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Milchkönigen besuchte das Fest in Neuferchau

Die Sachsen-Anhaltinische Milchkönigin bereicherte den Tag des offene Hofes in Neuferchau.

Milchkönigen Nancy Hunka hatte mit ihren schwarz-weiß gefleckten und somit auffälligen Auto einen langen Anfahrtsweg.

Aus dem Naumburger Ortsteil Prießitz hatte sie sich auf den Weg gemacht, um die „Milch aus Sachsen-Anhalt- Alles erste Sahne“ zu repräsentieren.

Zur Eröffnung lud MDR- Moderator Lutz Mücke die Königin auf die Bühne. Es wurde locker geplauderte über die Milch, das Melken und das Tagesgeschäft einer Milchkönigen, die übrigens als Melkerin arbeitet.

Auch wenn in Neuferchau keine Milchkühe mehr gehalten werden, so sollen sich aus den rund 580 Rindern des Standortes vom Kalb bis zur tragenden Färse letztendlich Hochleistungsmilchkühe entwickeln.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Zweite Stammtischrunde: Miteinander für lebenswerte ländliche Räume

Unter dem Motto „Miteinander für lebenswerte ländliche Räume“ bestritten Gastgeber Henry Hartmann, der Kreisvorsitzende Raimund Punke und der Landrat Michael Ziche die zweite Stammtischrunde auf die Bühne beim Hoftag.

Landwirtschaft bedeutet Entwicklung und nicht Stillstand, legte Henry Hartmann dar. So hat sich der Betrieb von der Milchproduktion zur Färsenaufzucht und von der Sauenhaltung auf die reine Schweinemast umgestellt. Geschickt genutzt wurden die Möglichkeiten rund um die Bioenergie. So werden Arbeitsplätze im Dorf gehalten bzw. können sich neu entwickeln.

Rund 500 Landwirtschaftsbetriebe in verschiedensten Rechtsformen im Haupt- und Nebenerwerb gebe es im Landkreis, berichtete Raimund Punke.

Dadurch wird der Erhalt von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung im ländlichen Raum gesichert.

Landrat Michael Ziche schätzt die Arbeit der Landwirtschaftsbetriebe als Teil der Wirtschaft im Landkreis mit den Arbeitsplätzen in den Dörfern.

Landwirte seien aber auch Unternehmer, die mit den Gegebenheiten im Landkreis wie ertragsschwächere Böden, ein hoher Grünlandanteil und geschützten Naturräumen klarkommen müssen und vom Verkauf ihrer Produkte am Markt ihr Auskommen bestreiten müssen.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Diskussion auf der Bühne: Vom Schwein zur Wurst

Bei einer weiteren Gesprächsrunde auf der Bühne stellte sich Fleischermeister Ronny Bratke von der Landfleischerei Bratke in Jahrstedt den Fragen von Moderator Lutz Mücke.

In der Produktivgenossenschaft müssen jeden Tag rund 2.300 Schweine versorgt werden.

Die Schweine verlassen mit einem Gewicht von 120 Kilogramm den Betrieb. Zwei Drittel davon gehen zur Schlachtung an Partner in der Nähe.

Von dort kauft der Betrieb von Ronny Bratke, der Obermeister der Fleischer Innung Altmark ist, Schweinehälften zur weiteren Verarbeitung ein, da der Betrieb nicht mehr selbst schlachtet.

„Was schätzen sie an den Schweinen aus Neuferchau?“, war eine Fragen des Moderators.

Vom Fleischermeister war zu erfahren, dass die Fütterung in Neuferchau und die kurzen Transportwege eine wichtige Grundlage für eine gute Fleischqualität sind.

„Mir sind regionale Kreisläufe von Haltung, Schlachtung und Verarbeitung sehr wichtig, leider wird das von den Kunden derzeit noch nicht genügend geschätzt“, so Bratke.

Auf die Fragen zu den Spezialitäten der Landfleischerei, war der Fleischermeister mit Leib und Seele in seinem Element und machte besonders auf seine Bratwurstvariationen zur Grillsaison Appetit.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Talk am Schweinefenster

Beim Rundgang auf dem Tag des offene Hofes in Neuferchau war ein Blick in den Ferkelstall bei allen Besuchern sehr beliebt.

Eigens dafür hat sich der Betrieb beim Projekt „Einsichten“ beworben und ein Fenster in das Stallgebäude einbauen lassen.

So wird ein Blick in die Abteile im Stall möglich, ohne die Tiere zu beunruhigen.

Die kleinen Schweine nahmen es gelassen und ließen sich beim fressen, saufen, spielen und schlafen von den Besuchern nicht stören.

Alle drei Wochen kommen 420 Ferkel im Betrieb von festen Zulieferbetrieben an.

Die Ferkel wiegen dann rund acht Kilogramm und werden sechs Wochen in diesem Stallgebäude gehalten, bis sie in einen anderen Teil des Betriebes umgesetzt werden.

Ministerin Dalbert diskutierte auf dem Rundgang mit Geschäftsführer Henry Hartmann über die Situation mit den gekürzten Schwänzen und dem Ringelschwanz.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Bühnenprogramm zum Thema Berufsnachwuchs in der Landwirtschaft

Beim Tag des offenen Hofes in Neuferchau wurde auf der Bühne des MDR das Thema Ausbildung in der Landwirtschaft vorgestellt.

Moderator Lutz Mücke begrüßte als Gesprächspartner Margret Pieper sowie Jennifer Menzel von der Agrarerzeugergemeinschaft e.G. Pretzier.

Der Pretzierer Agrarbetrieb wurde vom Berufsstand zum Ausbildungsbetrieb des Jahres 2019 gewählt und stellte sich mit den beiden Damen den Fragen des Moderators.

Margret Pieper, die seit 24 Jahren in Pretzier für die Ausbildung der jungen Leute mit verantwortlich ist, legte dar, dass es im Landkreis rund 80 Ausbildungsbetriebe gibt.

Die Berufe Landwirt, Tierwirt und Fachkraft Agrarservice sind die Hauptschwerpunkte einer 3-jährigen dualen Ausbildung.

„Wie ist denn die Nachfrage für eine Ausbildung in der Landwirtschaft?“, so Lutz Mücke

„Wir freuen uns über jeden, der sich bewirbt“, betonte Margret Pieper.

Für junge Leute, die in der Altmark bleiben wollen, ist die Ausbildung ein gutes Angebot mit vielen weiteren Chancen, so Pieper.

Jenny Menzel, die nach Ausbildung und 2-jährigem Fachschulstudium in Pretzier arbeitet, befragte der Moderator nach ihrer Motivation in der Landwirtschaft zu arbeiten.

„Ich habe einen abwechslungsreichen Job, mag die Tiere und ganz besonders die moderne Technik“, so die junge Frau, die voller Zuversicht in die Zukunft der Landwirtschaft blickte.

Der gastgebende Betrieb, die PG Neuferchau, ist ebenfalls ein Ausbildungsbetrieb.

Bisher wurden sieben Azubis ausgebildet, davon sechs Landwirte und ein Tierwirt Schwein.

Ein ehemaliger Azubi ist jetzt Vorstandsmitglied des Betriebes.

Text:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V., Foto: Bauernverband Sachsen-Anhalt e. V.

Erste Stammtischrunde am Mikrophon des MDR

In der ersten Stammtischrunde auf dem Tag des offenen Hofes in Neuferchau sprach Marcus Rothbart, Hauptgeschäftsführer des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt, über die Bedeutung der berufsständischen Veranstaltung.

Viele Betriebe im Land werden im Laufe des Sommers ihre Hoftore für die Öffentlichkeit aufmachen.

Ziel sei es, so Rothbart, dass die Besucher die Gelegenheit bekommen, mit eigenen Augen zu sehen, wie die Landwirtschaft vor Ort funktioniert.

Nicht in jedem Betrieb werde so groß gefeiert wie in Neuferchau. Für die landesweite Eröffnung gebe es eine Partnerschaft des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt mit Edeka und dem MDR.

Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert betonte, dass die Landwirtschaft ein unverzichtbarer Teil der Gesellschaft sei.

Im vergangenen Jahr habe die Dürre die Landwirtschaft schwer getroffen, aber dennoch habe die Branche unter Beweis gestellt, wie leistungsfähig sie sein kann.

Hans Ulrich Schlender, Geschäftsführer Vertrieb Edeka, legt den Focus auf die Bedeutung der regionalen Produktion von Lebensmitteln.

Der Sprecher der Regionalgruppe Sachsen-Anhalt vom Fachverband Biogas e. V., Udo Boskugel,  betonte den Ansatz von Stoffkreisläufen beim Betreiben von Biogasanlagen als Standbein für landwirtschaftliche Unternehmen und nannte den Neuferchauer Betrieb ein Vorzeigebeispiel.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Großer Trubel auf dem Betriebsgelände – Rinder nahmen es gelassen

Die landesweite Eröffnung zum Tag des offenen Hofes lockte zahlreiche große und kleine Besucher in die Neuferchauer Produktivgenossenschaft.

Als wahres Multitalent war der Vorstandsvorsitzende Henry Hartmann unterwegs.

Mit dem Männergesangverein Neuferchau startete die Eröffnung auf der Bühne. Gleich danach ging es für Hartmann zum Mikrophon zu Moderator Lutz Mücke vom MDR Sachsen-Anhalt.

Er begrüßte die Gäste, stellte den Betrieb vor und betonte, dass zum Betrieb ein gutes Team gehöre, was neben der normalen Arbeit auf dem Feld und im Stall gehörig mit angepackt hat, um dieses Fest vorzubereiten.

Neun Mitarbeiter und einen Lehrling, der kurz vor dem Abschluss stehe, gehören zum Betrieb. In einem zweiten Betrieb gebe es zwei Mitarbeiter.

Anschließend startete er einen Rundgang über das belebte Betriebsgelände.

Trubel im Festzelt, gut vorbereitete Informationen, Präsentationen und Mitmach- Gelegenheiten luden zum Verweilen ein.

Die Tiere des Betriebes nahmen es gelassen, schauten aus den Ställen und waren beliebte Fotomodelle.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Produktivgenossenschaft Neuferchau eG mit neuer Homepage

Auf unserer neuen Homepage www.pg-neuferchau.de kann man sich gut über unseren Betrieb informieren, so der Vorstandsvorsitzende Henry Hartmann.

Aber die Wirklichkeit der Landwirtschaft kann nur vor Ort erfahren werden.

Jeder der sich für die Landwirtschaft interessiert ist herzlich eingeladen, sich zum Tag des offenen Hofes in Neuferchau am 15. Juni ab 10 Uhr selbst ein Bild zu machen.

Eingebettet in ein unterhaltsames Rahmenprogramm kann in der Produktivgenossenschaft Neuferchau eG hinter die Kulissen geschaut werden.

Die Aufzucht von Kälbern und Ferkeln steht im tierischen Bereich im Vordergrund. Die Biogasproduktion und die Agrartechnik runden das Bild der Realität ab.

Ein geführter Betriebsrundgang steht nach der Eröffnung des Bühnenprogramms um 11 Uhr auf dem Programm.

Auf der Bühne werden live Talkrunden mit Gästen integriert.

Es werden Themen wie lebenswerte ländliche Räume, Nachwuchssicherung, vom Schwein zur Wurst oder Regionale Kreisläufe diskutiert.

Der Eintritt ist frei.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.

Biologische Vielfalt beginnt vor der Haustür

Viele Landwirte zeigen eine große Bereitschaft, noch mehr für die Artenvielfalt zu tun.

Die Landwirtschaftsprodukte e. G. Bandau , ist einer von ihnen.

So blüht und brummt es derzeit beispielweise auf einer Fläche hinter dem Dorf Poppau.

Zur Freude von Menschen und Insekten gleichermaßen, so Harald Könnig von der bandauer Genossenschaft.

In einer Pressemitteilung des Deutschen Bauernverbandes zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt betont der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied: „Wir Bauern wissen, dass auch wir unseren Teil zum Erhalt der Arten beitragen müssen. Deshalb haben die deutschen Bauern beispielsweise im vergangenen Jahr mehr als 200.000 Kilometer Blühstreifen als Nahrung und Lebensraum für Bienen und Insekten zum Erhalt der Artenvielfalt angelegt. Das ist ein Band, das sechs Mal um die Erde reicht. Andere Beispiele sind Gewässerrandstreifen, Bejagungsschneisen, Brachen, Lerchenfenster oder Feldvogelinseln zum Schutz der Bodenbrüter“, so Rukwied. „Der kürzlich vom Weltbiodiversitätsrat vorgestellte Bericht sollte uns jedoch mahnen, neben der Landwirtschaft auch die zentralen Treiber bei der Gefährdung der Artenvielfalt in den Fokus zu nehmen. Dazu zählen das Bevölkerungswachstum, die Verstädterung, der Flächenverbrauch sowie die globalen Änderungen der Landnutzung.“

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V., PM DBV

Wahlkampftour für Europa im Kuhstall in Klötze

Europa steht vor vielen Herausforderungen, die wir als Sozialdemokraten meisten wollen, ist bei MdEP Arne Lietz (SPD), der sich auf Wahlkampftour befindet, zu lesen. In dieser Woche standen Stationen aus der Altmark auf seiner Agenda und auf Einladung der Kreisbauernverbandes rollte der Tour-Bus am Montag auf das Gelände der Milcherzeugergenossenschaft Klötze e.G.

Auf einem Betriebsrundgang informierte der Kreisvorsitzende Raimund Punke über die Eckdaten seines Betriebes: Flächenausstattung in Pacht und Eigentum, Rinderbestand, Fütterung, Biogasproduktion sowie Arbeits- und Ausbildungsplätze.

In einer anschließenden Diskussionsrunde mit den Vorstandsmitgliedern stellte sich Arne Lietz den Fragen der Landwirte zur Politik Europas und legte Facetten aus seiner bisherigen Arbeit im Europaparlament dar.

Im Focus der Landwirte stand die Ausrichtung der Ziele der EU bei der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik.

Die Ernährungssicherheit für alle Menschen Europas findet nicht immer die Wertschätzung, die ihr zusteht, betonten die Bauern.

Europa wird oft durch die Brille der Bürokratie gesehen.

Europäische Forderungen wie die anstehende Nachjustierung der Düngeverordnung, mit noch engeren Regelungen, werden mit Skepsis betrachtet, so die Praktiker.

„Wir wünschen uns das die EU mit einem starken Finanzrahmen die Regeln in der GAP so weiter entwickelt, dass Maßnahmen in der Praxis auch umsetzbar sind und die Landwirtschaftsbetriebe als stabiles Rückgrat im ländlichen Raum erhalten bleiben“, betonte der Kreisvorsitzende Punke.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.