Ronny Anhalt gehört zu den Absolventen – Zeugnisübergabe und Freisprechung der Landwirte in Salzwedel

Seinen Berufsabschluss als Landwirt hat der Klötzer Ronny Anhalt seit Kurzem in der Tasche.

Im August nahm Ronny Anhalt auf einer feierlichen Veranstaltung in der Berufsbildenden Schule sein Zeugnis für seinen Wunschberuf in die Hände.

Das Prädikat „Gut“ steht auf seinem Abschlusszeugnis für die bestandenen theoretischen und praktischen Prüfungen.

Insgesamt können sich 59 junge Menschen, die die Berufsschule in Salzwedel besucht haben, über ihren erfolgreichen Abschluss als Landwirt oder Landwirtin freuen.

Acht Jugendlichen wart es gleichzeitig gelungen, die Fachhochschulreife zu erlangen.

Im Beisein von Verwandten, Freunden und Wegbegleitern wurden die Facharbeiter mit einer Freisprechung in den Berufsstand aufgenommen.

Unter ihnen Ronny Anhalt, bei dem schon frühzeitig feststand: Hauptsache ein Beruf unter freiem Himmel.

Die Gespräche mit seinem Großvater über die Arbeit eines Traktoristen haben für den Zwanzigjährigen sozusagen wie ein Wegweiser zum Beruf Landwirt geführt.

Bei den Schulpraktika hat er sich beim Gartenbau und in Agrarbetrieben in der Klötzer Region umgeschaut.

Letztendlich entschied er sich, seine Bewerbung zur Genossenschaft nach Kusey zu schicken.

„Von Anfang an hat mir in diesem Betrieb das Betriebsklima gut gefallen“, so der junge Mann.

Die Agrargenossenschaft „Dr. Schultz-Lupitz“ e. G. gab dem Klötzer eine Chance zur Ausbildung, obwohl er zum damaligen Zeitpunkt noch keinen Führerschein besaß.

Aus diesem Grund musste sich der technikbegeisterte Azubi fußläufig mit den verschiedensten Aufgaben im Betrieb vertraut machen, beispielsweise beim Sortieren von Kartoffeln und bei den Mutterkühen.

Der Betrieb hat den Erwerb der Fahrerlaubnis mit unterstützt und dann ging für den Azubi der Start in seine Wunschtätigkeit erst richtig los: Traktor fahren.

„Bei einem zukünftigen Azubi werden wir darauf achten, dass eine Fahrerlaubnis vorhanden ist“, so Ausbilder und Vorstandsmitglied Thomas Dörwald.

Drei Jahre der dualen Ausbildung liegen erfolgreich hinter dem ruhigen jungen Burschen.

„Für mich waren die Schule und die überbetriebliche Ausbildung interessant“, so der Jungfacharbeiter, der seine Stärken aber eher in der beruflichen Praxis sieht.

Sein ehemaliger Ausbilder beschreibt ihn so: Er ist sehr an seiner Arbeit interessiert und wird seine wahre Berufung bei den Arbeiten in der Pflanzenproduktion noch finden und verfeinern.

„Ich bin während meiner Ausbildung in der Kuseyer Genossenschaft immer sehr gut gefördert worden“, so der Landwirt.

Alle Arbeiten beim Transport und auf dem Acker machen ihm Spaß, nur die Arbeit mit den Tieren sei nicht so sein Ding, gibt er ehrlich zu.

Jetzt ist er einer von zwanzig Kollegen im Betrieb und fährt mit großer Technik, denn er wurde von seinem Ausbildungsbetrieb übernommen.

Er freut sich auf die kommenden Aufgaben, wie Bodenbearbeitung und Aussaat.

„Ich werde noch vieles rund um den Ackerbau vertiefend lernen müssen und hoffe, dass ich das gut packe“, so Ronny Anhalt.

Doch Junglandwirt und ehemaliger Ausbilder sind sich einig: Mit gutem Willen und Geduld ist das zu schaffen.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.