Inhaltlicher und ethischer Blick auf neue Züchtungstechnologien

Der Bauernverband Sachsen- Anhalt e. V. und die Rinderallianz hatten zum Thema „Neue Wege in der Tierzucht“ – Inhaltliche und ethische Auseinandersetzung mit den neuen Züchtungstechnologien-  nach Ebendorf eingeladen.

Dr. Bianca Lind, Bundesverband Rind und Schwein, erläuterte vereinfacht die molekularbiologische Methode, die es ermöglicht, die DNA gezielt zu schneiden und zu verändern.

Aktuell laufen weltweit Forschungen zu Gene-Editing, zeigte sie auf.

Die rechtliche Einordnung der Methoden ist unklar. Es eröffnen sich neue Möglichkeiten auch für die Tierzucht, aber wir müssen sehr sorgsam schauen, inwieweit bei Züchtungszielen mitgegangen werden kann, so die Fachfrau.

Der Bundesverband will dabei mit einer Selbstverpflichtung arbeiten.

Dr. Jan Körte von der Rinderallianz stellte die derzeit in der Rinderzucht angewandten molekulargenetischen Methoden und Reproduktions- Biotechnologien vor.

Mit dem ethischen Blickwinkel beschäftigte sich der Vortrag von Professor Dr. Peter Kunzmann, Tierärztliche Hochschule Hannover. Dürfen wir das? und wo ist die Grenze?, waren Fragen deren Antworten nur schwer zu finden sind. „Wir werden bei Genom Editing die Wiederkehr und Fortsetzung der Gen-Technik Diskussion in Deutschland erleben, so Kunzmann.

Text und Foto: A. Jacobs – BV AMK SAW e. V.