Aktuelles

Auch Landwirte aus der Altmark waren zur Demonstration in Brüssel

Auf der StraßeEine Delegation des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V. nahm am   7.September an einer Kundgebung des Europäischen Bauernverbandes COPA in Brüssel begleitend zur Sondersitzung des Agrarrats teil, um den zuvor von DBV-Präsident Joachim Rukwied an Bundesagrarminister Schmidt und Vertreter von Kommission und Parlament überbrachten Forderungen des Berufstandes Nachdruck zu verleihen. Ausgangspunkt war die aktuelle Preismisere auf den Agrarmärkten, welche die deutsche und die europäische Landwirtschaft unter massiven wirtschaftlichen Druck setzt. Mit der Demonstration sollte ein Zeichen in Richtung der Verantwortlichen zum Handeln gesetzt werden. Der DBV fordert eine europäische Export- und Marktoffensive, eine akute Krisenhilfe und eine nachhaltige Krisenvorsorge, um die Betriebe auch mittel- und langfristig zu stärken.

Text / Foto: BV SAW

Zeugnisübergabe an die Absolventen einer Ausbildung in den Grünen Berufen erfolgt 2015 an den Berufsschulstandorten

Foto ZeugnisausgabeMit den Abschlussprüfungen haben in den letzten Tagen 173 Auszubildenden des 3. Lehrjahres ihre Ausbildung in den Berufen der Land- und Hauswirtschaft in Sachsen-Anhalt abgeschlossen. Ein bedeutsamer erster Lebensabschnitt in ihrem beginnenden Arbeitsleben geht damit zu Ende und gut gerüstet werden viele neue anspruchsvolle Aufgaben auf sie zukommen.
Seit Jahren ist es gemeinsames Anliegen des Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes, des Bauernverbandes und des Bauernbundes die Jugendlichen in einem festlichen Rahmen in diesen neuen Lebensabschnitt zu entlassen, ihre Leistungen gebührend zu würdigen, ihnen Perspektiven aufzuzeigen und sie für ihre weitere berufliche Tätigkeit zu motivieren.
In diesem Jahr wird nunmehr erstmalig die feierliche Übergabe der Facharbeiterzeugnisse an alle Absolventen einer Ausbildung in den Berufen der Land- und Hauswirtschaft in ganz Sachsen-Anhalt erfolgen.
Gemeinsam haben die Verbände Dank der Unterstützung vieler Verantwortungsträger im politischen wie auch administrativen Bereich feierliche Zeugnisübergaben an alle Jungfacharbeiter des Jahrganges 2015 auf den Weg bringen können.
In der Berufsbildenden Schule Salzwedel werden am 28. August 2015 die Jungfacharbeiter des Ausbildungsberufes Landwirt ihre Facharbeiterzeugnisse begleitet von ihren Angehörigen und Freunden, ihren Ausbildern und ihren Berufsschullehrern in Empfang nehmen.
Als Vertreter des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt wird Staatssekretärin Anne-Marie Keding die Festreden halten.
Besonderer Dank gilt dem Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Landtages und dem Ministerium für Landwirtschaft und Forsten für die finanzielle Unterstützung sowie der zuständigen Stelle für die Berufsausbildung in den Berufen der Land- und Hauswirtschaft im Landesverwaltungsamt für die unbürokratische Unterstützung im administrativen Bereich.
Die Ehrung der besten Absolventen wird traditionell am 14. Oktober 2015 in den Franckschen Stiftungen in Halle durch das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt und das Landesverwaltungsamt durchgeführt.

Text / Foto: BV SAW

Mitmachen bei der EU-Konsultation zu Natura 2000

DSC00702Ein europäisches Netz mit Namen ”NATURA 2000” ist am Entstehen, das sich aus Gebieten, die auf Gemeinschaftsebene geschützt sind, zusammensetzt.
Diesen Gebieten soll eine Schlüsselrolle bei der Erhaltung und Wiederherstellung der natürlichen Ressourcen zukommen.
Der jeweilige Mitgliedstaat ist bei der Auswahl der Gebiete an die Vorgaben der Vogelschutz- und FFH-Richtlinie gebunden.
Dabei soll jeder Mitgliedsstaat selbst darüber entscheiden, wie er die notwendigen Sicherungsmaßnahmen auf seinem Gebiet umsetzt.

Im Altmarkkreis Salzwedel wurden rund 14.000 Hektar nach FFH Richtlinie und 20.000 Hektar nach der Vogelschutzrichtlinie an die EU gemeldet, wobei diese Flächenangaben auch Teile einbeziehen, die in den Landkreis Stendal und den Bördekreis reichen.
Weitere Nachmeldungen wie das Gebiet der Beeke- und Dummeniederung stehen an.

Obwohl die Landwirte maßgeblich zum Entstehen der heute schützenswerten
Kulturlandschaft sowie der Arten- und Biotopvielfalt beigetragen haben, werden Betriebe der Landwirtschaft durch den strengen Gebiets- und Artenschutz von Natura 2000
erheblich bei ihrer Bewirtschaftung eingeschränkt.
Dies steht im Widerspruch zu den Ankündigungen von Seiten der Politik, die im Rahmen der Ausweisung von Natura 2000-Gebieten gemacht worden sind.
Heute stellen die Betriebe vor Ort zunehmend fest, dass die Auflagen die Bewirtschaftung einschränken und die Entwicklungsfähigkeit der Betriebe gefährden können.
Der Deutsche Bauernverband unterstützt als Mitglied des Aktionsbündnisses Forum Natur den Aufruf an alle Landnutzer, sich am öffentlichen Konsultationsprozess zum europäischen Naturschutzrecht, dem sogenannten Fitness Check, zu beteiligen.
Der DBV ruft seine Mitglieder in den Landes- und Kreisbauernverbänden auf, sich über die Internetseite des DBV (www.bauernverband.de) oder des AFN (http://natura2000.forum-natur.de) an der bis zum 24. Juli 2015 laufenden Fragebogenaktion der EU-Kommission zur Überprüfung der Natura 2000-Richtlinien zu beteiligen.
Die Landnutzer können als Betroffene und Sachkundige deutlich machen, dass der Naturschutz stärker dem Grundsatz „Schutz durch Nutzung“ Rechnung tragen muss. Auch können Bewertungen und Anregungen eingebracht werden, die bei der Weiterentwicklung der Richtlinien beachtet werden sollten. Jeder Landnutzer sollte sich nach Ansicht des DBV schon im eigenen Interesse an der Konsultation beteiligen.

Über den Link zur Homepage des Aktionsbündnisses Forum Natur kann jeder Landwirt mit einem Aufwand von wenigen Minuten direkt an der Umfrage der EU-Kommission teilnehmen. Natürlich kann auch direkt über die Homepage des Aktionsbündnisses an der EU-Konsultation teilgenommen werden. Um Transparenz zu wahren, erscheinen die Fragen mit erläuternden Antworten direkt auf der Seite. Jeder Teilnehmer hat aber auch die Möglichkeit, die EU-Konsultation individuell zu beantworten.

Das Aktionsbündnis Forum Natur vertritt als Zusammenschluss von 17 naturnutzenden Verbänden der Jägerschaft, der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft über 6 Millionen Menschen im ländlichen Raum.

Text / Foto: BV SAW

Tag der Milch

IMG_1947Der 1. Juni ist bekannt als „Internationaler Kindertag“.
Weniger bekannt ist, dass er auch gleichzeitig der internationale „Tag der Milch“ ist. Kuhmilch und deren Erzeugnisse gehören zu den wichtigsten und hochwertigsten Lebensmitteln auf unserem Speiseplan.
Deutschland ist der größte Milchproduzent in Europa und liegt weltweit auf dem fünften Platz.
Aufgrund des sehr hohen Grünlandanteils hat die Rinderzucht und damit verbunden die Milchproduktion hier in der Altmark eine lange Tradition.
In unserem Landkreis werden in ca. 135 Betrieben rund 24.000 Milchkühe gehalten, deren Milch in die verschiedensten Molkereien außerhalb des Landkreises zur weiteren Verarbeitung gebracht wird.
Die Zeiten, in denen die Milch am Stall geholt oder mit der Milchkanne zum Milchladen geeilt wurde, wo zum Tagesende die Milch auch schon mal ausverkauft war, sind lange vorüber.
Gut gefüllte Regale mit verschiedenen Milch- und Buttersorten, Joghurt-, Molke und Käseprodukten mit fast unendlichem Haltbarkeitsdatum locken zum Einkauf.
Der Vielfalt ist keine Grenze gesetzt.
Den Milcherzeugern schon.
Die Grenze eines auskömmlichen Milchauszahlungspreises wird bereits seit längerer Zeit unterlaufen.
Dabei sind die Aussichten gar nicht schlecht. Weltweit steigt die Nachfrage nach Milch und Milchprodukten, nur bei den Bauern kommt nichts davon an.
Die Molkereien zahlen ihren Lieferanten einen niedrigen Milchauszahlungspreis, da sie die Milchprodukte wiederum nur zu geringen Preisen beim Lebensmitteleinzelhandel absetzen können.
Der Einzelhandel behauptet auch zu besseren Preisen einkaufen zu wollen, aber nach seinen Angaben unterbieten sich die Molkereien gegenseitig, um möglichst große Partien ihrer jeweiligen Produktpalette unter zu bringen.
Dies zwinge den Lebensmittelhandel preisgünstig zu kaufen, da sonst die Konkurrenz mit billigeren Milchprodukten die Nase vorn hat.
Wir Verbraucher kaufen dort ein, wo die Lebensmittel preisgünstig sind.
Aber deren Herstellungskosten und wirklichen Wert können wir im Grunde gar nicht erkennen.
Derzeit sind die Milchauszahlungspreise derart, dass davon kaum die Produktionskosten gedeckt werden können.
Wo ist der Anfang des Fadens, um diese Knäuel zu entwirren?
Fakt ist, dass jeden Tag Arbeit in die Milchkuhhaltung gesteckt wird und
die Menschen dort eine hohe Verantwortung für die Tiere haben.

Text: BV SAW , Foto: BV Sachsen-Anhalt

Neuntklässler beim „Tag in der Produktion“ im Rinderstall

Knutzen und SchülerDer Unterrichtstag in der Produktion stammt aus vergangenen Zeiten.
Nicht jeder berufliche Anfang wurde dort begonnen, wo sich langsam die Arbeit in das Leben als Schüler geschlichen hat.
Aber eine wertvolle Erfahrung war es, den Berufsalltag live zu erleben, um seinen eigenen Weg zu finden.
Das Remake dieses Ansatzes ist das Modellprojekt „Tag in der Produktion“.
In einer bereits stattgefundenen Orientierungsphase haben sich die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler aus fünf Berufsfeldern zwei gewählt und Kenntnisse dazu in Berufswerkstätten vertieft.
Im zweiten Schulhalbjahr gehen die Jugendlichen in Betriebe, die dieses Modellprojekt unterstützen.
Maximilian Granse, Schüler der 9. Klasse der Sekundarschule Beetzendorf, ist in der Jübarer Agrargenossenschaft e. G. zu finden.
In Nettgau ist er dicht bei den schwarzbunten Rindern vom Kalb bis zur Milchkuh anzutreffen und es ist zu sehen, dass ihm die Arbeit Freunde macht.
In der Orientierungsphase fand er im grünen Bereich den Beruf Tierwirt am interessantesten.
Alle 14 Tage ist er für einen Tag im Rinderstall, wo er von Gabriele Knutzen, der Leiterin der Rinderproduktion, betreut wird.
„Ich hab in der 8. Klasse ein Praktikum in einem Installateurbetrieb gemacht und hab mich nicht wohlgefühlt“, so Maximilian.
Hier in Nettgau bei den Tieren ist es anders.
„Ich werde wie ein Azubis behandelt und kann beim Säubern, Füttern, Treiben oder Melken überall mit anpacken“, so der Schüler.
Auf die Frage was ihm nicht so gefällt, kommt die Antwort: das ungewohnte frühe Aufstehen.
Die Produktionsabläufe waren ihm erst fremd, aber so langsam reift die Erkenntnis, wie in einem Rinderbetrieb von der Geburt bis zur Milchkuh eins ins andere greift.
Gabriele Knutzen unterstützt ihn dabei, macht Zusammenhänge klar.
„ Wer selber was will, der kann hier eine Menge lernen“, so die engagierte junge Frau.
Sie findet es super, den jungen Mann in der Berufsorientierung zu begleiten und den Menschen dabei kennenzulernen.
Wertvolle Erfahrungen im Vorfeld einer Ausbildung zu sammeln hält sie für einen guten Weg und wünscht sich, dass der begonnene Projektansatz fortgeführt wird.
Maximilian möchte die Zeit im Betrieb gut nutzen, um sich im Anschluss als Tierwirt bei der Jübarer Agrargenossenschaft zu bewerben.

Text / Foto: BV SAW

Jübarer Grundschüler schnuppern Stallgeruch

Futter NettgauDie Jübarer Grundschüler haben Glück. Auf dem Melkkarussell der Jübarer Agrargenossenschaft am Standort Nettgau stehen noch Milchkühe. Normalerweise ist das Melken der 400 Kühe um diese Zeit bereits beendet, erläutert Gabriele Knutzen, die Bereichsleiterin der Rinderproduktion.
So können die achtzehn Grundschüler in das Melkhaus gehen und genauestens beobachten, wie die Kühe stehen, wo die Melkzeuge hängen und wo die Milch langfließen muss, um in die Lagertanks zu gelangen.
Weiter ging es zu den Kälbern. Die Haltung in Kälberiglus, die Gruppenhaltung und die vorgeschrieben Kennzeichnung der Tiere wurde bereits in einer vorhergehenden Unterrichtsstunde erläutert und konnte hier beguckt werden.
In der Siloanlage wurde das lagernde Gärfutter beschnuppert und im Vergleich dazu frisches Gras von einer nahegelegen Wiese gerupft und mit auf den Futtergang genommen.
Die Kinder beobachteten, wie der Futterverteilwagen die Ration an die Milchkühe verteilt.
Dann kamen sie selbst zum Zuge.
Vorsichtig wurde Kontakt zu den Respekt einflößenden Tieren aufgenommen und das frische Gras hingehalten.
Sie staunten, wie viel eine Kuh fressen muss, wie die Wasserversorgung erfolgt und die Entmistung läuft. Die Drittklässler hatten jede Menge Fragen, die Gabriele Knutzen mit viel Freude an der Sache beantwortete.
Der Besuch des Rinderstalls ist eine Bereicherung zum Unterricht, stellte Sachkundelehrerin Martina Valdiek fest und unterstrich den Projektansatz „Bauernhof als Klassenzimmer“.
Annegret Jacobs erläuterte den anwesenden Journalisten, dass sich für dieses Schuljahr 44 Schulklassen angemeldet haben und bereits 26 Besichtigungen mit festen Terminen in Landwirtschaftsbetrieben geplant sind.

Text / Foto: BV SAW

Schweinewirtschaftsverband Sachsen-Anhalt gegründet

Schweinewirtschaftsverband Sachsen-Anhalt e.V.Am 20. April 2015 fand die Gründungsversammlung des Schweinewirtschaftsverband Sachsen-Anhalt e.V. in Bernburg-Strenzfeld statt.
Die Schweinehaltung ist in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt. Der neu gegründete Wirtschaftsverband will die „koordinierende Stimme“ der sachsen-anhaltinischen Schweinehalter sein, so der Vorsitzende des Verbandes Werner Gutzmer. Gemeinsam mit dem Bauernverband sollen die Interessen der Schweinehalter gebündelt, vernetzt und die Diskussion um die Art und Weise der zukünftigen Schweinehaltung fachlich begleitet werden. Darüber hinaus soll der Schweinewirtschaftsverband als Ansprechpartner für die LKV Agro-Tier-Service GmbH und die Tierseuchenkasse in Bezug auf die Tierseuchenvorsorge laut Tiergesundheitsgesetzes fungieren.
Seinen Sitz wird der neu gegründete Verband im Altmarkkreis Salzwedel in Dähre bei der dort ansässigen Erzeugergemeinschaft Al-Fer Handels GmbH unter der Geschäftsführung von Eike Krug haben. Der Gründungsvorstand setzt sich zusammen aus Werner Gutzmer (Vorsitzender) Jan Timmermans (Stellvertreter), Dr. Jens Kluge (Stellvertreter), Janette Deutsch, Joachim Klette, Heidrun Spengler-Knappe, Eike Krug und Hermann Heukamp.
Während der ersten Informationsveranstaltung am Nachmittag wurden interessierte Schweinehalter über die Gründung des Verbandes in Kenntnis gesetzt. Auch fachliche Themen standen hier auf der Tagesordnung. So informierte Stephan Birko, Rechtsanwalt der Kanzlei Andrea Verstyl, über rechtliche Abläufe nach einer amtlichen Kontrolle. Dr. Falk Salchert, Geschäftsführer der Tierseuchenkasse Sachsen- Anhalt, berichtete über Änderungen im Tierseuchenrecht und ging speziell auf die Vorsorge und Bekämpfung von Tierseuchen, sowie auf die Rechtsgrundlagen im Falle einer amtlich angewiesen Tötung von Tieren ein. Über den Stand der Tierseuchenvorsorge der Tierart Schwein berichtete Dr. Ulrich Bachmann, LKV ATS GmbH.

Text / Foto: BV Sachsen-Anhalt

Freiwillige Schulung für das dritte Lehrjahr

HP Azubis in Klötze27 Azubis des 3. Ausbildungsjahres des Berufes Landwirt haben sich in der Milcherzeugergenossenschaft Klötze e. G. freiwillig und zusätzlich zum Thema Pflanzenschutz informiert.
Aufmerksam verfolgten die angehenden Landwirte den Ausführungen von Friedrich Veller, Berater eines Unternehmens, das für Kompetenz vom Saatgut bis zur Ernte steht.
Veller verstand es mit seinem Vortrag und seinem Fachwissen die jungen Leute umfassend zu schulen.
„Wir müssen uns im Klaren sein, dass die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln unter Beobachtung steht und wir gut ausgebildet sein müssen“, so der Experte.
Darum erläuterte er ausführlich, was alles zu beachten ist, bevor überhaupt Fahrer und Spritze den Hof verlassen.
Was, wogegen, womit, wieviel und wann waren wichtige Fragen, deren Antworten er gemeinsam mit den Azubis erarbeitete.
„Dem Tropfen ist es egal, wenn er aus der Düse raus ist, wir müssen Bescheid wissen“, so der Berater.
Zielfläche, Kultur und Wachstumsstadium muss als erstes bekannt sein. Die Milcherzeugergenossenschaft Klötze hatte vier Winterkulturen aus dem Feldbestand mit in den Schulungsraum gebracht, so dass per Kamera live auf der Leinwand zu sehen war, wie Herr Veller die Bestimmung des Entwicklungsstadiums der Pflanzenarten vornahm.
Anhand eines Demonstrationsaufbaus mit verschiedenen Düsen konnte live und per Film das jeweilige Tropfenspektrum beobachtet werden.
Veller machte deutlich, dass es nicht die eine optimale Einstellung gibt, sondern immer nach der Kulturart, der Art der Bekämpfung und den wettertechnischen Gegebenheiten geschaut werden muss.
Im praktischen Teil wurde die Spritztechnik des Betriebes erläutert und nochmals auf
Vorsicht beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln hingewiesen.

Text / Foto: BV SAW

Auszeichnung „Ausbildungsbetrieb des Jahres 2014“ im Rahmen des 26. Landesbauernverbandstages in Staßfurt

Foto Betrieb des Ausbildungsbetrieb des JahresDer Landesbauernverbandtag in Staßfurt war ein würdiger Rahmen, um mit der Auszeichnung des „Ausbildungsbetriebes des Jahres 2014“ den landesweiten Wettbewerb des Bauernverbandes nach dem Start im November 2014 erfolgreich abzuschließen.
Zum Wettbewerb gehört ein zweistufiges Auswahlverfahren.
Die Ausbildungsbetriebe hatten sich bei ihren Kreisverbänden beworben und wurden anschließend zur Wahl beim Landesverband nominiert.
Das waren:
• Agrargenossenschaft e.G. Uchtdorf, Kreisbauernverband Stendal e.V.
• Milcherzeugergenossenschaft Klötze e.G., Bauernverband Altmarkkreis Salzwedel e.V.
• Agrargenossenschaft Hamersleben e.G., Bauernverband Börde e.V.
• Bio Geflügelhof Deersheim GmbH & Co. KG, Bauernverband Nordharz e.V.
• Agrar GmbH Elbe-Saale & Co. KG, Bauernverband Salzland e.V.
• APH e.G. Hinsdorf GbR, Bauernverband Anhalt e.V.

Eine Jury bestehend aus Torsten Wagner, 1. Vizepräsident, Katharina Elwert, Hauptgeschäftsführerin, Helgard Wiegand, Geschäftsführerin des Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes, Dr. Ines Okunowski, Bildungsreferentin und Jennifer Fliegenschmidt, Geschäftsführerin des Landjugendverbandes sowie Frank Wiese als Vorsitzender des Fachausschusses Berufsbildung hatte die eingereichten Unterlagen bewertet und die Auswahl getroffen.
Frank Wiese stellte die Betriebe im Kurzportrait vor und erwähnte folgendes für den Betrieb aus unserem Kreisverband:

„Die Milcherzeugergenossenschaft Klötze e.G. ist seit 1990 Ausbildungsbetrieb und bietet in den Berufen Landwirt, Tierwirt Fachrichtung Rinderhaltung und Fachkraft Agrarservice Ausbildungsplätze an. Derzeit absolvieren 10 Azubis ihre Ausbildung. Auf der betriebseigenen Homepage können sich Jugendliche über die Berufe informieren bzw. sich an einem interaktiven Wissenstest beteiligen. Lehrgänge werden zur Prüfungsvorbereitung der eigenen Azubis und darüber hinaus aus dem Altmarkkreis Salzwedel im Unternehmen durchgeführt“.
Die Jurymitglieder hatten sich in diesem Jahr nach der gemeinsamen Auswertung der Bewerbungsunterlagen entschieden, die Bio Geflügelhof Deersheim GmbH & Co. KG mit dem 1. Platz im Landeswettbewerb und dem Titel „Ausbildungsbetrieb des Jahres 2014“ auszuzeichnen.
Allen weiteren nominierten Ausbildungsbetrieben wurde für das besondere Engagement in der Berufsausbildung und Nachwuchsgewinnung mit einer Urkunde und mit einem Präsentkorb herzlich gedankt.
Präsident Frank Zedler und der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes nahmen die Würdigung vor.

Text: BV SAW, Foto: BV Sachsen-Anhalt

Landesbauernverbandstag in Staßfurt: Boden als wichtigster Produktionsfaktor erregte die Gemüter

BV Tag 05.03.15Bauernpräsident Frank Zedler betonte in seiner Grundsatzrede, dass Landwirtschaftsbetriebe in ihren vielfältigen Strukturen eine wesentliche wirtschaftliche Kraft im ländlichen Raum sind.
„In den letzten 25 Jahren haben wir als Berufsstand gemeinsam etliche Hürden gemeistert, Krisen überwunden, politische Rahmenbedingungen umgesetzt und unsere Betriebe marktwirtschaftlich ausgerichtet“, so Zedler.
Den Landwirten ist nicht Bange vor ihrer Arbeit, aber die Vorschriften aus der EU nehmen ungeahnte Ausmaße an, so der Präsident.
Er berichtete darüber, dass die Landwirte vor der Aufgabe stehen, die letzte GAP-Reform in die Praxis umzusetzen.
„Dabei sind bereits jetzt, und wir haben die neuen Antragsformulare noch nicht einmal in der Hand,
die ersten Komplikationen bei der Definition „Dauergrünland“ aufgetaucht“, so der Präsident.
Die Definition zur Entstehung von Dauergrünland ist schon schwierig genug zu verstehen, wenn Urteile umgesetzt werden, die mit praktischen und natürlichen Belangen nichts mehr zu tun haben.
Wir fordern daher von unserem Ministerium eine zeitnahe klare Positionierung, damit für die Landwirte Rechtssicherheit gegeben ist.
„Die neue Reform bringst uns damit nur wenig Grünes, aber dafür jede Menge Bürokratie“, so der Bauernpräsident.
Neben der Position des Verbandes zur ablehnenden Haltung zu Tierobergrenzen und der Stärkung von Management und guter Ausbildung ging Frank Zedler auf die Sicherung des Bodens als wichtigster Produktionsfaktor ein.
„Das Ziel von bodenpolitischen Rahmenbedingungen muss der Erhalt des Bodeneigentums für aktive Landwirte vor Ort sein“, so der Präsident.
Dass dieses Thema bewegt, zeigte sich in der hitzigen Diskussion, nach dem Minister Aeikens seine Vorstellungen zum Agrarstruktursicherungsgesetz vorgestellt hatte.
Die Positionen zur Sicherung der Agrarstruktur von Minister und Berufsstand reichen von identischen Zielen bis hin zu Entmündigungsängsten und bedürfen weiterer klärender Schritte.

Text: BV SAW, Foto: BV Sachsen-Anhalt