Auf Einladung regionaler Lokalzeitungen und Medienhäusern kam am letzten Apriltag der Bundeskanzler Friedrich Merz nach Salzwedel in die Altmark.
In einer moderierten Veranstaltung im Kulturhaus stellte sich der Kanzler den Fragen der Journalisten und dem angemeldetem Publikum.
Hintergrund der Veranstaltung war der Tag des Lokaljournalismus, der die Aufmerksamkeit darauf lenken soll, dass Themen vor Ort von echten Menschen gesetzt werden.
Die Arbeit der lokalen Redaktionen ist ein wichtiger Baustein, um Themen vor Ort zu erfassen, einzuordnen und darüber zu berichten.
Die Landwirtschaft ist für die Altmark ein wichtiger Wirtschaftszweig.
Wenn schon der Bundeskanzler bis in die Altmark kommt, so wollten die Landwirte die Gelegenheit ergreifen, um ihre Präsenz zu zeigen und Probleme zu benennen.
Rund ein Dutzend Traktoren, mit sichtbaren Forderungen bestückt, säumten den Kulturhausvorplatz.
Medienvertreter nutzten die Gelegenheit, um mit den Landwirten ins Gespräch zu kommen.
„Trotz erheblicher Kostensteigerung bei Treibstoffen und Mineraldünger müssen wir die notwendigen Arbeiten im Ackerbau durchführen und die Pflanzen bedarfsgerecht ernähren, sonst haben wir zum Schluss keine Ernte“, beschrieb der Kreisbauernverbandsvorsitzende Daniel Paul die Lage.
Die hohen Produktionskosten schnüren den Landwirten die Luft ab.
Schlechte Aussichten für die Erlöse bei den Marktfrüchten und den meisten tierischen Erzeugnissen trüben die Aussicht, die hohen Kosten wieder einzuspielen.
„Politik mit Weitblick- Fehlanzeige“ stand symbolisch dafür, dass anscheinend bei der Bundesregierung die Arbeit des Berufsstandes und letztendlich die Ernährungssicherung im eigenen Land nicht so wichtig ist.
Die politische Entscheidung die Energiesteuer zeitweise auf Diesel und Benzin zu senken, wurde zwar begrüßt, aber die Höhe und der Zweimonatszeitraum wird nicht reichen, um Liquiditätsengpässen entgegenzusteuern.
Die Landwirte forderten weitere Steuerentlastungen, das Aussetzen der CO 2 Abgabe und eine bezahlbare Düngemittelversorgung.
Landwirtschaft vor Ort stark machen ist eine Kernforderung des Berufsstandes.
Foto und Text: A. Jacobs