Landesbauernverbandstag in Staßfurt: Landwirte sollen optimistisch bleiben

Auf dem gut besuchten Landesbauernverbandstag in Staßfurt haben die Mitglieder an einer Erklärung gearbeitet. Diese wurde letztendlich verabschiedet und ist an den Landtag und die Landesregierung gerichtet. Inhaltlich geht es um die Rahmenbedingungen einer zukunftsorientierten und leistungsfähigen Landwirtschaft, die Weiterentwicklung der Nutztierhaltung, die Unterstützung des landwirtschaftlichen Unternehmertums, die Bodenpolitik und den Schutz landwirtschaftlicher Flächen, den Natur und Umweltschutz, die Rolle der Landwirtschaft im Ländlichen Raum, die Wasserwirtschaft, erneuerbare Energien, die Aus- und Weiterbildung und um die Stärkung des ländlichen Raumes.

Präsident Olaf Feuerborn, der sein Amt vor den denkwürdigen Wahlen in Sachsen-Anhalt und der daraus entstandenen Koalition begonnen hatte, sprach von einem schwierigen zurückliegenden Jahr, insbesondere bei den Milchpreisen.

„Die Praktiken des LEH haben mit den Tugenden eines ehrbaren Kaufmanns wenig zu tun“, so Feuerborn in seinen Worten. Eine Stärkung der Erzeuger in der Wertschöpfungskette ist unabdingbares Ziel.

In seiner Grundsatzrede wies Präsident Olaf Feuerborn darauf hin, dass die Kontrollen in den Betrieben derzeit kaum noch praktikabel und von einem sehr hohen Druck gekennzeichnet sind.

Der Blickwinkel der Gesellschaft auf den tierischen Bereich ist hoch. Die Unsicherheit unter den Landwirten, insbesondere den Schweinehaltern auch.

„Wir wollen gesetzeskonform arbeiten, aber wir müssen das Geld für die Umbauten auch erwirtschaften und in einen stabilen Rechtsrahmen hinein finanzieren“, so Feuerborn.

Der ländliche Raum steht an vielen Stellen vor Herausforderungen, denen die Landwirtschaftsbranche mit genügend Optimismus entgegenstellen wird.

Text: A. Jacobs BV SAW e.V. + Foto: C.Apprecht BV Sachsen-Anhalt e.V.