Im öffentlichen Teil des Bauernverbandstages fand eine agrarpolitische Podiumsdiskussion mit dem Titel „Landwirtschaft im Wandel: Wie Politik, Markt und Gesellschaft die Zukunft gestalten“ statt.
Nach einem einführenden Statement von Präsident Olaf Feuerborn diskutieren unter der Leitung von Stefan Bernschein der Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt Sven Schulze, der Präsident DLG e.V. Hubertus Paetow, Dr. Andreas Eisen, Bereichsleiter Genoverband e.V. sowie Präsident Feuerborn.
Zu den aktuellen politischen Rahmenbedingungen führte Minister Schulze aus, dass aus der Sicht des Landes Sachsen-Anhalt der mehrjährige Finanzrahmen der EU und den Regelungen zu Kappung und Degression nicht zugestimmt werden kann.
„Wir müssen in der EU auf die Bremse treten mit immer neuen Regelungen“, führte Schulze aus.
Eine fortschrittsoffenen Gesellschaft, die eine moderne Landwirtschaft akzeptiert, war eine Forderung des DLG-Präsidenten Paetow.
„Wir müssen die Wirtschaft wieder in Fahrt bringen“, so Paetow mit Blick auf die kommende Zeit.
Um die Landwirtschaft in die Zukunft zu führen, müssen attraktive Perspektiven für die nächste Generation geschaffen werden, so Dr. Andreas Eisen von Genoverband.
Verlässliche Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln sind dabei zwingend erforderlich.
Wandel und Entwicklung wird es immer geben.
Eine vielfältige Landwirtschaft ist und bleibt ein wichtiger Faktor für den ländlichen Raum.
Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.
Auf dem 37. Bauernverbandstag des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V. in Dessau zog Bauernpräsident Olaf Feuerborn Bilanz zur Verbandsarbeit.
Vor den anwesenden Delegierten der Kreisbauernverbände und den assoziierten Verbänden legt er dar, dass es ein Jahr mit vielen Aufgaben für den Verband war.
„Bezahlbare Energie und Betriebsmittel, weniger Dokumentationspflichten, praxistaugliche Umwelt- und Tierschutzregeln sind unsere Kernforderungen im Austausch mit Politik und Gesellschaft“, führte Präsident Olaf Feuerborn aus.
Geht es dem Bauern gut, geht es dem Dorf gut, so Feuerborn.
Er wies deutlich darauf hin, dass in der Wirtschaft das Geld verdient wird für all die Dinge, die wir uns als Gesellschaft leisten.
Nach dem Geschäftsbericht und Verbandsregularien stellte die Diskussion zu einer Grundsatzpositionierung des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt zur kommenden Landtagswahl im nächsten Jahr einen Schwerpunkt dar.
Unter der Überschrift „Stabilität für die Landwirtschaft und Zukunft des ländlichen Raums“ wurden die zentralen Forderungen des Verbandes vorgestellt und beraten.
Die inhaltlichen Kernaussagen wurden in den Themenblöcken wie Rahmenbedingungen und Verwaltung, Wirtschaftskraft im ländlichen Raum, Bildung, Arbeitskräfte, Ackerbau und Pflanzenschutz, Nutztierhaltung und Tierschutz, Umweltschutz und Biodiversität gesetzt und beschlossen.
Die Grundsatzpositionierung wird nach der finalen Redaktion online beim Bauernverband Sachsen-Anhalt veröffentlicht.
Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.