Jübarer Grundschüler schnuppern Stallgeruch

Futter NettgauDie Jübarer Grundschüler haben Glück. Auf dem Melkkarussell der Jübarer Agrargenossenschaft am Standort Nettgau stehen noch Milchkühe. Normalerweise ist das Melken der 400 Kühe um diese Zeit bereits beendet, erläutert Gabriele Knutzen, die Bereichsleiterin der Rinderproduktion.
So können die achtzehn Grundschüler in das Melkhaus gehen und genauestens beobachten, wie die Kühe stehen, wo die Melkzeuge hängen und wo die Milch langfließen muss, um in die Lagertanks zu gelangen.
Weiter ging es zu den Kälbern. Die Haltung in Kälberiglus, die Gruppenhaltung und die vorgeschrieben Kennzeichnung der Tiere wurde bereits in einer vorhergehenden Unterrichtsstunde erläutert und konnte hier beguckt werden.
In der Siloanlage wurde das lagernde Gärfutter beschnuppert und im Vergleich dazu frisches Gras von einer nahegelegen Wiese gerupft und mit auf den Futtergang genommen.
Die Kinder beobachteten, wie der Futterverteilwagen die Ration an die Milchkühe verteilt.
Dann kamen sie selbst zum Zuge.
Vorsichtig wurde Kontakt zu den Respekt einflößenden Tieren aufgenommen und das frische Gras hingehalten.
Sie staunten, wie viel eine Kuh fressen muss, wie die Wasserversorgung erfolgt und die Entmistung läuft. Die Drittklässler hatten jede Menge Fragen, die Gabriele Knutzen mit viel Freude an der Sache beantwortete.
Der Besuch des Rinderstalls ist eine Bereicherung zum Unterricht, stellte Sachkundelehrerin Martina Valdiek fest und unterstrich den Projektansatz „Bauernhof als Klassenzimmer“.
Annegret Jacobs erläuterte den anwesenden Journalisten, dass sich für dieses Schuljahr 44 Schulklassen angemeldet haben und bereits 26 Besichtigungen mit festen Terminen in Landwirtschaftsbetrieben geplant sind.

Text / Foto: BV SAW