wurde obwohl sie sich auf die alte Düngeverordnung bezieht, deren Novellierung, immer noch mit vielen Fragezeichen für die Landwirtschaft, in der Verabschiedung steckt. Zum anderen ist es der Ausgang der Wahl in den USA und den eventuellen Ausrichtungen in der Sichtweise auf Umwelt- und Handelspolitik.

Der erste Gast nach internen Verbandsbetrachtungen war Elke Lüdecke, die Direktorin des mdr Landesfunkhauses Sachsen-Anhalt. Ihr Vortrag zum Thema “Glaubwürdigkeit und Qualitätsjournalismus im mdr“ zeigte auf, wie sich politische Kultur verändert hat.

Der Wandel von Werten und die Polarisierung von Interessen beschleunigt durch digitale Medien machen es den Tugenden von Sachkunde, Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit eines öffentlich rechtlichen Senders nicht einfach.

Lüdecke warb um eine sachliche Rückkopplung, um die Wahl der Formate für Berichterstattungen, eine 360 Grad Rundumbetrachtung der Themen sowie Pro und Kontra ehrlich und offen gestalten zu können.

Der zweite Gast war die sieben Monate im Amt tätige Ministerin Professor Dr. Claudia Dalbert.

Die Kernbotschaft ihrer einführenden Worte, dass die Landwirtschaft die wirtschaftliche Basis für die Entwicklung des Ländlichen Raumes ist, wurde von den anwesenden Gästen und Verbandsmitgliedern wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Die Diskussion war geprägt von Anfragen zu den Themen Grundwassermessstellen, Kastenstand, Tierwohl, Baurecht von Tierhaltungen, Unterstützung der Branche bei Entwicklungen im Umweltbereich, Biber und Wolf.

Präsident Olaf Feuerborn gab der Ministerin abschließend mit auf den Weg: „Es ist wichtig, dass die die Existenz der Betriebe fest im Blick bleibt“.

Text: Bauernverband, Foto: LBV