Pressegespräch des Kreisvorstandes zur laufenden Mähdruschernte

„Zwar hat sich das Ertragsniveau  im Vergleich zur Ernte des vergangenen Dürre-Jahres verbessert, dennoch müssen die Betriebe erneut mit Ertragseinbußen umgehen“, so der Kreisvorsitzende Raimund Punke im Pressegespräch des Vorstandes, die sich passend zum „Tag des Bieres“ ein Sommergerstenfeld als Fotomotiv gewählt hatten.

Das Niederschlagsdefizit des letzten Jahres, die trockenen Aussaatbedingungen für die Winterkulturen, die Hitzetage und die bisherigen Niederschläge mit langen Trockenphasen Ende Mai und Ende Juni wurden als Ursachen von den Landwirten angeführt.

Die bisherigen Ernteergebnisse variieren in diesem Jahr sehr stark, da die Niederschlagsverteilung sehr kleinräumig war.

Der Aufbau von Winterfutterreserven für Wiederkäuer wurde als sehr schwierig eingeschätzt. Auf dem Grünland gibt es nach zwei knappen Schnitten kaum noch Zuwachs.

Auch die Maisbestände zeigen sich sehr differenziert und sind auf den leichten Standorten bereits vertrocknet.

Die Zuckerrüben stehen immer wieder in der Entwicklung und erste Trockenschäden sind sichtbar.

Kartoffeln ohne Beregnung reduzieren den Knollenansatz.

Im Altmarkkreis Salzwedel werden auf rund 50 Prozent des Ackerlandes Druschfrüchte angebaut. In diesem Jahr hatte sich der Rapsanbau mehr als halbiert.

Die Erntearbeiten bei Winterroggen, Sommergeste und Raps stehen derzeit an, wenn die Wetterlage wieder passt.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.