Bauern machten mit Traktoren Berlin dicht und unterstreichen ihre Forderungen

Der Berufsstand, der sonst eher bedächtig auf den Feldern seine Runden dreht, hat sich gestern mit mehr als 5.000 Traktoren aus ganz Deutschland auf den Weg in die Hauptstadt gemacht. Unter ihnen auch über 300 Traktoren aus der Altmark.

Die seit den frühen Morgenstunden mit Blinken und Hupen in Kolonnen fahrenden Trecker haben eindrucksvoll gezeigt, welche Kraft hinter der Branche steht, die für unser täglich Brot sorgt.

Dennoch haben die Sorgen sie auf die Barrikaden gebracht. Die Kundgebung am Brandenburger Tor verfolgten mehrere zigtausend Landwirte mit Plakaten, Pfiffen und Buhrufen.

Sie forderten mehr Wertschätzung für ihre Branche, mehr Mitspracherecht bei Neureglungen bei Tierschutz und Umweltschutzangelegenheiten.

Es muss Schluss sein damit, dass die Bauern in dieser Gesellschaft an allem schuld sind und als Buhmann der Nation hingestellt werden.

Auch Landwirte wollen sauberes Wasser und eine intakte Natur.

Umweltministerin Schulze und Landwirtschaftsministerin Klöckner bekamen bei ihren kurzen Auftritten auf der Bühne die Wut der Bauern zu spüren.

Zu Protest hatte die Initiative „Land schafft Verbindung“ aufgerufen.

Am 2. Dezember will sich Kanzlerin Angela Merkel mit vierzig Landwirtschaftsorganisationen zu einem Agrargipfel treffen.

Text : Annegret Jacobs – BV AMK SAW e. V., Foto: Christian Apprecht BV Börde e. V.