10. Ausbildungsmesse in der Berufsbildenden Schule Salzwedel: 71 Unternehmen, 100 Berufe und viele Besucher

Die beliebte und zugleich nervende Frage der älteren Generation an den Nachwuchs: „Was möchtest du später mal werden?“ scheint nicht aus der Mode zu kommen. Letztendlich muss jeder junge Mensch eine Antwort auf diese Frage finden. Gut, wer da schon von frühster Kindheit an weiß, welchen Beruf er später ausüben will. Der überwiegende Teil der Mädchen und Jungen wird sich da nicht so sicher sein, was in der Natur der Dinge liegt. Zu viele Aspekte müssen abgewogen werden, um letztendlich bei der Berufswahl den richtigen Treffer zu landen. Um tiefer in das Thema einzudringen, müssen die jungen Leute Informationen sammeln und mit den Vorstellungen ihres Lebens in Einklang bringen. Eine schwierige Aufgabe, da es einerseits eine Vielzahl von Berufen gibt und andererseits auch  jeder Traumberuf so seine Ecken und Kanten hat. Da ist Eigeninitiative gefragt und die Ausbildungsmesse eine gute Gelegenheit, sich gezielt über den regionalen Wirtschaftsraum zu informieren. Viele Schülerinnen und Schüler nebst Eltern haben sich über ansässige Firmen, Ausbildungsvoraussetzungen, Berufswege, Verdienstmöglichkeiten und Chancen auf einen Arbeitsplatz informiert. In diesem Umfeld konkurriert die Landwirtschaft zwar mit anderen Berufsbranchen um die Schulabgänger, aber sie hat auch so einiges zu bieten. Rund 80 Ausbildungsbetriebe gibt es über den ganzen Landkreis verteilt, in denen hauptsächlich Landwirte, Tierwirte und Fachkräfte für Agrarservice ausgebildet werden. Experten sind sich sicher, dass die Landwirtschaft eine Brache ist, die auch in Zukunft gefragt sein wird, um die wachsende Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Energie zu versorgen. Dabei wird der wirtschaftliche Wandel auch die Landwirtschaft mitnehmen. Die Bedingungen für Anbau- und Tierhaltungsverfahren werden sich weiter entwickeln, Landmaschinen werden zu Hightech Geräten, die Energiegewinnung aus Rohstoffen wird ausgeklügelter. Nur mit praxisnah ausgebildeten Fachkräften sind diese Aufgaben zu meistern. Landrat Michael Ziche riet den jungen Leuten während der Eröffnung: Bleiben sie einfach hier, hier lässt es sich gut leben und gut arbeiten. Wie passend für eine Ausbildung in der Landwirtschaft.

 Text und Foto: A. Jacobs