Bauerntag 2017: Jede Einstellung der Milchproduktion ist ein Verlust für die Landwirtschaft im Landkreis

„Schwache Erlöse bei der Milch und bei den Druschfrüchten haben zu schwachen Betriebsergebnissen geführt, so dass die Weiterentwicklung der Betriebe vielerorts bis heute nur mit einer Kostenbremse läuft“, so Raimund Punke auf dem Kreisbauerntag in Winterfeld zum abgelaufenen Jahr.

Jeder Betrieb, der mit der Milchproduktion aufgehört hat, ist für einen Landkreis mit einem Anteil von 25 Prozent Grünland an der Landwirtschaftsfläche ein gravierender Einschnitt.

Der derzeitige Trend der Milchpreise bedeutet vor allem eines: ein langer, langer Weg zurück zur Normalität, so der Kreisvorsitzende.

In einem politischen Rückblick führte er auf, was unter den Landwirten für Unruhe gesorgt hat:

Das Hüh und Hott bei der Novelle der Düngeverordnung, die mediale Betrachtung des Vorganges und die unterschätzten möglichen Folgewirkungen für die Betriebe, die Bewertung des Wirkstoffes Glyphosat, die Befeuerung der Diskussion, zu den Teibhausgasen aus der Landwirtschaft und letztendlich der Knaller mit der Reim- Kampagne zur Volksbelustigung von Umweltministerin Hendricks.

Das Umweltbundesamt verbreitete die Idee von Steuern auf tierische Produkte, weil die Tierhaltung Hauptverursacher des Klimawandels sein soll.

„Dabei wurde allen Ernstes suggeriert, wenn wir hier in Deutschland die Steuern erhöhen schützen wir das Klima“, berichtete er kopfschüttelnd.

Ebenso waren die Einbrüche in Tierhaltungen und die gefühlten endlosen Diskussionen im Spätabendprogramm von uns Landwirten nur schwer zu ertragen. Wer liest schon Wochen später, dass die Ermittlungen in den Betrieben ins Leere gelaufen sind?

Text: AJ Bauernverband und Foto: KK Bauernverband