
In dieser Woche hatte der Vorstand die Lokalpresse geladen, um über die bisherigen Ernteergebnisse im Landkreis zu informieren.
Daniel Paul, Vorstandsvorsitzender des Kreisverbandes, fasste die Gesamtsituation zusammen: Die Betriebe mussten in diesem Erntejahr mit sehr hohen Kosten für Kraftstoff und Düngemittel umgehen.
Die Ergebnisse der Ernte sind unterdurchschnittlich, wobei der Raps mit den schwächsten Ergebnissen abgeschlossen hat. In Kombination mit den geringen Erzeugerpreisen ergibt sich insgesamt eine angespannte wirtschaftliche Situation.
Neben der allgemeinen Tendenz ist eine Erntebilanz auch immer betriebsindividuell zu betrachten.
Die Berufskollegen ergänzten, dass die Ernte der Wintergerste mit guten Ergebnissen zu Buche steht.
Die Startbedingungen der Kulturen im Frühjahr waren gut.
In der Hitzeperiode im Juni, die in eine regelrechte Hitzewelle mit mehreren Tagen Richtung 40 Grad Celsius umschlug, sahen die Landwirte die Ursache der schwachen Ertragsleistungen.
Die Gerste war zu diesem Zeitpunkt ausgreift.
Alle anderen Druschkulturen gingen teilweise in die Notreife über.
Die Zunahme von Wetterextremen, die kleinteilige Verteilung von Regen und insgesamt zu wenig Niederschlag, sind eben ein unkalkulierbares Risiko, so die Landwirte, die bereits wieder mit der Aussaat der Folgekulturen beschäftigt sind.
Die Landwirtschaft ist ein Prozess, der nicht einfach angehalten werden kann.
Anbauentscheidungen müssen getroffen werden, dessen Erfolg oder Nichterfolg erst Mitte nächsten Jahres zu sehen sind.
Ohne Optimismus geht es nicht, so waren sich die Landwirte einig.
Daniel Paul hatte von seinem Feldern Rüben- und Maispflanzen, jeweils mit und ohne Feldberegnung, zur Anschauung mitgebracht.
Die Unterschiede waren deutlich zu sehen.
Bild und Text: A. Jacobs – Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.