DBV Fachforum Milch

Bauernpräsident Rukwied: Fragwürdige Diskussion um Feinstaub

Zur Eröffnung des gut besuchten Milchforums des DBV auf der Grünen Woche in Berlin nutzte Bauernpräsident Joachim Rukwied die Gelegenheit und kritisiert den Umgang mit einer bisher unveröffentlichten Studie des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie, die die Landwirtschaft als Hauptverursacher von Feinstaubemissionen darstellt. Der präsentierte Zusammenhang zwischen Feinstaub und vorzeitigen Todesfällen beruht auf Modellrechnungen, die in der Fachwelt auf erhebliche Zweifel stoßen, so Rukwied. Beanstandet wird insbesondere der Eindruck monokausaler Zusammenhänge zwischen Feinstaub und vorzeitigen Todesfällen.

„Solche spekulativen Hochrechnungen sind hochgradig unseriös“, betont DBV-Präsident Joachim Rukwied. Gleichzeitig verurteilte er die mediale Verwertung der unfertigen Studie als Effekthascherei und Affront gegen die Landwirtschaft.

Damit sprach er den Landwirten aus dem Herzen, deren Emotionen mit besagtem Fernsehbeitrag derzeit kochen.

Ziel des DBV-Fachforums Milch war es den Prozess für eine langfristig angelegte Strategie für den Milchsektor zu beginnen.

Jeder vierte Landwirt in Deutschland ist Milchbauer. Die Branche ist also von herausgehobener Bedeutung für die gesamte Landwirtschaft und die Wirtschaftskraft im ländlichen Raum. Dieser Sektor muss sich mit gemeinsamen Anstrengungen den aktuellen und kommenden Herausforderungen stellen.

Milchbauernpräsident Karsten Schmal erläuterte beim Fachforum wesentliche Anliegen des DBV: „Es muss uns gelingen, die Wettbewerbsfähigkeit der Milcherzeugung im zunehmend liberalen Marktumfeld zu erhalten, Produktionsrisiken – hierbei vor allem die zunehmend stark schwankenden Erzeugerpreise – zu meistern und die gesellschaftliche Akzeptanz einer modernen Milchproduktion langfristig zu erhalten.“

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V. sowie PM DBV