Bauernverbandes Sachsen-Anhalt beschäftigte sich auf seiner Präsidiumsklausur mit der gesellschaftlichen Akzeptanz

Dr. DirscherlNeben den Präsidiumsmitgliedern waren auch die assoziierten Verbände und Fachausschuss -Vorsitzenden zum Vortrag „Gesellschaftliche Akzeptanz der Landwirtschaft – eine Herausforderung für den Berufsstand“ geladen.
Dr. Clemens Dirscherl, EKD Ratsbeauftragter für agrarsoziale Fragen, beschrieb für die Landwirte das Spannungsfeld zwischen Landlust und Tatort Bauernhof.
Zwischen den Sehnsüchten der Menschen nach althergebrachten Ansätzen und der Angst vor technisierten Prozessen im Zusammenhang mit der Natur ringt der Berufsstand um Antworten.
Der Referent vom evangelischen Bauernwerk zeigte auf, dass schon ein genaueres Betrachten der Gesellschaft selbst ein diffuses Bild ergib: die öffentliche Wiedergabe von Meinungen über die Medien, die politische Meinungsbildung, die Blickrichtungen von NGO´s und letztendlich die Abgabe von Wählerstimmen.
Dirscherl beschrieb der Veränderungen in der Gesellschaft, die sich zwar langsam aber dennoch vollziehen.
Nach der Befriedigung von Grundbedürfnissen richtet sich der Focus mehr auf die Selbstverwirklichung. „Ich bin ein Biokäufer, ich bin ein Tierschützer, ich bin gegen Gentechnik“, sind Beispiele, die er anführte um den Wandel zu beschreiben.
Nach einer eifrigen Diskussion mit den Landwirten blieb das Fazit stehen, dass die Landwirtschaft in der Verantwortung steht in der Gesellschaft, für die Gesellschaft und mit der Gesellschaft und das das Zauberwort Kommunikation heißt und der Weg dazu keinesfalls einfach ist.

Text / Foto: BV SAW