Landrat Michael Ziche zu Gast bei den Landwirten

Berge HomepageDer Vorstand des Kreisbauernverbandes traf sich zum diesjährigen Branchengespräch mit dem Landrat Michael Ziche in der Landwirtschaftlichen Erzeugergemeinschaft e. G. in Berge. Für den gastgebenden Betrieb stellte Betriebsleiter Christian Mahlow die Eckdaten des Unternehmens vor. In einem anschließenden Rundgang in der Milchviehanlage wurden die bisher am Standort getätigten Investitionen und die damit verbesserten Haltungsbedingungen für die Rinder vorgestellt. Weitere gut durchdachte Veränderungen sollen folgen.
Die Landwirte informierten über betrieblichen Ernteergebnisse und den Fortgang der Ernte, die in weiten Teilen des Landkreises aufgrund des immer wieder einsetzenden Regens noch nicht beendet ist.
„Die Entwicklung der Bestände zu Erntebeginn war erfreulich und wir haben bei gutem Druschwetter optimistisch begonnen. Allerdings müssen wir bis heute mit den schwierigen Witterungsbedingungen umgehen“, kommentierte Raimund Punke, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, den diesjährigen Ernteverlauf.
Zum Teil wurde eine mengenmäßig gute Ernte eingefahren, doch mittlerweile leidet die Qualität der reifen Druschfrüchte auf dem Acker. Nicht befahrbare Flächen, umgeknicktes Getreide sowie Durchwuchs trüben die Stimmung.
Drei bis vier gute Druschtage sind für einige Landwirte noch erforderlich, um den Mähdrusch zu beenden.
Passend zum Drusch brachten die Landwirte anhand von konkreten Beispielen vor, wie kompliziert, aufwendig und kostenintensiv es ist, die Ausnahmegenehmigung und Erlaubnis nach geltendem Recht für einen Mähdrescher zu erwirken, damit die Straßen benutzt werden dürfen. Hier wurde dringend Handlungsbedarf für die Verwaltung zum Bürokratieabbau gesehen.
Mit der Leiterin des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes diskutieren die Praktiker über den stetig steigenden Stellenwert des Tierschutzes in der Gesellschaft. Speziell wurden die jüngsten Ereignisse in der Schweinehaltung analysiert und Schlussfolgerungen gezogen. Der Berufsstand und die Verwaltung schätzten die Wahrnehmung der Öffentlichkeit zu den Themen der Landwirtschaft, wie beispielsweise Gülleausbringung oder Gewässerschutz gleichermaßen als sehr sensibel ein.

Text / Foto: BV SAW