Die 5. Sitzung des Fachbeirates „Grünes Band“ fand in Salzwedel statt.
Der Fachbeirat begleitet die Erstellung, Umsetzung und Fortschreibung des Pflege-, Entwicklungs- und Informationsplans (PEIP).
Der PEIP ist bis Ende Februar 2026 digital im „Beteiligungsportal“ des Landes Sachsen-Anhalt verfügbar.
Bis zum 14. März 2026 können Stellungnahmen zu dem umfangreichen Werk abgegeben werden.
Das „Grüne Band“ entlang des ehemaligen DDR-Grenzstreifens ist heute ein wertvoller Biotopverbund und Zeitzeuge der Deutschen Geschichte.
Mit Naturschutzmaßnahmen, wie extensive Grünlandbewirtschaftung, Mahd- und Beweidungsmanagement, sowie dem Erhalt historischer Grenzobjekte, wie Kolonnenweg oder baulichen Fragmenten, soll ein Natur -und Gedenkort erlebbar gemacht werden.
Das Schutzgebiet verläuft auf rund 343 Kilometern durch Sachsen-Anhalt, umfasst eine Fläche von 4.754 Hektar und ist seit November 2019 per Gesetz als „Nationales Naturmonument“ ausgewiesen.
Auf der Sitzung in Salzwedel wurden die Mitglieder des Beirates für fünf Jahre neu berufen.
Johannes Beleites und Landrat Steve Kanitz wurden als Sprecher des Fachbeirates Grünes Band in Sachsen-Anhalt gewählt.
Bei der Arbeit des Fachbeirates geht es um eine ausgewogene Weiterentwicklung des „Grünen Bandes“ aus dem Blickwinkel des Naturschutzes und der Erinnerungskultur.
Auf der Sitzung in Salzwedel wurde über die Rahmenbedingungen und Perspektiven der Nutzung durch Radtouristen diskutiert.
Das Grüne Band soll das erste gemischte deutsche UNESCO Welterbe werden.
Sowohl das Natur- als auch als kulturelles Erbe spielen dabei eine Rolle.
Das Gebiet wurde offiziell in die deutsche Tentativ-Liste aufgenommen.
Eine Voraussetzung für jede UNESCO Nominierung.
Weitere Abstimmungen und Bewerbungsdossiers sind erforderlich.
Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband

Auf der letzten Vorstandssitzung in 2024 wurde die Arbeit des Kreisverbandes im laufenden Jahr und die kommenden Vorhaben besprochen.
Mit 29 Schulen im Landkreis wurde das Projekt „Bauernhof als Klassenzimmer“ umgesetzt und verschiedene Einblicke in Landwirtschaftsbetriebe organisiert.
Für das nächste Jahr ist vorgesehen den Projektansatz fortzuführen.
Der in der Altmark zu verzeichnende Rückgang der Milchviehhaltung wird die inhaltliche Arbeit des Projektes künftig erschweren.
Um sich für die Suche nach Azubis besser auszustellen, wird die Homepage „Grüne Berufe“ an den Start gehen.
Aber nicht nur die Suche nach Berufsnachwuchs, sondern auch nach qualifiziertem Fachpersonal macht dem Berufsstand zu schaffen.
Der rückläufige Milchviehbestand hat auch Auswirkungen auf die Berufsausbildung im Beruf Landwirt/in. Nur über Kooperationen können hier Lerninhalte vermittelt werden.
Zur Wahl des nächsten Bundestages soll es mit den aufgestellten Direktkandidaten wieder Gesprächsrunden in der Landwirtschaft geben.
Die Novelle des Wassergesetzes zum Rückhalt von Wasser und der Ertüchtigung von Stauanlagen wird den Berufsstand beschäftigen.
Die Einflussmöglichkeiten der Landwirte und die Gestaltung der Umlagen an die Unterhaltungsverbände sind u.a. wesentliche Knackpunkte.
An der Wirler Spitze im nationalen Naturmonument Grünes Band nahmen die Vorstandsmitglieder den Biotopverbund in Augenschein.
Die naturnah erhaltene innerdeutsche Grenzlinie mit Binnendüne, Heide, Kiefernwald und ehemaligem innerdeutschem Grenzstein sorgte für Gesprächsstoff.
Diskutiert wurde über die zusammenhängen Jagdeinheiten rings um das Gelände, die Ansiedlung des Wolfes in geschützten Landschaften und die Folgen für die Landwirte.
Da das Wild, um sich zu schützen, in größeren Gruppen unterwegs sein kann, können die Wildschäden auf den Ackerkulturen enorm sein.
Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.