Biber sorgt für Gesprächsstoff

Biberfrass 032015Der Vorstand der Interessengemeinschaft Drömling e. V. traf sich in Kusey, um über anstehende Aufgaben aus der Sicht der wirtschaftenden Landwirte, auch im Hinblick auf den am Freitag stattfindenden Gedankenaustausch über Perspektiven einer länderübergreifenden Entwicklung im Drömling, zu beraten.
Ein Presseartikel zu einen Teil eines Biomasseprojektes hatte die Gemüter bewegt und so wurde die Sitzung gleich genutzt, um sich über die Inhalte beim zuständigen Projektleiter zu informieren.
Zunehmend erschwert die Wiedervernässung die Bedingungen bei der Mahd.
Die Befahrbarkeit der Flächen und die Verwendung des Auswuchses sind die Hauptprobleme.
Modellhaft soll im Projekt nach einer naturschutzgerechten Niedermoormahd mit einer zu einem Mähfahrzeug umgerüsteten Pistenraupe erfolgen.
Im Anschluss soll die energetische Verwertung des frischen Grünschnitts geprüft werden.
Erneut sorgte der Biber für Gesprächsstoff.
Die Entnahme von Biberdämmen sowie erste Ergebnisse von Pilotprojekten zum Ablauf von angestauten Gewässern wurden diskutiert.
Offen sind nach wie vor die Übernahme von zusätzlichen Kosten beim Unterhaltungsverband sowie die Folgekosten von Biberschäden an Eigentum und Aufwuchs.
Diese Sachverhalte wurden beim Ausschuss für Umwelt im Landtag von Sachsen-Anhalt vorgestellt, jedoch bisher ohne Folgewirkung.
Die geplante Neuausweisung des Landschaftsschutzgebietes, der Übergang in die neue Förderperiode mit den zugehörigen Agrarumweltmaßnahmen und die Aktualisierung von Pachtverträgen mit dem Zweckverband sind die wichtigsten aktuellen Herausforderungen für die Landwirte im Naturpark.

Text / Foto: BV SAW