Modernen Pflanzenzüchtung- wo geht sie hin?

feuerborn-innoplanta-2016Das 15. InnoPlanta Forum stand in diesem Jahr unter der Überschrift: Moderne Pflanzenzüchtung- Quo vadis?

Am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben referierten und diskutierten im September Wissenschaftler, Landwirte und Verbandsvertreter.

Dass die Pflanzenzucht eine Schlüsseltechnologie ist, wurde vor Jahren als ein Konsens angesehen. Doch endlose Dagegen –Kampagnen, unsichere Verbraucher und Landwirte, resignierende Wissenschaftler und kopflose Politiker haben ein Chaos hinterlassen.

Neue Verfahren des „genome editing“, insbesondere die CRISP-Cas9- Methodik, revolutioniert derzeit die molekularbiologische Forschung und war ein Betrachtungspunkt der Veranstaltung.

Dr. Frank Hartung, JKI Quedlinburg, zeigte im Vergleich unterschiedlicher wissenschaftlicher Herangehensweisen, worin die methodische Innovation von CRIPR-Cas 9 besteht und wie dadurch breite Anwendungsmöglichkeiten mit neuen Optionen in der Pflanzenzüchtung und der Biotechnologie eröffnet werden können.

Was offen ist, ist der Rechtsrahmen zur Einordnung der Methode in Europa.

Doch die EU lässt sich Zeit.

In seinen Grußworten stellte Olaf Feuerborn, Präsident des Landesbauernverbandes Sachsen-Anhalt, fest, dass in der Praxis der Bedarf an resistenten und flächeneffizienten Pflanzen steigt.

Zur Beurteilung der durch die Wissenschaft vorgelegten neuen Züchtungstechnologie ist die EU am Zuge. Doch je mehr Zeit verstreicht, umso besser kann die Polemik – ein scharfer Meinungsstreit- in diese Lücke stoßen.

Text und Foto: Bauernverband