Bauern verschafften sich gemeinsam Gehör in Hamburg

Mehrmals tönten die Worte von der Bühne vor dem Hamburger Marriott Hotel, in dem die Herbstkonferenz der Umweltminister der Länder stattfand, welch eindrucksvolles Bild die Bauern abgeben.

Bauern gehören eigentlich auf´s Land und nicht in die Stadt.

Und doch hatten sie sich auf den Weg in die Elbmetropole gemacht.

Mit 3.500 Traktoren auf den Straßen der Stadt und tausenden Demonstranten auf dem Gänsemarkt wollen sie laut signalisieren, dass aktuelle politische Entscheidungen aus dem Ruder laufen.

Rund um das Denkmal für Gotthold Ephraim Lessing, einem Dichter und Denker, stellten die Bauern ihren eigenen Ruf, nicht drei Bauern unter einen Hut zu bekommen, in den Schatten.

Ganz im Geiste Lessings, der einst gebot, stets die Sache von mehreren Seiten zu sehen und auch in den Argumenten seines Gegenübers nach Spuren der Wahrheit zu suchen, gab es ein Geben und Nehmen von Bauern und Politikern auf der Bühne.

Nette Worte, harte Worte, Beifall und auch Buhen ließen trotzdem keinen Zweifel daran: Umwelt – und Naturschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Sich in diesem Kontext einen Berufsstand herauszugreifen und mit verschärften Regeln an die Wand zu stellen, treibt die Bauern auf die Straße.

Auch Landwirte sehen sich in der Verantwortung.

Sie fordern aber Kooperation statt Verbote und Dialog statt Konfrontation, um ihre Betriebe wirtschaftlich zu führen und auch kommenden Generationen die Chance zu erhalten, Landwirt in Deutschland zu sein.

Text und Foto:  Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V.