Fohlen, Fleckvieh, Ferkel, Farbenzwergen, Futtermischwagen bis Führen bei den Jungzüchtern – Landwirtschaft ist Facettenreich

Besten herausgebrachte Zuchttiere haben am vergangene Wochenende auf dem Schaugelände in Kakerbeck ihre Runden vor den Bewertungsrichtern gedreht.

Die Altmärkische Tier und Gewerbeschau bot ein vielfältiges Programm gemixt aus Zuchtwettbewerben, Schaubildern und Schauprogramm sowie Gewerbe und Kultur.

Von zehn verschieden Pferderassen wurden die Fohlen beurteilt. Bei den Rheinische deutschen Kaltblütern bot eine Stutenschau die Gelegenheit, den Zuchtfortschritt zu sehen. Der Focus im Rinderbereich lag bei den Fleischrindern. Neben der Bundesschau der Rasse Welsh Black zeigten sich weitere acht Rinderrassen im Ring.

Gut besetzte Jungzüchterwettbewerbe bei den Pferden wie bei den Rindern zeigten auf, dass der Züchternachwuchs mit viel Elan und Freude auf einen guten Weg ist.

Die Kaninchenzüchter bewerteten ihre Tiere auf einer Jungtierschau. Über zweihundert Tiere waren mit rund zwanzig Rassen und verschiedenen Farbschlägen an beiden Tagen zu sehen.

Publikumsmagnet waren die Wettbewerbe im Kaninhop, die Sau mit den Ferkeln, Rassegeflügel und die Agrartechnik.

Tierschauen haben in der Altmark eine lange Tradition.

Überlebenswichtig war es für unsere Vorfahren, sich über Kaninchenrassen, die Legeleistungen der Hühner, die Fruchtbarkeit und Speckdicke bei den Schweinen, die kräftigsten Zugpferde, den besten Zuchtbullen und Arbeitsgeräte für die Feld- und Wiesenwirtschaft zu informieren.

Die Landwirtschaft hat einen rasanten Wandel hingelegt.

Effektivere Produktionsmethoden haben dafür gesorgt, dass immer weniger Menschen in der Landwirtschaft arbeiten. Somit hat sich auch die Gesellschaft und ihr Blick auf die Landwirtschaft geändert.

Heute kann jeder von uns seinen Tisch mit einem Angebot an hochwertigen Nahrungsmitteln füllen, ohne je selbst dafür Tiere gefüttert oder den Boden bewirtschaftet zu haben.

Es ist also keine leichte Aufgabe, die Tradition von Tierschauen zu bewahren und dabei Veränderungen mit anzupacken.

Den Veranstaltern ist es gelungen durch Vielfalt ein breites Publikum anzusprechen.

Text : Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V. + Foto: Christian Apprecht – BV Sachsen-Anhalt e. V.