Jedes mögliche Zeitfenster wird zum Dreschen genutzt

Aktuell laufen die Erntearbeiten und schon von weitem sind die Staubwolken auf den Feldern zu sehen.

Dennoch ist an manchen Stellen der Boden mit den Erntemaschinen nicht befahrbar.

Es werden dringend zusammenhängende Sonnenstunden gebraucht, damit das Erntegut und der Boden nach den Regentagen gut abtrocknet.

Es gab bisher zu viele bewölkte Tage, an denen die Bestände kaum getrocknet sind und die Mähdrescher pausierten.

Kaum entspannte sich so eine Situation, zogen neue Regenwolken auf.

Mit hoffnungsvollen Blicken wird jetzt auf die Messergebnisse zum Feuchtegehalt geschaut und so viel gedroschen, wie es eben geht.

Die bisherige Erntebilanz sieht bescheiden aus. Keine Kultur hat bisher mit seinen Ernteergebnissen so richtig geglänzt.

„Die Erträge sind meist nur durchschnittlich, der Raps enttäuschte häufig“, so der Kreisvorsitzende Raimund Punke.

Die Verzögerungen in der Ernte erhöhen den Druck für die Folgearbeiten.

Stroh pressen und dann trocken von den Feldern zu holen, ist zurzeit ebenfalls ein Glücksspiel.

Die Stoppelbearbeitung, bei der ein keimgerechtes Saatbeet für die ausgefallenen Körner und Unkautsamen angestrebt wird, steht an.

Das schmale Zeitfenster der neuen Düngeverordnung sorgt für zusätzlichen Druck.

Winterraps und Zwischenfrüchte stehen bei der Bestellung ganz vorn auf dem Plan.

Text und Foto: A. Jacobs – BV AMK SAW e.V.