Mit positiven Blick Richtung Biosphärenreservat Drömling

In Parsau trafen sich auf Einladung einer Länderübergreifenden Arbeitsgruppe Akteure aus Niedersachsen und Sachsen- Anhalt, um sich über die weitere Vorgehensweise auf dem Weg zu einem UNECSO Biosphärenreservat Drömling zu informieren.

Nachdem die betroffenen Städte und Gemeinden beider Bundesländer im Bereich des Drömlings ihr positives Votum abgelegt haben, steht das Signal auf grün, um weiter Fahrt aufzunehmen.

Im voll besetzten Saal wurde den Zuhörern aus Parlamenten, Kommunen, Verwaltung, Verbänden, Vereinen sowie Bürgern, der weitere offizielle Verfahrensweg vorgestellt.

Die Umweltminister beider Nachbarländer betonten, dass ein im Dialog seit 2015 entstandenes Eckpunktepapier die Basis für die Entwicklung zum Biosphärenreservat darstellt.

Der Erhalt des Natur- und Kulturerbes, die Sicherung der Biodiversität sowie nachhaltige Impulse für die Regionalentwicklung sind unisono genannte Schlagworte dazu.

Zeitnah soll eine Vereinbarung zwischen den beiden zuständigen Ministerien in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt geschlossen werden, so dass die Verwaltung des Naturparkes für die Bereiche Regionalentwicklung, Bildung und Tourismus aufgestockt werden kann.

Diese Personalstelle ist ein Bestandteil der Wünsche der Kommunen.

Obwohl ebenfalls im Eckpunktepapier verankert, war die Erfüllung der Wünsche der Landnutzer im Gebiet noch nicht in greifbare Nähe gerückt: Fachliche und betriebswirtschaftliche Beratung  zur Nutzung der wertvollen Naturflächen im Drömling sowie ein offenes Ohr für ihre speziellen Anliegen, vom Umgang mit Wirtschaftsbeschränkungen, der Kompatibilität mit bestehenden und kommenden Agrarförderprogrammen bis hin zur Aufwuchsverwertung.

Auf Nachfrage hin stellte die sachsen-anhaltinische Landwirtschafts- und Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert, die Möglichkeit in Aussicht, eine zweite Personalstelle mit dem Schwerpunkt „Landwirtschaft unter den Bedingungen des Biosphärenreservats“ zu schaffen.

Die anwesenden Landwirte sahen dass als positives Signal, auch wenn der Teufel bekanntlich im Detail steckt.

Text und Foto: AJ Bauernverband