Bauern informieren sich zum Lithiumabbau in der Altmark

Auf der Mitgliederversammlung legte Kerstin Todte, Betriebsleiterin Altmark von Neptun Energy Deutschland GmbH, den derzeitigen Stand der Vorbereitung für eine mögliche Gewinnung von Lithium in der Altmark vor.

Lithium gilt als zentraler Rohstoff für Batterien in Elektrofahrzeugen und als Schlüsselelement für die Energiewende.

Die Landwirte erfuhren, dass es seit 1970 bekannt sei, dass Lithium in den Bohrlöchern nachgewiesen wurde.

In 80er-Jahren stand bereits eine erste Lithium-Extraktionsanlage kurz vor der Inbetriebnahme.

Mit über 100.000 Dokumenten und Analysen zum Untergrund sei ein riesiger Datensatz vorhanden, um das Potenzial des Rohstoffes Lithium zu erfassen, so Kerstin Todte.

Eine aktuelle Studie ergab eine Ressourcenbewertung von 43 Millionen Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent für das Erdgasfeld Altmark.

Derzeit laufen Pilotversuche zum Extraktionsprozess aus dem tiefliegenden Thermalwasser.

Das Thema Wasser ist für uns Bauern immer ein kritischer Punkt, brachte ein Mitglied zur Sprache.

In einem zweiten Teil des Vortrages ging es um die vorhandenen Strukturen von Neptun Energy mit der Zentralstation in Steinitz, sechs Feldstationen, fünfzehn Gassammelpunkten, 137 offenen Bohrungen und ca. 600 km Leitungen.

Frau Todte wies auf die sichtbaren Leitungspfähle in Gelb für Erdgas und Weiß-Grau für Lagerstättenwasser hin.

Es ist darauf zu achten, dass im Bereich der Leitungen keine Erntegüter oder Lesesteine abgelegt werden.

Bei der Verlegung von Drainage oder Beregnungsleitungen ist eine Schachterlaubnis einzuholen.

Mögliche Schäden sind bitte unverzüglich an die ständig besetze Stelle in Steinitz 03901/881302 zu melden, so die Betriebsleiterin Altmark.

 

Foto und Text: A. Jacobs, Bauernverband