Dürresituation: Landwirte im Gespräch vor laufender Kamera

In der Landwirtschaftlichen Erzeugergemeinschaft Berge e. G. haben sich Andrea Höppner, Thomas Lippmann und Christina Buchheim, Abgeordnete der Landtagsfraktion die DIE LINKE, mit den Landwirten Christian Mahlow und Friedrich Wilhelm Giggel getroffen, um sich direkt ein Bild von der anhaltenden Dürresituation zu machen. Zum eigentlichen Arbeitsgespräch gesellten sich Pressevertreter und ein Team des mdr Fernsehens.
Beide Landwirte schilderten die derzeitige Lage aus der Sicht der Praxis, die sich aus dauerhaft hohen Temperaturen und den fehlenden Niederschlägen ergeben hat und die sich zwangsläufig noch ergeben wird, denn Landwirtschaft ist immer ein Kreislauf, keine abgeschlossene Sache.
Schwache Ernteerträge, verdorrtes Grünland, kümmerlicher Mais sind die Hauptschwierigkeiten, die es zu meistern gilt. Beide legten plausibel dar, dass ein Betriebsleiter in extremen Situationen nach Lösungen suchen muss und die Versorgung der Tiere mit Futter prioritäre Aufgabe ist. Sie zeigten auf, dass finanzielle Engpässe nicht zu vermeiden sind und es Berufskollegen gibt, die ihre Existenz nicht aufrechterhalten können und Rinderbestände abgebaut werden. Die Situation wird sich nach derzeitiger extrem heißer und trockener Wetterlage weiter zuspitzen. Für die Wiesen wird kaum noch Hoffnung gehegt, dass nutzbares Gras nachwächst. Eine neue Saat wird im staubtrockenen Boden keine Feuchtigkeit zum Keimen finden. Die Ausnahmesituation wird finanziell allein nicht zu bewältigen sein.
Mit den Politikern wurde über mögliche unbürokratische Hilfsmaßnahmen, Nothilfeprogramme aber auch über strategische Ansätze für Extremwettersituationen diskutiert.
Auf einer Weide und im Maisbestand führten die beiden Landwirte Christian Mahlow und Friedrich Wilhelm Giggel den Anwesenden die prekäre Situation noch einmal deutlich vor Augen.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.