30. Landesbauernverbandstag

Ministerpräsident brachte auf dem Bauerntag seine Wertschätzung für den Berufsstand zum Ausdruck

Auf dem 30. Landesbauernverbandstag in Ebendorf brachte Dr. Rainer Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, seine Wertschätzung für den landwirtschaftlichen Berufsstand zum Ausdruck. Unmittelbar nach der Einführungsrede von Bauernpräsident Olaf Feuerborn betonte er, dass die heutige Landwirtschaft die umweltfreundlichste ist, die es je gegeben hat.

Der Beschäftigungseffekt der Landwirtschaft und die getätigten Investitionen seinen aus seiner Sicht ein wichtiges Element für den ländlichen Raum.

Mit Blick auf die Dürresituation dieses Jahres zog er einen Rückblick auf vergangene Jahrhunderte, wo Dürrejahre katastrophale Auswirkungen hatten.

Obwohl eine Dürrehilfsprogramm da ist, sei er auch nicht froh, dass so ein kompliziertes Regelwerk damit verknüpft ist.

Es sei aber sein Ansatz gewesen, dass alle Ressorts schauen, welches Geld in das Programm gegeben werden kann. Die Bauernschaft gab ihm mit auf den Weg, dass die Gelder nun auch ausgereicht werden müssen.

Bei der Umsetzung der Natura 2000 Landesverordnung sieht der Ministerpräsident den Vorrang von Nutzung unter Beachtung von Naturschutzaspekten.

Im Dezember werde sich das Kabinett und auch die Arbeitsgruppe Umwelt des Landtages mit einer Anhörung damit befassen.

Weitere Themen im Redebeitrag wie auch in der Diskussion waren die Schafhaltung und der Umgang mit dem Wolf, die Kontrollen in der Tierhaltung und die Agrarstruktur.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

 

Präsident Feuerborn umriss die Interessen des Berufsstandes im Beisein des Ministerpräsidenten

In seiner Rede auf dem 30. Landesbauernverbandstag am 21.11.2018 in Ebendorf betonte Präsident Olaf Feuerborn im Beisein von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff: „Für uns Landwirte war es ein Jahr mit deutlichen Ertragseinbußen und Niederschlägen, auf die wir bis heute warten.“

Die Winterkulturen mussten ohne nennenswerten Bodenwasservorrat einen schwierigen Start hinlegen und die Futterversorgung ist sehr ernst zu nehmen.

Die finanzielle Situation ist angespannt.

Der Bauernverband habe sich sehr bemüht, ein Dürrehilfsprogramm anzuschieben.

„Mit dem Verfahren der Antragstellung sind wir nicht zufrieden, das haben wir auch so kommuniziert“, berichtete er mit Blick auf die Mitglieder und den Ministerpräsidenten des Landes.

„Wir sind im ländlichen Raum Arbeitgeber und Auftraggeber und wir können diese Funktionen nur erfüllen, wenn wir finanzielle Stabilität in den Betrieben haben“, so der Präsident.

Jeden Tag ausreichend Essen sei eine Selbstverständlichkeit, aber das Vorhandensein von Landwirtschaftsbetrieben im Ländlichen Raum wird aus Bauernsicht nicht genug wertgeschätzt.

Im Land werden keine Impulse gesetzt, um in die Tierhaltung zu investieren, die aus seiner Sicht für eine Kreislaufwirtschaft unerlässlich ist.

Die Förderung des ökologischen Landbaus sein ein Politikversprechen, welches auch eingehalten werden muss, ohne die konventionelle Landwirtschaft bei ihren Umweltprogrammen zu beschneiden.

Mit Blick auf die GAP 2020 betonte er die Stabilität der ersten Säule.

Er wies eindrücklich darauf hin, dass eine Weidetierhaltung, wie von der Gesellschaft im Sinne von Tierwohl und Biotoppflege gefordert, auf Dauer nicht möglich sein wird, ohne Regulierung der wachsenden Wolfspopulation.

Eine Politik für die Landwirtschaft stärkt den ländlichen Raum, so Präsident Feuerborn.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.