Landwirte informieren sich zum Ausweisungsverfahren am Grünen Band

Da vorgesehen ist, das Grüne Band Sachsen-Anhalt bis zum Jahrestag der Öffnung der innerdeutschen Grenze 2019 als „Nationales Naturmonument“ gemäß § 24 Bundesnaturschutzgesetz auszuweisen, hatte der  Kreisbauernverband Dr. Ekkehard Wallbaum, Abteilungsleiter Wasserwirtschaft und Naturschutz im MULE, geladen, um sich über das Vorhaben zu informieren.

Die Unterschutzstellung soll per Gesetz erfolgen.

Das Einbringen eines Gesetzentwurfs in den Landtag ist für das 1. Halbjahr 2019 vorgesehen.

Im Altmarkkreis Salzwedel stehen 133 Kilometer Länge in unterschiedlicher Ausprägung zwischen Landesgrenze und Kolonnenweg in 27 Gemarkungen zur Ausweisung an.

Insgesamt ergibt sich eine Fläche von über 850 Hektar, erfuhren die Landwirte.

Zurzeit wird über ein beauftragtes Büro flurstücksscharf erfasst, wie die Grundstücke genutzt werden. Langfristig soll privates Eigentum in öffentliches Eigentum bzw. Eigentum grüner Verbände überführt werden.

Obwohl die naturschutzfachlichen und landeskundlichen Aspekte nachvollziehbar sind, steckt für die Landwirte der Teufel im Detail.

Für Unsicherheit sorgt ein zu erstellendes Rahmenkonzept für Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen.

Für die Landnutzer spielt die Bewirtschaftung und Beweidung sowie die Teilnahme an AUKM Maßnahmen eine entscheidende Rolle.

Die bisherigen Pachtverträge sind oftmals nur Jahresverträge, bei denen die Nutzung mit der Einschränkung der Landbewirtschaftung verknüpft sein kann und die dennoch der Pachterhöhung unterliegen.

Es wird gefordert, diese Aspekte mit in die weitere Betrachtung einzubeziehen.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.