Nach der Krise ist vor der Krise – wie machen wir mit der Milch weiter?

HP MilchkonferenzUnter dieser Überschrift stand eine vom Bauernverband Sachsen Anhalt initiierte Podiumsdiskussion, die bereits in der Überschrift zum Ausdruck brachte, dass es ein nach der Krise geben wird, dass der Milchmarkt weiterhin volatil sein wird und dass dazu Instrumente bereit stehen müssen, bloß welche?
In den von Dr. Thomas Tanneberger, Bauernzeitung, geführten Diskussionsrunden kamen Experten zu Wort, die sich eng am Milchmarktgeschehen bewegen. In ihren Statements und Antworten kam Gemeinsames genauso wie Kontroverses zum Ausdruck, aber im Ziel waren sie sich einig: Nur mit auskömmliche Preisen wird die Produktion von Milch in den ländlichen Räumen Deutschlands zu erhalten sein.
In seinem Eingangsstatement legte Klaus Schönfeld von der Quellendorfer Landwirte GbR dar, dass auch bei besten Management derzeit keine kostendeckende Milchproduktion machbar ist und das derzeitige Risiko voll bei den Bauen lastet.
Die Vertreter des Milch-Industrie Verbandes, des Deutschen Bauernverbandes, der Landwirtschaftlichen Rentenbank , des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie und der frischli-Milchwerke diskutierten über Unterstützungsmöglichkeiten unterschiedlichster Ebenen, über die Kontorbildung, über die Gestaltung von Lieferbeziehungen bis hin zu den angedachten Steuermöglichkeiten der Milchmenge.
Auf Nachfrage legte der Bauernverband dar, dass der Lebensmitteleinzelhandel aufgefordert war, sich in der heutigen Diskussionsrunde zu stellen, es aber nur Absagen gab.
Die Milcherzeuger, die sich in der neu gestalteten Mensa der Hochschule Anhalt versammelt hatten, nutzen die Gelegenheit, um mit klaren Worten die derzeitige Situation in der Praxis zu unterstreichen.
Die Ausführungen wurden aufmerksam verfolgt, aber es verfestigte sich bei den Teilnehmern der Eindruck: Egal, was gemacht wird, kurzfristige Wunder wird es nicht geben, Angebot und Nachfrage müssen passen.

Text und Fotos: BV SAW