Aktuelles

Zwischenergebnis: Pflanzenuntersuchungen ergaben keine gesundheitlichen Bedenken

Auf der vierten Sitzung der „Informationsgruppe Bohrschlammgruben“ in der 30. Kalenderwoche in der Kreisverwaltung des Altmarkkreise Salzwedel wurden Zwischenergebnisse zur Untersuchung von ausgewählten Bohrschlammgruben vorgestellt und diskutiert.

Die Informationsgruppe begleitet die Erarbeitung eines Handlungskonzeptes anhand dessen Bohrschlammgruben, deren Flächen meist bereits seit Jahrzehnten landwirtschaftlich genutzt werden, nach ihrem Gefahrenpotenzial für Mensch und Umwelt abschließend bewertet werden können.

Der Informationsgruppe gehören Vertreter der Landwirtschaft, der Bürgerinitiative „Saubere Umwelt und Energie Altmark“, des Altmarkkreises Salzwedel, des Ordnungs- und Umweltausschusses des Kreistages sowie der Landesanstalt für Altlastenfreistellung (LAF) an.

Es wurden 15 repräsentative Untersuchungsstandorte ausgesucht, von denen an drei Standorten eine Grünlandbewirtschaftung erfolgt und acht Standorte ackerbaulich genutzt werden.

Auf Basis der Standortuntersuchungen, in die neben Boden und Grundwasser auch Nutzpflanzen einbezogen wurden, werden die zu erwartenden Auswirkungen der Bohrschlammgruben auf die Umwelt erfasst und bewertet.

Mit den auf den Verdachtsflächen durchgeführten Pflanzenuntersuchungen konnte gezeigt werden, dass keine gesundheitlichen Bedenken für den Verzehr von Lebensmitteln bestehen.

Für die landwirtschaftliche Produktion und die weitere Verarbeitung von Agrarrohstoffen eine sehr positive Aussage.

Dennoch sind weiterführende Untersuchungen, beispielsweise im Grundwasser, erforderlich.

Bis Anfang Oktober soll ein Handlungskonzept für den weiteren Umgang mit den Bohrschlammgruben im Entwurf vorliegen.

Foto: A. Jacobs, Text: PM des LAF und A. Jacobs, Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e. V.

 

Lebensmittelvielfalt beginnt auf dem Land

Der heutige Freitag ist erstmals der „Tag der Lebensmittelvielfalt“, den der Lebensmittelverband Deutschland ins Leben gerufen hat.

Dieser Tag soll bewusst machen, dass uns eine unendliche Vielfalt an Lebensmitteln in Deutschland zur Verfügung steht.

In der Pressemitteilung des Verbandes ist aufgeführt, dass wir zwischen 170.000 Lebensmitteln wählen können.

Das ist eine unfassbare Zahl, die gegenüber dem Tischgebet „Unser tägliches Brot gibt uns heute“ fast wie eine Explosion erscheint.

Wir essen, um zu leben.

Eigentlich einfach, jedoch sind wir in einer Zeit angekommen, in der wir für jeden Lebensstil die passenden Produkte haben: konventionell, öko, vegan, vegetarisch, frutarisch, urzeitlich usw.

Landwirtschaftliche Produktion, Transport, Verarbeitung, Logistik und Verkauf sichern gemeinsam diese riesige Vielfalt.

Den Ursprung hat jede Mahlzeit, ob einfach oder raffiniert, bei den Bauern.

Lebensmittel stammen vom Lande, wo Regen, Sonne, Temperaturen und Wind die Ernten bestimmen, wo es nach Viechern riechen kann und die Insekten piesacken.

Foto: Bauernverband, Text: PM Lebensmittelverband / A.Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Gespräch der Kreisbauernverbände mit Ministerin Dalbert zum Erhalt der AGZ

Am Rande des Flämings in Schopsdorf trafen sich kürzlich Landwirte mit Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert und ihrem Agrarstaatssekretär Dr. Ralf-Peter Weber. Eingeladen hatten die Bauernverbände Salzwedel, Stendal, Jerichower Land, Anhalt, Wittenberg und Börde, um gemeinsam mit betroffenen Bauern vor Ort über die Fortführung der Ausgleichzulage für benachteiligte Gebiete (AGZ) zu sprechen.

Im April hatte die Ministerin in einem Schreiben die Berufsverbände informiert, dass für das kommende Jahr die AGZ eingestellt wird.

Präsident Feuerborn kritisierte in seinem Antwortscheiben, dass die Politik mit ihrer Entscheidung die Wettbewerbsfähigkeit bestehender Unternehmen im ländlichen Raum schwächt und ein funktionierendes Programm ohne Not eingestellt.

Seit 1975 gibt es die gezielte Förderung von Landwirtschaft durch die Ausgleichszulage, die laut EU-Recht zur dauerhaften Nutzung landwirtschaftlicher Flächen und damit zur Erhaltung des ländlichen Lebensraums sowie zur Erhaltung und Förderung von nachhaltigen Bewirtschaftungsformen dient. Insbesondere dort, wo eine Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung droht, die Agrarflächen nur schwach ertragsfähig sind und aufgrund natürlicher Benachteiligung nur deutlich unterdurchschnittliche Produktionsergebnisse zulassen, gleicht die AGZ wirtschaftliche Nachteile zum Teil aus.

In Sachsen-Anhalt werden nach den derzeit geltenden Kriterien rund 23 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche als benachteiligtes Gebiet eingestuft.

Die AGZ kann in vielen Gebieten auch aus einem anderen Blickwinkel gesehen werden.

So berichteten die anwesenden Landwirte von der Lage ihrer Flächen in Schutzgebieten, wie Natura2000-, Landschaftsschutz- oder Naturschutzgebieten oder in Biosphärenreservaten. Viele naturräumliche Besonderheiten, schützenswerte Güter in Flora und Fauna sind auf die aktive Pflege der Kulturlandschaft durch praktische Landwirtschaft angewiesen.

Das Treffen in Schopsdorf verließen die Landwirte mit Zuversicht, konnte man der Ministerin und ihrem Staatssekretär doch die Bedeutung der AGZ nochmal verdeutlichen.

Jetzt müssen weitere Entscheidungen im Landwirtschaftsministerium folgen.

Foto: Christian Apprecht, Text: Apprecht/ Jacobs, Bauernverband

 

„Zukunftsbetriebe“ gesucht

Es werden Teilnehmer für ein Netzwerk „Zukunftsbetriebe“ für die Tierarten Rind, Schwein und Geflügel gesucht, um vorhandenes Wissen zum Tierwohl zu bündeln und innovative Ansätze in die Praxis zu transferieren.

Mit diesem Ziel ist das Projekt „Fortschritte mit Kompetenz und Spezialwissen für eine tierwohlgerechte, umweltschonende und nachhaltige Tierhaltung“ im Rahmen des Bundesprogramms Nutztierhaltung gestartet. Im bundesweiten „Netzwerk Fokus Tierwohl“ arbeiten 17 Verbundpartner (VLK e.V., Landwirtschaftskammern, Landesanstalten, DLG e.V. und FiBL Deutschland e.V.) zusammen daran, eine tierwohlgerechte Nutztierhaltung nachhaltig zu stärken. In drei Tierwohlkompetenzzentren bündeln Experten länderübergreifend Wissen und Erfahrungen zu tierwohlrelevanten Themen, die dann didaktisch aufbereitet in den Bundesländern an tierhaltende Landwirte kommuniziert werden sollen.

Die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt ist Projektpartner im Verbundprojekt.

Im Rahmen des bundesweiten Verbundprojekts wird soll ein Netzwerk von „Zukunftsbetrieben“ gebildet werden, die durch innovative, nachhaltige Tierwohlkonzepte als Vorreiter des Berufsstandes agieren.

Für das Netzwerk der „Zukunftsbetriebe“ werden deutschlandweit insgesamt bis zu 150 Betriebe gesucht, die sich über einen Zeitraum von vorerst ca. drei Jahren an einem der drei Netzwerke (jeweils eines für Rind, Schwein und Geflügel) beteiligen möchten.

Die Unterlagen zur Bewerbung bis 20.07.2020 stehen zum Download unter

www.fibl.org/de/zukunftsbetriebe

Foto: A. Jacobs – BV AMK SAW e. V., Text: aus Projektbeschreibung  FiBL

Offene Ausbildungsplätze – Landwirtschaft bietet gute Perspektiven

In der Landwirtschaft gibt es noch offene Ausbildungsplätze.

Die Berufe Landwirt, Tierwirt und Fachkraft Agrarservice bieten für Mädchen und Jungen  spannende und abwechslungsreiche Aufgabenfelder mit besten Perspektiven für eine sichere berufliche Zukunft.

Das neue Ausbildungsjahr startet im August 2020.

Pflanzenbestände führen, Nutztiere betreuen und Agrartechnik beherrschen

Landwirt, Tierwirt und Fachkraft Agrarservice sind die Kernberufe der Landwirtschaft

und werden in rund achtzig anerkannten Ausbildungsbetrieben im Altmarkkreis Salzwedel ausgebildet.

In den Betrieben steht modernste Technik in den Maschinenhallen. Es wird satellitengestützt präzise geackert. In der Tierhaltung können Roboter Teilarbeiten übernehmen. Die Konstanten sind seit Jahrhunderten gleich: Der Boden, die Arbeit unter freiem Himmel sowie die verschiedensten biologischen Besonderheiten der Nutztiere.

Experten sind sich sicher, dass die Landwirtschaft eine Branche ist, die auch in Zukunft gefragt sein wird, um die wachsende Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Energie zu versorgen.

Die Ausbildung in den genannten Berufen dauert drei Jahre und findet im Ausbildungsbetrieb, in der Berufsschule und in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte statt. Nach erfolgreicher Ausbildung sehen die Berufschancen gut aus. Außerdem können viele Wege zur weiteren Qualifizierung beschritten werden.

Vertiefende Informationen sowie Ausbildungsstellen auf unserer Homepage unter

Berufsnachwuchs /  Wir suchen Azubis

Text + Foto: A.Jacobs- BV AMK SAW e. V.

Schutz des Brachvogels geht nur gemeinsam

Ein gemeinsames Vorgehen von Naturschützern, Landwirten und Jägern ist erforderlich, um die Brutstätten des Brachvogels zu erhalten.

Der große Wiesenvogel brütet im Grünland und hat den vielen Prädatoren und der Landtechnik zur Wiesenpflege in der sensiblen Brutzeit nichts entgegen zu setzen.

„Nur 25 Brutpaare gibt es noch in den Gebieten Drömling, Secantsgraben und Milde“, legte Kreisnaturschutzbeauftrager Hans-Günter Benecke im Gespräch mit Landrat Michael Ziche dar.

Daher wird das Naturschutzprojekt “Großer Brachvogel“ seit Jahren über verschiedene Projektansätze unterstützt.

Benecke lobte die Landwirte für ihre Mithilfe und stellte fest, dass er auf wachsendes Interesse stößt.

Die Grünlandflächen der Bauern werden auf der Suche nach den potenziellen Brutpaaren beobachtet und schließlich werden die Nester durch Umzäunung geschützt.

In diesem Jahr sind 44 Jungvögel geschlüpft, wovon acht als flügge beobachtet wurden.

„Wir sprechen uns vor den Arbeiten auf den Wiesen ab und umfahren die Schutzareale“, so Lars Blaschke von der Agrarproduktion Lindstedt e. G., auf dessen Flächen seit Jahren Maßnahmen erfolgreich laufen.

Auf dem Grünland des Agrarbetriebes brüten jährlich bis zu 7 Paare, meist außerhalb des ausgewiesenen Natura 2000 Gebietes.

Ziel der Schutzmaßnahmen ist es, dass möglichst viele Jungvögel sich auf den Weg in die Küstenregionen machen und vielleicht auch zurück in die Altmark finden.

Einer Pressemitteilung des Landkreises ist zu entnehmen, dass der Brachvogel in der Roten Listen sowohl in Deutschland als auch in Sachsen-Anhalt als vom Aussterben bedrohte Art geführt wird. Dramatische Bestandsrückgänge, allein im ehemaligen Gebiet des Bezirks Magdeburg verdeutlichen die Situation – von ca. 250 Paaren im Jahr 1980 ging die Zahl 1989/90 auf knapp 150 Paare und bis heute auf etwa 50 Paare in ganz Sachsen-Anhalt zurück.

Beim Vor-Ort-Termin auf den Wiesen des Landwirtschaftsbetriebes waren zwar keine Nester mehr zu sehen, aber ein Brachvogel mit seinem langen und stark nach unten gekrümmtem Schnabel, zog wie zum Gruß in sicherer Flughöhe vorbei.

Foto und Text: Annegret Jacobs, mit Bezug PM Altmarkkreis Salzwedel

Kraniche als gefräßige Gäste auf den Maisfeldern

Während die Kranichpaare mit ihrem Nachwuchs beschäftigt sind, tummeln sich scharenweise die Junggesellen auf den Ackerflächen innerhalb des Biosphärenreservates Drömling.

Speziell auf dem Acker der Kunrauer Landwirte sind die Maisflächen eine beliebte Spielwiese und Nahrungsplatz.

Auf einigen Flächen wurden die kleinen Pflänzchen der ersten Aussaat Reihe für Reihe aus dem Boden gezupft.

Natürlich nicht unbemerkt von den Landwirten, die ihre Aussaatflächen gut im Visier haben und in der Natur mit einem geübten Blick zu den gefiederten Geschöpfen unterwegs sind.

So schön die Kraniche auch anzusehen sind, so scheu sind sie auch.

Schon die herannahenden Fahrzeuge der Bauern veranlassen sie, die Felder zu verlassen.

Die Vogelblicke erspähen aber schnell, wenn wieder Ruhe einkehrt.

Die illustreren Junggesellen kehren gezielt auf den Acker zurück, denn das hochwüchsige Grünland ist bis zur Mahd keine Option.

Eine erneute Aussaat, inclusive Saatgut- und Maschinenkosten, brachte zwar noch die nächsten Maispflanzen hervor, aber auch hier machen sich die Vögel in gleicher Weise zu schaffen.

Für eine weitere Aussaat von Mais ist es bereits zu spät. Den Schaden trägt allein der Landwirt.

Foto und Text:  A. Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Bauern empört über die Schuldzuweisungen der Umweltministerin

Schon wieder der Buhmann der Nation zu sein, hat die Bauern erneut zu Protestaktionen, wie in der Landeshauptstadt Magdeburg, auf die Straße gebracht.

Das Bundesumweltministerium und Bundesamt für Naturschutz haben in der letzten Woche gemeinsam den Bericht zur Lage der Natur 2020 vorgestellt.

Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass viele Treiber der Arten- und Lebensraumgefährdung auf die „Intensität der Landnutzung, insbesondere auf eine intensive Landwirtschaft“, zurückzuführen sind.

Der Natur in Deutschland geht es insgesamt nicht gut genug, bilanzierte Umweltministerin Svenja Schulze.

Vor allem in der Agrarlandschaft sei der Zustand der Natur überwiegend schlecht.

Diese Schuldzuweisung kam bei den Bauern überhaupt nicht gut an.

Für die Landwirte, die die Natur als Produktionsgrundlage nutzen, ist dessen Schutz ein wichtiges Anliegen.

In jedem Jahr kommen staatliche Reglungen für die Landbewirtschaftung dazu, mit denen die Bauern im Sinne von Lebensraum- und Artenschutz umgehen müssen.

Aber auch mit freiwilligen Verpflichtungen und Projekten, jeweils unter hohem bürokratischem Aufwand, wollen die Landwirte ihren Beitrag zum Artenschutz leisten.

Verständnis für bisherige Naturschutzmaßnahmen haben die Bauern von der Umweltministerin nicht bekommen.

Stattdessen einen Schlag ins Gesicht, den sie nicht hinnehmen wollen und den Rücktritt der Bundesumweltministerin fordern.

Foto: LsV, Text: A. Jacobs

Absage des Feldtages in Beetzendorf

Aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation kann die Versuchsstation Beetzendorf leider keinen Feldtag am 04.06.2020 im ursprünglichen Sinn im Ortsteil Wohlgemuth ausrichten. Trotzdem besteht für interessierte Besucher die Möglichkeit nach telefonischer Voranmeldung das Versuchsfeld zu besichtigen.  Dort können derzeit Versuche in folgenden Kulturen begutachtet werden: Winter- und Sommergetreide, Kartoffeln, Sojabohnen, Lupinen, Körnerfuttererbsen, Silomais und Winterraps. Trotz der beiden trockenen Jahre 2018 und 2019 zeigen sich die Kulturen  noch in einem optisch guten Zustand. Alle Versuchsflächen werden bis zum 04.06.2020 ausgeschildert sein und der Versuchsfeldführer kann von der Internetseite der Landesanstalt für Landwirtschaft heruntergeladen werden oder vor Ort erhalten werden . Für Anmeldungen, Fragen und Konsultationen stehe ich telefonisch unter 039000/217 oder per E-Mail unter  Christian.Rettschlag@vs-beetzendorf.de zur Verfügung.

Foto: A. Jacobs, Text: Christian Rettschlag

Bauernverband: Bedarfsgerechte Düngung muss weiter möglich sein

Anlässlich der Verkündung der neuen Düngeverordnung im Bundesgesetzblatt und dem Inkrafttreten des neuen Düngerechts am 1. Mai 2020 betont der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, dass die Landwirtschaft auch in den aktuellen Krisenzeiten für sauberes Trinkwasser stehe. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Grundwasserqualität und Versorgungssicherheit bei Lebensmitteln gegeneinander ausgespielt werden. Obwohl eine bedarfsgerechte Düngung und der Schutz des Grundwassers kein Widerspruch sind, wurde eine fachlich mangelhafte Verordnung durchgedrückt, die eine bedarfsgerechte Düngung in nitratsensiblen Gebieten verbietet und sogar kontraproduktiv für den Gewässerschutz wirken kann. Das ständige Draufsatteln bei gesetzlichen Auflagen ignoriert die Grenze der Belastbarkeit in den Betrieben. Die neue Düngeverordnung wird Qualität und Menge der Ernten kosten und die Lebensmittelerzeugung in Deutschland schwächen. Zentrale Fragen sind nach wie vor nicht geklärt und wurden von Bund und Ländern in eine neue Verwaltungsvorschrift ausgelagert, die dringend einer praktikablen und sachgerechten Klärung bedürfen. Hierzu gehört die Neuausrichtung und Verdichtung der Nitratmessnetze im Sinne europäischer und nationaler Vergleichbarkeit sowie die exakte und kleinräumige Abgrenzung der nitratsensiblen Gebiete. Die Bundesländer müssen jetzt unverzüglich die Binnendifferenzierung auf den Weg bringen, um Wasserschutzmaßnahmen dort durchzuführen, wo tatsächlich noch Handlungsbedarf besteht. Die Überprüfung des Messstellen-Netzes und der technischen Ausstattung der Messstellen bleibt zudem eine Daueraufgabe und ist zwingend notwendig. Außerdem erwarten wir Lösungen dafür, dass die Betriebe, die fachgerecht und gewässerschonend wirtschaften, auch weiterhin bedarfsgerecht düngen dürfen und von den zusätzlichen Auflagen ausgenommen werden.“

Foto: A. Jacobs, Text:PM DBV