Gremiensitzung bei Landesbauernverband: Natura 2000 Landesverordnung – Hinweise aus der Praxis fanden kaum Gehör

Bei der erweiterten Vorstandssitzung des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt war die Natura 2000 Landesverordnung Diskussionsgegenstand. Nach einem Feedback aus allen Landkreisen war zu erkennen, dass die Hinweise von den Landwirten nur in geringem Umfang in die Gestaltung der Verordnung eingeflossen sind.

Der Verlust von produktiven Flächen und die Zunahme einer Vielzahl von Vorschriften ist zu verzeichnen.

Die Verbandsforderung nach dem Schutz des Eigentums bei den Nutzungsbeschränkungen wurde bei der behördlichen Abwägung mit dem Hinweis auf die Sozialpflichtigkeit des Eigentums abgetan.

„Ich bleibe dabei, das ist eine schleichende Enteignung“, so Bauernpräsident Olaf Feuerborn.

Die Konsequenzen für die Landeigentümer und den ländlichen Raum werden sich im Laufe der Jahre zeigen. Die Verwertung des natürlichen Auswuchses mit einer milchkuhgerechten Fütterung wird nicht mehr möglich sein. Wertschöpfung von der Fläche wird sich davonschleichen.

Im Gegenzug wird sich die Verwaltung aufblähen, befürchten nicht nur die Landwirte.

In der anschließenden Präsidiumssitzung fand eine Diskussion mit weiteren Verbänden statt.

Eine effektivere und stärkere Zusammenarbeit für den Erhalt des ländlichen Raumes war das Ergebnis des Meinungsaustausches.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.