Deutscher Bauerntag 2018 verabschiedet „Wiesbadener Erklärung“ zur EU-Agrarpolitik

Die auf dem Deutschen Bauerntag, auch von den Delegierten aus Sachsen-Anhalt, beschlossene „Wiesbadener Erklärung“ ist die Grundlage für den Berufsstand zur weiteren Diskussion zur EU Agrarpolitik.

Die deutschen Bauern haben Kernforderungen zum EU- Finanzrahmen und gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020 formuliert.

Es wird unterstrichen, dass die GAP für die deutsche und europäische Landwirtschaft existenziell ist.

In der „Wiesbadener Erklärung“ fordert der DBV, dass der mehrjährige Finanzrahmen 2021 bis 2017 für beide Säulen der GAP zumindest ein stabiles Budget auf dem heutigen Niveau behält.

Die Funktion der Direktzahlungen zur Unterstützung landwirtschaftlicher Einkommen, zur Risikoabsicherung und zum Ausgleich höherer EU-Standards sind zu erhalten.

Die geplante deutliche Ausweitung der Auflagen hin zu einer „Super Cross Compliance“ (sogenannte „erweiterte Konditionalität“) wird kritisch beurteilt.

Weiterhin werden die Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen im Binnenmarkt, die Vereinfachung bei Antrags- und Kontrollverfahren sowie eine attraktive Gestaltung der Agrarumweltmaßnahmen gefordert.

An die Bundesregierung wurde die Forderung gerichtet, dass bei der Erarbeitung des GAP Strategieplanes die Erfahrungen und Erwartungen aus der landwirtschaftlichen Praxis mit einbezogen werden.

Text und Foto: Bauernverband