Agrarerzeugergemeinschaft e.G. Pretzier

DIE LINKE im Gespräch mit der Landwirtschaft

Matthias Höhn, Mitglied des Bundestages und Kandidat für die anstehende Bundestagswahl, hat sich mit weiteren Pateimitgliedern in der Landwirtschaft umgesehen.

Bei einer Gesprächsrunde in der Agrarerzeugergemeinschaft e G Pretzier, bildete die Vorstellung der Eckdaten des Betriebs durch Frank Pieper, Geschäftsführer des Unternehmens, die Grundlage für Nachfragen der anwesenden Landes- und Bundespolitiker.

Die Themen Biogasproduktion, Photovoltaikanlagen, Investitionen, Sicherung von Arbeitsplätzen vor Ort, Tiertransporte und die Milchauszahlungspreise bildeten hierbei Schwerpunkte.

Bei der Besichtigung der Milchviehhaltung und des Melkkarussells lag der Focus auf den Bedingungen für das Tierwohl und die Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter und Azubis.

In einer öffentlichen Diskussionsrunde im Dorfgemeinschaftshaus Pretzier legten zuerst MdB Dr. Kirsten Tackmann und MdL Kerstin Eisenreich ihre Standpunkte zur Agrarpolitik dar.

Die anwesenden Landwirte fanden viele Anknüpfungspunkte für Nachfragen und Forderungen, sodass ein reger Gedankenaustausch stattfand.

Die Fortführung der EU – Agrarpolitik, Anreizsysteme für Naturschutzleistungen, Unterstützung von Junglandwirten bei verschiedenen Rechtsformen der Betriebe sowie die die Stärkung der Erzeuger in der Lebensmittelkette und somit faire Preise für die Produzenten wurden diskutiert.

Foto und Text: A. Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Pressegespräch zum Thema Rückzug der Milchviehhaltung im Landkreis

Rund um die Milchviehhaltung ging es in einem Pressegespräch in der Agrarerzeugergemeinschaft Pretzier.

Seit einiger Zeit ist dort das Plakat“ Weil wir mehr können“ am Betriebsgelände zu sehen.

Es soll darauf aufmerksam machen, dass zu jeder Milchkuh vor Ort Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie Fachwissen und Wertschöpfung gehören.

Gefühlt steht in der Gesellschaft der Wunsch nach regionaler Herkunft von Lebensmitteln ganz oben auf der Liste.

Was kann es Besseres geben, als mit dem vorhandenen natürlichen Grünland Milch zu produzieren?

Die Realität zeigt ein anderes Bild.

Die Anzahl der Milchviehhalter in unserem Landkreis, dessen landwirtschaftliche Fläche zu 25 Prozent aus Grünland besteht, reduziert sich zusehends.

Im Jahr 1998 waren in 185 Betrieben die Milchkühe ein Garant für monatliche Einnahmen. Im Jahr 2020 wird nur noch in 68 Betrieben Rohmilch produziert.

Die Ursachen sind vielschichtig. Letztendlich kann die Entwicklung der Kostenseite durch die Erlöse beim Milchverkauf nur schwer aufgefangen werden.

Die Anforderungen an die Produktion steigen und müssen finanziert werden. Die neue Rohmilchgüteverordnung, Einschränkungen in der Düngung, Verschärfungen bei Tiertransporten und Vorschriften bei der Fütterung und Haltung seien exemplarisch genannt.

Der Milchauszahlungspreis bewegt sich in kleinen Schwankungen auf niedrigem Niveau.

Da ist viel Optimismus gefragt, um die Produktion weiter am Laufen zu halten.

Der Presseartikel ist am 10.08.2021 in der Volksstimme erschienen.

Foto: Volksstimme, Text: A. Jacobs

Das Dorf im Blick

Im Rahmen des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ wurden Dorfgemeinschaften aufgerufen, ihren Ort zu präsentieren und das Miteinander in den Dörfern vorzustellen.

Über zehn Dörfer stellen sich unter Federführung des Landkreises einer ausgewählten Jury, die eine Bewertung abzugeben hat.

Neben einem Gesamteindruck spielen Entwicklung von Wirtschaft und Infrastruktur, das soziales Engagement und dörfliche kulturelle Leben, die Baugestaltung und Siedlungsentwicklung sowie Grüngestaltung des Dorfes eine Rolle.

Den Auftakt bei den Vor-Ort-Terminen machte Salzwedels Ortsteil Pretzier.

Auf die Frage Dorf oder Teil einer Stadt?, lautete in Pretzier die Antwort: Wichtig ist, was die Menschen daraus machen.

Ortsbürgermeister Herbert Schulze hatte nach der zünftigen Präsentation der Jungen Briefmarkenfreunde den Focus auf die Wirtschaft gelegt.

Geschäftsführer Stefan Korneck stellte das Unternehmen SCM Solar vor. Die Firma steht mit ihren sechzig Mitarbeitern, davon acht Azubis, für innovative Energiegewinnung, SmartHome Solution und Heizsysteme 4.0.

Bewusst wurde der Sitz der Firma New aspect dreidimensionale Werbung GmbH aus der Hektik der Hansestadt Hamburg heraus in ein Objekt nach Pretzier verlegt, berichtete der

Messebauer und Eventmanager Thomas Wefer der Bewertungskommission.

In der Agrarerzeugergemeinschaft Pretzier e. G. stellte Frank Pieper die Schwerpunkte des Betriebs im Ackerbau, in der Grünlandbewirtschaftung, in der Milchrinderhaltung und bei den erneuerbaren Energien vor.

Der Landwirtschaftsbetrieb ist Arbeitgeber für fünfunddreißig Mitarbeiter, davon fünf Azubis.

Die nächste Investition ist im Bereich der Eigenstromversorgung mit dem ortsansässigen Solarunternehmen geplant.

Foto und Text: Annegret Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.